Google: Wie alles begann

Es gab einige Unternehmen zu Beginn des Internetzeitalters, die über eine ähnlich gute Ausgangslage verfügten wie Google, sich aber letztendlich nicht durchsetzen konnten. Da wären zum Beispiel AOL und Yahoo! zu nennen, beides Unternehmen, die zu den Pionieren des Internetzeitalters zählten. AOL ermöglichte den Zugang zum Internet und Yahoo! half bei der Suche nach den entsprechenden Seiten. Somit stellten die Startseiten von AOL oder Yahoo! oftmals den Ausgangspunkt einer jeden Internetsitzung dar - die perfekte Position für eine erfolgreiche Zukunft, möchte man meinen.

Webkatalog vs. Suchmaschine
Interessant in diesem Zusammenhang: Yahoo! Verfügte im Grunde über keine eigene Suchmaschine, sondern nahm dabei die Hilfe von AltaVista, Inktomi und später auch von Google in Anspruch. Die daraus gewonnenen Daten wurden in einen sogenannten Webkatalog umgewandelt. Dies erforderte von Yahoo! die Bewältigung eines extrem hohen Arbeitsaufwands, da alle Seiten, die dem Internet damals tagtäglich hinzugefügt wurden, von "Menschenhand" durchforstet und auf deren Inhalt überprüft werden mussten. Anschließend wurden die neu gefundenen Seiten bewertet und dem entsprechenden Themenbereich zugeordnet. Darüber hinaus wurden die Seiten in eine Reihenfolge gebracht, sodass die qualitativ hochwertigsten Seiten am Anfang einer Suche zu finden waren. Diese aufwendige Vorgehensweise wirkte aber auch wie eine Art Filter, da die Suchergebnisse durch das Auswahlverfahren eingeschränkt waren.

Bin ich denn da schon drin oder was?
Wer hingegen auf Google suchte, erhielt eine wesentlich höhere Trefferquote und fand auch ausgefallenere Informationen. Und noch etwas machte Google in der Anfangszeit richtig: Anstatt die Suchmaschine zu einem Webportal mit unzähligen Anwendungen (E-Mail, Jobbörse, Nachrichten, Wetterdienst etc.) auszubauen, wurde der Fokus auf die Kernkompetenz gelegt: das Suchen von Informationen im Netz. Ein genialer Schachzug, da das Internet in der Anfangsphase ziemlich langsam war und das Laden von umfangreichen Portalseiten schon mal einige Minuten in Anspruch nehmen konnte. Hingegen öffnete sich die spartanisch aussehende Startseite von Google nahezu in "Lichtgeschwindigkeit" und ließ die großen Portalbetreiber zeitlich weit hinter sich. Wer also schnell eine Information finden musste, kam an Google nicht vorbei.

Google - auf das richtige Pferd gesetzt
Schlussendlich haben die Gründer des Unternehmens, Larry Page und Sergey Brin, mit der damals eingleisig gefahrenen Strategie alles richtig gemacht. Ihr Plan ging auf, und Google benötigte nur wenige Jahre, um die absolute Nummer eins unter den Suchmaschinen zu werden, während die Konkurrenz von da an nur noch ein Schattendasein führte. Auch der Firmenname war gut gewählt, da die Unternehmensbezeichnung in der Folge von den Nutzern sogar als Verb ("googeln") verwendet wurde - spätestens ab diesem Zeitpunkt war Google in aller Munde. Der Firmenname wurde übrigens vom Wort "Googol" abgeleitet, der englischsprachigen Bezeichnung für die Zahl 10100, was einer 1 mit 100 Nullen entspricht. Der systematische deutsche Namen ist "zehn Sexdezilliarden" oder auch "zehn Sedezilliarden". Für Page und Brin war und ist diese astronomische Zahl ein Symbol für die schier unüberschaubare Menge an Websites, die Google in seinen Suchindex aufnehmen sollte.

Alphabet soll vor Stillstand schützen
Über die Jahre hinweg war Google aber keineswegs träge. Nachdem sich das Unternehmen die Poleposition unter den Suchmaschinen gesichert hatte, versuchte es sich auch an anderweitigen Geschäftsmodellen - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Im Oktober 2015 änderte man sogar den Namen von Google auf Alphabet, um zu zeigen, dass das Unternehmen mehr als nur eine Suchmaschine ist und auch noch andere Ambitionen hat. Nichtsdestotrotz hängt das Ergebnis von Alphabet bis dato einzig und allein von Google ab.

Was soll schon passieren?
Es gibt durchaus Trends, die Google gefährlich werden könnten. So befragen mittlerweile viele "Suchende" einen Sprachassistenten, wenn sie Informationen benötigen. Von diesem erhalten sie dann meist werbefrei die entsprechende Antwort - anders als auf der Homepage von Google, hier verdient die Suchmaschine bei der Vermittlung kräftig mit. Sollte sich also das Suchverhalten der Nutzer hin zu Sprachanwendungen ändern, würde sich das bei Google früher oder später negativ bemerkbar machen.

"OK Google"
Allerdings verfügt natürlich auch Alphabet mit "OK Google" über einen Sprachassistenten à la "Siri" von Apple oder "Alexa" von Amazon. Die Zeit wird zeigen, wer sich schlussendlich durchsetzen wird. Und auch hier werden die Anbieter früher oder später Geschäftsmodelle entwickeln, um Sprachassistenten zu monetarisieren. Diesbezüglich interessant: Google ging vor 20 Jahren an den Start, ohne dass die beiden Gründer eine Idee hatten, wie sie mit einer Suchmaschine jemals Geld verdienen sollten. Diese Idee scheint mittlerweile gefunden und mehr als ausgereift zu sein!

Autor: Alexander Adrian, Dipl.-BW (FH), CPM, Fondsmanager/Schoellerbank Invest AG

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