Clinton oder Trump: Wer ist der Liebling der Börsianer?

Im Volksmund wird den Republikanern mehr Sachverstand in Sachen Börsenthemen zugestanden, doch die nüchterne Realität sieht anders aus. In einer Auswertung aller US-Präsidenten seit 1945 ergibt sich, dass der amerikanische Aktienmarkt (S&P 500) unter den Demokraten jährlich um 10,2% zulegen konnte, während sich der US-Markt bei den Republikanern um lediglich 6,5% per anno verbesserte.

Downloads

TypDokumentDatei-Größe
Clinton oder Trump: Wer ist der Liebling der Börsianer?119 KB
Demokratische PräsidentenS&P 500 per anno Rendite
Bill Clinton 17,4%
Barack Obama 15,6%
Harry S. Truman8,1%
Lyndon B. Johnson7,7%
Jimmy Carter 6,9%
John F. Kennedy5,4%
Mittelwert10,2%
Republikanische PräsidentenS&P 500 per anno Rendite
George Bush 14,9%
Dwight D. Eisenhower 11,0%
Gerald Ford 10,9%
Ronald Reagan 10,4%
George W. Bush -3,8%
Richard Nixon-4,2%
Mittelwert6,5%
Quelle: Bloomberg

Ein klarer Punktsieg für die Demokraten. Und auch in der Einzelbetrachtung liegen zwei Demokraten vorne: Bill Clinton führt das Feld vor Barack Obama an. Der beste Republikaner kommt mit George Bush Senior erst auf Rang drei durchs Ziel.

Per-Anno-Performance der US-Präsidenten (S&P 500)

Quelle: Bloomberg

Gut Ding braucht Weile …

Die einzelnen Amtszeiten in Performance-Zeiträume per anno zu zerlegen, ist jedoch nur begrenzt sinnvoll, da ein Präsident mit dem Vermächtnis seines Vorgängers leben muss. Der neu vereidigte Präsident beginnt sein Wirken nicht bei Null, sondern startet mit den vorherrschenden Rahmenbedingungen. Es kommt daher nicht selten vor, dass die Weichen für den Kurserfolg vom Vorgänger gestellt worden sind. Bei Betrachtung obiger Grafik sollte daher bedacht werden, dass sich manche Umstände nicht über Nacht zum Guten wenden, sondern teilweise Monate oder sogar Jahre benötigen, ehe präsidiale Entscheidungen eine Verbesserung herbeiführen.

Politische Börsen haben kurze Beine

Kurzfristig kann es durch die Wahl zu Ausschlägen in die eine oder andere Richtung kommen. Die größeren Schwankungen dürfte es momentan geben, wenn Donald Trump tatsächlich noch im Schlussspurt an Hillary Clinton vorbeiziehen sollte. Derzeit sieht alles danach aus, als würde erstmalig eine Frau das höchste politische Amt in Amerika bekleiden. Dieses Szenario wird momentan auch so vom Markt eingepreist.

Author:
Dipl.-BW Alexander Adrian
Asset Management

Stand: Oktober 2016

Hinweis:

Diese Information ist keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthält weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Information kann eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatungen kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen, sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen. Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.

Haftungsbeschränkung:
Alle Informationen beruhen auf verlässlichen Quellen und sorgfältigen Analysen, die jederzeit einer Änderung unterliegen können. Die Schoellerbank ist zu einer Aktualisierung dieser Informationen nicht verpflichtet.
Die Haftung der Schoellerbank für leichte Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit der Quellenrecherche und Analyse und den darauf beruhenden Informationen wird ausgeschlossen.
VOILA_REP_ID=C1257E77:00296CBA