Tapering: über ein mögliches Ende der Geldflut und ein Comeback der Zinsen - Schoellerbank Analysebrief Nr. 397

Die massiven geldpolitischen Unterstützungsmaßnahmen der Notenbanken verfehlten ihre Wirkung nicht und befeuerten die globalen Aktienmärkte nach dem Pandemie-Schock des letzten Frühjahres. Auch dynamische Rentensegmente konnten zulegen
Durch die beispiellose Liquiditätsschwemme scheinen die Zinsen nun für viele Jahre auf tiefstem Niveau eingefroren. Aber werden die Notenbanken die Märkte tatsächlich weiterhin mit Geld fluten, oder droht ein Austrocknen der Märkte (Tapering)?
Den aktuellen Gerüchten über ein bevorstehendes Tapering in den USA wurde umgehend eine Absage erteilt. Ein frühzeitiger Schwenk in der geldpolitischen Ausrichtung der Fed würde die massiven fiskalischen Stimuli konterkarieren - ein Umstand, der bereits nach der Finanzkrise zu beobachten war
Bei einem starken Anstieg des Inflationsdrucks und einer Stabilisierung des globalen Wachstums werden sich jedoch auch die Zinsen wieder normalisieren. Diese Entwicklung und die Rhetorik der Notenbanken sollten Anleger deshalb sehr wachsam verfolgen. Die Historie hat gezeigt, dass die bloße Aussicht auf weniger expansive Maßnahmen die Zinsmärkte stark bewegen kann (Stichwort Taper Tantrum)
Auch wenn sich die Spielregeln aufgrund der geänderten monetären Verhältnisse verändert haben: Wachsamkeit und das Erkennen von zukünftigen Entwicklungen bleiben wesentliche Erfolgsfaktoren in der Vermögensanlage

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