Frühindikatoren 22.07.2022

Publizierdatum: 22. Juli 2022

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Dow JonesNasdaqS&P 500DAXATXSTOXX50EMSCI UKHSINIKKEI
32.03712.0603.99913.2472.9543.5972.09820.60027.930
+0,51%+1,36%+0,99%-0,27%+0,60%+0,31%+0,08%+0,12%+0,46%
  • Inflationsschub zwingt EZB zu überraschend kräftiger Zinserhöhung
  • Insider - Russland bremst bei Rücknahme der Gas-Turbine
  • Türkei - Abkommen zur Wiederaufnahme ukrainischer Getreideexporte noch heute
  • Erstmals Vertreterin der indigenen Minderheit Staatsoberhaupt in Indien

Guten Morgen...Im Fach Medizingeschichte wird den Studenten beigebracht, dass Ludwig XIII. im 17. Jahrhundert in seinen letzten zwei Lebensjahren von seinem Leibarzt mit 34 Aderlässen, 250 Darmreinigungen und 1.200 Einläufen behandelt wurde. Den Wirtschaftsstudenten bringt man heute bei, dass der damalige US-Notenbank-Chef Volcker 1979/80 auf die damals hohe Inflation mit aggressiven Zinserhöhungen auf 20% (!) reagierte. Das war nötig, weil man damals der Inflation zu lange zugesehen hatte. Die Inflation nährt die Inflation. Die Studenten in 30 Jahren werden lernen, dass die EZB auf den Inflationsschock 2022 im Juli mit ihrer ersten Zinserhöhung seit elf Jahren die Zinsen um einen halben Prozentpunkt auf 0,50% angehoben hat. Auch der Einlagensatz wurde auf gleich 0% erhöht. Banken müssen somit nicht mehr draufzahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Die Inflation war im Juni angetrieben von den hochschießenden Energiepreisen auf ein neues Rekordniveau von 8,6% geklettert. Die Börsen ließen sich nicht aufhalten und tendierten dennoch fester. Die OECD hat mehrere Vorschläge erarbeitet, wie Mitgliedsstaaten ihre Wohnimmobiliensteuern effizienter gestalten können. So sollten Transaktionssteuern beim Verkauf gesenkt werden, während die laufende Besteuerung von Immobilienbesitz deutlich erhöht werden soll. Während sich die Wohnungspreise in den OECD-Ländern von 1995 auf 2020 verdoppelt hätten, seien die Einnahmen durch Steuern darauf in deutlich geringerem Ausmaß gestiegen. Eine Gasrationierung in Deutschland würde einer Studie zufolge am stärksten die Metallerzeugung und -bearbeitung, die Chemiebranche und die Papierindustrie treffen. Allerdings sind erhebliche Schäden in weiteren, weniger energieintensiven aber volkswirtschaftlich bedeutenderen Sektoren nicht ausgeschlossen - aufgrund von dann fehlenden Vorprodukten, erklärten die Autoren.

Interbank3 Monate12 Monate5 Jahre10 Jahre
EUR0,145%1,142%1,75%2,01%
GBP1,901%0,000%2,70%2,51%
USD2,783%3,919%2,98%2,94%
JPY-0,013%0,000%0,15%0,36%
CHF0,000%0,000%1,26%1,69%
10-jährige BondsRenditeper 31.12.20212-jährige Bonds
Deutschland1,22%-0,18%0,65%
UK2,04%0,972%2,00%
USA2,90%1,512%3,14%
Japan0,22%0,07%-0,08%
Schweiz0,84%-0,135%0,16%
EURUSD
USD1,0188-
CAD1,31321,2888
GBP*0,85161,1960
CHF0,98670,9685
AUD*1,47610,6902
JPY140,49137,88
SEK10,431210,2335
* dargestellt ist GBP bzw. AUD vs USD
BUND FUT 6% DE/d152,18
Öl Sorte Brent in USD/Fass105,05
Gold in USD/Feinunze1.715,09
IndexYTD in EUR31.12.2021
STOXX50E-16,32%4298,41
S&P 500-6,38%4766,18
NIKKEI-9,64%28791,71

Inflation in der Eurozone (in Prozent J/J)

Inflation in der Eurozone (in Prozent J/J)
Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung

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