Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 18. Januar 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 18. Januar 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
Neutrale GewichtungEnde November/Anfang Dezember 2016 passen wir Mandate, deren Restlaufzeit unter 3,5 Jahre fällt, aktiv nach oben an. Weiterhin sehr besonnene Laufzeiten-Ausrichtung und Fokus auf hervorragende Schuldner.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Starke ÜbergewichtungStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Antizyklische Erhöhung im Februar 2015. Kontinuierliche Laufzeitanpassung nach oben.
Strukturierte
Zinsprodukte
UntergewichtungIm August 2016 (erneut) reduziert, zugunsten von Fremdwährungsanleihen.Dadurch Konzentration der eigentlichen Strategie. Fokus auf Währungs- und Kreditstrukturen. Nutzen von Preisanomalien auch abseits der Kernzone möglich.
Fremdwährungs-
anleihen
ÜbergewichtungIm November 2016 wurde der Cash-Polster voll investiert. Größte Position ist der US-Dollar mit gut 42%, gefolgt vom Kanadischen Dollar, der Norwegischen Krone und dem Schweizer Franken. Einen ganz bewussten Schwerpunkt setzen wir weiterhin bei den Rohstoff-Währungen.
AktienÜbergewichtungWir erhöhen die Gewichtung des Japan-Anteils auf „Stark Übergewichtet“. Japan ist deutlich günstiger bewertet als die US-Börsen. Im Gegenzug reduzieren wir die Regionen USA und Europa. 40% der japanischen Aktien sind gegen Schwankungen des Japanischen Yen abgesichert.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Breit aufgestellt in den Themen Edelmetalle, Energie, Minen, Wasser, Holz, etc. Mai 2016: Reduktion Anteile Bergbau/Minen, Edelmetalle und Energie - Erhöhung der Segmente Wasser, Agribusiness und Holz.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Der Markt ist bezüglich der Gewinnaussichten für die US-Unternehmen außergewöhnlich optimistisch gestimmt. Das liegt vorwiegend an der Annahme, dass Trump die Unternehmenssteuern deutlich senken wird. Standard & Poors geht in einer Studie bei der Umsetzung der Trump-Pläne von einer Gewinnsteigerung der S&P 500 Unternehmen von 13,9% aus. Der Kongress hat weniger weitgehende Pläne, aber auch die von den republikanischen Abgeordneten vorgeschlagenen Steuererleichterungen würden noch immer zu einer Erhöhung der Nach-Steuer-Gewinne von 7,2% führen. Das sind keine kosmetischen Korrekturen, sondern gewichtige politische Weichenstellungen.
Dieser Optimismus zeigt sich natürlich auch in den entsprechenden Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV). Das KGV des S&P 500 Index liegt bei 21,1 und das geschätzte KGV liegt wegen des Gewinnoptimismus deutlich tiefer bei 17,4. Mittelgroße börsennotierte Firmen (sog. Mid Caps) liegen bei einem KGV von 24,6 und einem geschätzten KGV von 20,2. Noch etwas höher sind kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) bewertet. Diese weisen ein KGV von 27,4 und entsprechend ein geschätztes KGV für 2017 von 20,8 auf.
Es gibt viele gute Gründe warum die Unternehmen derzeit im historischen Vergleich relativ hoch bewertet sind. Diese Gründe spiegeln sich auch in den Berichten der Börsenbriefverfasser wider. Die Stimmungsindikatoren sind so weit in den optimistischen Bereich gewandert, dass sie eine Korrektur anzeigen. Aus unserer Sicht dürfte diese Korrektur allerdings nur relativ klein ausfallen. Zudem gehen wir davon aus, dass die asiatischen Börsen, die wir stark übergewichtet haben, in diesem Jahr ein sehr gute Performance ausweisen werden. Nur beispielhaft ist der Markt in Hong Kong mit einem KGV von 12,8 bewertet. Das geschätzte KGV liegt mit 11,6 nicht wesentlich tiefer. Der Markt erwartet also keine zu hohen Gewinnsteigerungen. Eine geringe Erwartungshaltung ist erfahrungsgemäß für die Entwicklung besser als eine überschwänglich hohe.
Wir schätzen das Risiko, dass Trump tatsächlich massive Strafzölle gegen viele asiatische Länder verhängen könnte, als relativ gering ein. Ein globaler Handelskrieg würde allen Beteiligten schaden.
Der US-Arbeitsmarkt ist bereits relativ eng. Falls Trump tatsächlich auf diesem engen Arbeitsmarkt noch zusätzliche Stimulierungsmaßnahmen initiieren sollte, könnte dies in den USA durchaus einen noch stärkeren Wirtschaftsboom auslösen, als dies bereits der Fall ist. Die Hoffnung ist, dass die US-Notenbank weiter vorsichtig agiert und sich mit aggressiven Gegenmaßnahmen zurückhält.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Der Brexit beschäftigt wieder einmal die Anleger. Die britische Premierministerin Theresa May hat im Rahmen einer Grundsatzrede einen 12-Punkteplan vorgestellt, der auf einen "harten" Brexit hindeutet. Rentenanleger lassen sich im Moment von möglichen wirtschaftlichen Folgen nicht aus der Ruhe bringen. Erfreuliche Daten aus der ZEW-Umfrage unterstützen die robuste Risikostimmung gegenüber den neuerlichen politischen Risiken.

Fazit Renten

Hinsichtlich der Schuldnerauswahl und Laufzeitensteuerung bleibt die Positionierung unverändert defensiv. Wir sehen im Zuge der stark angestiegenen Inflationserwartungen Potential für steigende Kapitalmarktzinsen, weshalb eine Durationverlängerung zum jetzigen Zeitpunkt nicht Sinn macht.

WÄHRUNGEN

Theresa May hat dem Britischen Pfund mit ihrer Grundsatzrede eine überraschende Party beschert. Eine Aufwertung um fast 3% gegenüber dem US-Dollar und 2% gegen den Euro zeugen von der kurzfristigen GBP-Euphorie. Anleger schätzen wohl mehr die Klarheit der Wortwahl Mays als ihre inhaltliche Natur. Großer Verlierer ist im Moment der US-Dollar. Eine erste Ernüchterung über die vielleicht doch nicht so ausgereiften Trumpschen Konjunkturpläne sorgen für Verluste gegenüber den anderen großen Leitwährungen.

Fazit Währungen

Die Positionierung hat sich im Wochenvergleich nicht verändert. Der US-Dollar (42%) und der Block der Rohstoffwährungen (35%) bilden die Schwerpunkte.

Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


Haftungsbeschränkung:
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