Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 11. Januar 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 11. Januar 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
Neutrale GewichtungEnde November/Anfang Dezember 2016 passen wir Mandate, deren Restlaufzeit unter 3,5 Jahre fällt, aktiv nach oben an. Weiterhin sehr besonnene Laufzeiten-Ausrichtung und Fokus auf hervorragende Schuldner.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Starke ÜbergewichtungStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Antizyklische Erhöhung im Februar 2015. Kontinuierliche Laufzeitanpassung nach oben.
Strukturierte
Zinsprodukte
UntergewichtungIm August 2016 (erneut) reduziert, zugunsten von Fremdwährungsanleihen.Dadurch Konzentration der eigentlichen Strategie. Fokus auf Währungs- und Kreditstrukturen. Nutzen von Preisanomalien auch abseits der Kernzone möglich.
Fremdwährungs-
anleihen
ÜbergewichtungIm November 2016 wurde der Cash-Polster voll investiert. Größte Position ist der US-Dollar mit gut 42%, gefolgt vom Kanadischen Dollar, der Norwegischen Krone und dem Schweizer Franken. Einen ganz bewussten Schwerpunkt setzen wir weiterhin bei den Rohstoff-Währungen.
AktienÜbergewichtungWir erhöhen die Gewichtung des Japan-Anteils auf „Stark Übergewichtet“. Japan ist deutlich günstiger bewertet als die US-Börsen. Im Gegenzug reduzieren wir die Regionen USA und Europa. 40% der japanischen Aktien sind gegen Schwankungen des Japanischen Yen abgesichert.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Breit aufgestellt in den Themen Edelmetalle, Energie, Minen, Wasser, Holz, etc. Mai 2016: Reduktion Anteile Bergbau/Minen, Edelmetalle und Energie - Erhöhung der Segmente Wasser, Agribusiness und Holz.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die Weltbank erwartet eine anziehende Weltkonjunktur. Das globale Wirtschaftswachstum werde sich 2017 auf 2,7% erhöhen, nachdem es im vergangenen Jahr mit 2,3% den schwächsten Wert seit der Finanzkrise erreicht habe, prognostizierte das Institut am Dienstag. "Nach Jahren mit enttäuschendem weltweitem Wachstum sehen wir nun bessere ökonomische Aussichten am Horizont", erklärte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Insbesondere eine weitere Belebung der US-Konjunktur könne der Weltwirtschaft deutlichen Auftrieb geben. Der künftige US-Präsident Donald Trump hat Schritte zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft versprochen. Für die USA sagt die Weltbank einen beschleunigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,2% (2016: 1,6%) in diesem Jahr voraus, für China dagegen eine Verlangsamung auf 6,2% (2016: 6,7%).
Wie gut die Wirtschaft auch in Europa, hier am Beispiel von Deutschland, läuft zeigt die aktuelle Entwicklung in der Baubranche. Dort startet man optimistisch ins neue Jahr und peilt die höchsten Umsätze seit 1995 an. Für Schwung sorgen, dank niedriger Zinsen, der Wohnungsbau und mehr Ausgaben der öffentlichen Hand in die Infrastruktur, wie die Verbände HDB und ZDB in Berlin mitteilten. Die Erlöse dürften um 5% auf 112,2 Milliarden Euro steigen, nach rund 6% im Vorjahr. Sorgen bereitet aber der Fachkräftemangel. Flüchtlinge könnten hier wohl eher keine Abhilfe schaffen. Die Zahl der Beschäftigten soll demnach im Jahresschnitt um 10.000 auf rund 790.000 zulegen. Allerdings stoße der Jobaufbau an seine Grenzen, da die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter 2016 im Schnitt auf 28.000 gesunken sei und damit auf einen historischen Tiefstand. So bezeichneten rund sieben von zehn Firmen den Fachkräftemangel als größtes Risiko für den eigenen Betrieb. Die allgemeine Zuversicht der Firmen beruht auf dem dicksten Auftragspolster seit 1995. Zudem werde der Wohnungsbau mit 7% für kräftig mehr Umsatz sorgen. Trotz abebbender Flüchtlingszahlen gebe es weiter eine starke Zuwanderung nach Deutschland, zudem ziehe es immer mehr Einheimische in Großstädte. Im vorigen Jahr seien etwa 280.000 bis 290.000 Wohnungen fertiggestellt worden, schätzen die Verbände. Für 2017 seien 310.000 bis 320.000 neue Wohnungen zu erwarten. "Damit wird der Bedarf von jährlich mindestens 350.000 Wohnungen weiter deutlich verfehlt", kritisierten Hübner und Loewenstein.
Die Stimmungs-Indikatoren zeigen nach wie vor eine sehr optimistische Erwartungshaltung der US-Anleger an. Jene Bewertungs-Muster, die die Aktienpreise mit der Inflation oder den Renditen am Rentenmarkt in Verbindung setzen, zeigen dagegen noch immer einen gerade noch attraktiv bewerteten US-Aktienmarkt an. Wenn man die Marktbewertung dagegen mit historischen Bewertungen vergleicht, ist der Markt mittlerweile sehr teuer geworden. Das gilt allerdings nicht für die asiatischen Aktienmärkte. Aus unserer Sicht sind diese nach wie vor sehr attraktiv bewertet.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Wir hatten erst kürzlich in allen Vermögensverwaltungs-Varianten (mit Aktienanteil) die Japan-Gewichtung auf stark übergewichtet erhöht.

