Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 28. Februar 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 28. Februar 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
Neutrale GewichtungEnde November/Anfang Dezember 2016 passen wir Mandate, deren Restlaufzeit unter 3,5 Jahre fällt, aktiv nach oben an. Weiterhin sehr besonnene Laufzeiten-Ausrichtung und Fokus auf hervorragende Schuldner.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Starke ÜbergewichtungStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Antizyklische Erhöhung im Februar 2015. Kontinuierliche Laufzeitanpassung nach oben.
Strukturierte
Zinsprodukte
UntergewichtungIm August 2016 (erneut) reduziert, zugunsten von Fremdwährungsanleihen.Dadurch Konzentration der eigentlichen Strategie. Fokus auf Währungs- und Kreditstrukturen. Nutzen von Preisanomalien auch abseits der Kernzone möglich.
Fremdwährungs-
anleihen
ÜbergewichtungDer US-Dollar bleibt mit knapp 42% die am stärksten gewichtete Währung gefolgt von der Norwegische Krone, dem Kanadischen Dollar und dem Schweizer Franken mit einer jeweiligen Gewichtung von um die 11%. Die Gewichtung des Britischen Pfund wird zugunsten Euro-naher Währungen reduziert. Aus taktischen Gründen wird innerhalb des US-Dollars die Laufzeit verlängert.
AktienÜbergewichtungWir erhöhen die Gewichtung des Japan-Anteils auf "Stark Übergewichtet". Japan ist deutlich günstiger bewertet als die US-Börsen. Im Gegenzug reduzieren wir die Regionen USA und Europa. 40% der japanischen Aktien sind gegen Schwankungen des Japanischen Yen abgesichert.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Das Segment "Energie" wurde reduziert. Die dadurch freigewordene Liquidität wurde zu gleichen Teilen in die Segmente "Bergbau/Minen" und "Edelmetalle" investiert.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die Gründe für unseren Optimismus gegenüber dem Aktienmarkt sind nach wie vor vorhanden. Besonders Asien schätzen wir unter längerfristigen Gesichtspunkten als hoch attraktiv ein. Die asiatischen Börsen haben in diesem Jahr bereits eine Performance von über 8 Prozent (!) erwirtschaftet. Wir verbleiben in diesem Markt stark übergewichtet. In den USA ist die Gefahr für eine Korrektur im Moment relativ hoch. Zumindest geht dies aus unseren Auswertungen der Stimmungs-Indikatoren hervor. Diese zeigen einen wesentlich zu hohen Optimismusgrad an. Das deutet darauf hin, dass die US-Anleger bereits in großer Mehrheit am US-Aktienmarkt investiert sein könnten.
Der Markt wartet heute mit Hochspannung auf die Rede von US-Präsident Trump vor dem Kongress. Die vorläufigen Budgetplanungen des US-Präsidenten sind der erste Schritt in Verhandlungen zwischen dem Weißen Haus und den einzelnen Bundesbehörden. Weil der Budgetprozess lang und kompliziert ist, wird er normalerweise vom Markt kaum beachtet, das ist dieses Jahr ganz anders. Der Kongress bringt Änderungen ein und muss das Budget absegnen. Trump will das Verteidigungsbudget seines Landes um etwa zehn Prozent oder USD 54 Mrd. anheben. Das ist eine Rekordsumme. Im Gegenzug sollen diese USD 54 Mrd. bei den meisten anderen Ministerien und Regierungsagenturen eingespart werden. "Fast alle werden Einsparungen erleben, mit Ausnahme des Sicherheitsbereichs", hieß es. Allerdings ist aufgrund der Größenordnung der Militärausgaben unklar, wo derart viel Geld eingespart werden könnte. Nach diesem Haushaltsentwurf werde vom Rest der Welt erwartet, die eigene Rolle in einer Reihe derjenigen Programme auszuweiten, in denen sich die USA in der Vergangenheit so generös gezeigt hätten, lautete es weiter. Die Rüstungsausgaben dürften in vielen Teilen der Welt deutlich ansteigen. In Deutschland sollen die geplanten höheren Mehrausgaben für die Verteidigung, durch den BREXIT (EU-Beitrag) und etwaig auch durch eine mögliche US-Grenzsteuer, durch kräftige Steuererhöhungen - in Diskussion stehen der Immobiliensektor und die Kapitalertragssteuer - gegenfinanziert werden.