RENTEN

Das neue Jahr beginnt mit relativ solidem Umfeld: Steigende Aktienmärkte, leicht steigende Renditen, leicht sinkende Risikoaufschläge, erfreuliche Makrodaten die weiter in Richtung Konjunkturerholung stehen. Vor allem in Erinnerung des "verpatzten" Jahresstarts des Vorjahres ein erfreuliches Umfeld - auch wenn reine Nominalveranlagungen bis dato leichte Verluste hinnehmen mussten. In den USA entstanden von der Sentiment-Seite, nach den relativ deutlichen Renditeanstiegen der letzten Monate, Kaufsignale. Diese Situation muss man genau beobachten und auf Chancen "lauern".

Fazit Renten

Noch scheint es zu früh, an der Positionierung etwas zu ändern. Inflationsdaten haben sich zwar zuletzt weiter verbessert, dennoch halten wir weiter an der hohen Gewichtung inflationsgeschützter Anleihen fest: Absolut betrachtet sind die Indexdaten noch meilenweit vom Zielniveau der Notenbank entfernt.

WÄHRUNGEN

Das Pfund-Sentiment ist nach den jüngsten erneuten Kursverlusten des Sterling zum Euro in den Keller gerutscht. EUR/USD hingegen zeigte an den ersten Tagen des neuen Jahres noch keine aussagekräftigen Tendenzen. Erfreulich hingegen ist die Entwicklung bei anderen Dollar-Währungen: Die Devisen Australiens, Kanadas und Neuseelands konnten deutlich zulegen.
Natürlich blicken wir - rein interessehalber - auch einmal über den Tellerrand hinaus: Betrachtet man Emerging Marktes Währungen gegenüber dem US-Dollar so ist auffällig, dass der Russische Rubel der klare Gewinner ist, während der Mexikanische Peso das Schlusslicht markiert. Twitter-Meldungen des "President elect" sind also durchaus geeignet, die Märkte deutlich zu beeinflussen. Beide Währungen befinden sich aber (weit) abseits unseres Universums.

Fazit Währungen

Der US-Dollar ist mit 42% die am stärksten gewichtete Devise, gefolgt vom Kanadischen Dollar, der Norwegischen Krone und dem Schweizer Franken (jeweils ca. 11% Gewichtung).

Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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