Trump hat angekündigt dem Kongress heute sein Infrastrukturprogramm, sowie ein höheres Rüstungsbudget erläutern zu wollen. Laut Insidern wird er nicht detailliert auf die versprochenen Steuerreformen eingehen. Trump selbst sagte, zunächst müsse dafür die Zukunft der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama (Obamacare) geklärt werden. Er will sie rückgängig machen. Die Steuerreformen sind aber das, woran die Unternehmen besonders interessiert sind, denn sie hoffen, künftig deutlich weniger an Abgaben für den Staat berappen zu müssen.
In Europa tut sich etwas in Richtung Aufschwung. Die französische Wirtschaft kommt vor der mit Spannung erwarteten Präsidentschaftswahl immer besser in Form. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember wegen kauffreudiger Verbraucher und höherer Investitionen der Unternehmen um 0,4 Prozent zum Vorquartal. Im Sommer war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone lediglich halb so kräftig gewachsen. Die Konsumausgaben legten im Januar um 0,6 Prozent zum Vormonat zu, nachdem sie im Dezember noch um 1,0 Prozent gesunken waren. Ein Grund dafür: Im Schlussvierteljahr wurden so viele Jobs geschaffen wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für Dienstleister und Industrie signalisierte im Februar das kräftigste Wachstum seit fast sechs Jahren. Im Frühjahr wählt Frankreich einen neuen Präsidenten. Zuletzt wuchsen die Chancen des unabhängigen Kandidaten, Emmanuel Macron, Nachfolger von Francois Hollande zu werden. In einer Opinionway-Umfrage baute er in der Stichwahl seinen Abstand zur Kandidatin des rechtspopulistischen Front National, Marine Le Pen, weiter aus. Diese führt zwar in den Umfragen für die erste Runde am 23. April, doch auch hier ist Macron bis auf zwei Punkte herangerückt. Die Wahrscheinlichkeit, das Damokles-Schwert über Europas Märkten, eines Le Pen Sieges hat damit deutlich abgenommen.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Die teilweise erhebliche Spreadausweitung hat sich in der letzten Woche in Europa wieder etwas verringert. Französische 10-jährige Renditen bewegten sich von über einem Prozent auf aktuell 0,87 Prozent zurück. Natürlich spielen hier die anstehenden Präsidentenwahlen eine entscheidende Rolle und Nachrichten dazu bewegen die ausgetrockneten europäischen Märkte stark. Deutsche Anleihen waren in diesem Zusammenhang wieder als Sicherheitspolster vermehrt gefragt, das Renditeniveau ging um mehr als die Hälfte, von 0,48 Prozent auf aktuell 0,21 Prozent, zurück. Die Inflationsrate geht mit 1,8 Prozent im Jänner weiter in Richtung Zielwert der EZB. Diese Entwicklung ist unverändert von den Energiepreisen getrieben. Die Kerninflation liegt derzeit bei 0,9 Prozent, ein starker Anstieg wird hier nicht erwartet. Ganz aktuell fallen die Werte aus Frankreich und Italien ins Auge. Während Italien dem europäischen Trend mit steigender Inflation folgt, erscheint ein Rückgang in Frankreich die dortigen Probleme zu untermauern.

Fazit Renten

An der kurzen Restlaufzeit halten wir in diesem unsicheren Umfeld fest. Die Anleihenmärkte sind sowohl politisch als auch von den Zentralbanken maßgeblich beeinflusst, ein unkalkulierbares Umfeld in dem sich große Risiken auf der Anleihenseite nicht lohnen.

WÄHRUNGEN

Seit Jahresbeginn haben die meisten großen Währungen zum Euro zugelegt. Größter Gewinner war der Australische Dollar, der über 5 Prozent gewann und am oberen Ende seines mehrjährigen Handelskanals abprallte. Einziger Verlierer in der Riege der G10-Währungen ist der US-Dollar, der leicht schwächer notierte. Wie in Europa, gibt es zwei Unbekannte die maßgeblichen Einfluss ausüben: Politische (Trump) und Geldpolitische (Zinspfad der Fed).

Fazit Währungen

Die Positionierung hat sich im Wochenvergleich nicht verändert. Der USD (42%) und der Block der Rohstoffwährungen (32%) bilden die Schwerpunkte.

Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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