Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 27. März 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 27. März 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
Neutrale GewichtungEnde November/Anfang Dezember 2016 passen wir Mandate, deren Restlaufzeit unter 3,5 Jahre fällt, aktiv nach oben an. Weiterhin sehr besonnene Laufzeiten-Ausrichtung und Fokus auf hervorragende Schuldner.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Starke ÜbergewichtungStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Antizyklische Erhöhung im Februar 2015. Kontinuierliche Laufzeitanpassung nach oben.
Strukturierte
Zinsprodukte
UntergewichtungIm August 2016 (erneut) reduziert, zugunsten von Fremdwährungsanleihen.Dadurch Konzentration der eigentlichen Strategie. Fokus auf Währungs- und Kreditstrukturen. Nutzen von Preisanomalien auch abseits der Kernzone möglich.
Fremdwährungs-
anleihen
ÜbergewichtungDer US-Dollar bleibt mit knapp 42% die am stärksten gewichtete Währung gefolgt von dem Kanadischen Dollar und dem Schweizer Franken mit einer jeweiligen Gewichtung von um die 11%. Aus taktischen Gründen wurde Ende Jänner 2017 innerhalb des US-Dollars die Laufzeit verlängert. Der Anteil der Norwegischen Kronen wurde Ende März 2017 um die Hälfte reduziert und die Gewinne mitgenommen.
AktienÜbergewichtungAm 27. März 2017 wurde beschlossen, das Aktiengewicht auf "Neutral" zu reduzieren. Die Schoellerbank Vermögensverwaltung ist seit über fünf Jahren durchgehend "Übergewichtet" oder "Stark Übergewichtet". Wir wollen mit diesem Schritt Gewinne mitnehmen und trockenes Pulver aufbauen, um bei eventuell kommenden Kursrücksetzern schnell reagieren zu können.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Das Segment "Energie" wurde im März 2017 reduziert. Die dadurch freigewordene Liquidität wurde zu gleichen Teilen in die Segmente "Bergbau/Minen" und "Edelmetalle" investiert.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die Vermögensverwaltung der Schoellerbank hatte seit 2012 ununterbrochen die Aktienquote bei den Vermögensverwaltungsvarianten mit Aktienanteil auf "Übergewichtet". Wir sehen nun den Zeitpunkt als gekommen an, die Aktienquote auf "Neutral" zu reduzieren und damit schöne Gewinne mitzunehmen. Dabei vertreten wir nicht die Ansicht, dass wir dunkelrote Warnsignale für die Aktienmärkte aufblinken sehen. Vielmehr hat sich das Chancen-Risikoverhältnis dahingehend verschoben, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur am US-Aktienmarkt mittlerweile gestiegen ist. Eine derartige Korrektur würde aus unserer Sicht auch andere Märkte wie jene in Asien, obschon noch immer unterbewertet, zumindest kurzfristig nach unten ziehen. Derartige Korrekturen, so sie denn tatsächlich eintreten, bieten oft erhebliche Gewinn-Potenziale. Allerdings nur für den Fall, wenn man vorab für entsprechende Liquidität sorgt, um in eine Korrektur hinein kaufen zu können. Das ist eine gewichtige Motivation für uns die Aktienquote zu reduzieren.
Gleichwohl sind wir Aktien auch weiterhin langfristig nicht nur emotional verhaftet. Wir schätzen aus längerfristiger Perspektive weiterhin die Asset-Klasse Aktie als jene mit den besten Renditeaussichten. Das gilt insbesondere für den asiatischen Markt. Asien hat seit Jahresbeginn bereits zweistellige prozentuelle Zuwächse aufzuweisen. Wir nehmen auch in diesem Markt Gewinne mit. Wir glauben, dass die Aktienauswahl unserer Aktienfondsmanager einen Mehrwert gegenüber dem Gesamtmarkt einbringen dürfte. Deshalb reduzieren wir den Schoellerbank All World Dachfonds stärker als den Einzeltitelfonds Schoellerbank Value. Den Schoellerbank Aktienfonds "Währungsgesichert" belassen wir unverändert. Mit dieser Maßnahme fahren wir das US-Dollar-Risiko ebenfalls etwas nach unten. Von den Gewinnmitnahmen ist auch der Rohstoff-Fonds Schoellerbank Global Resources betroffen.
Die Sentiment-Indikatoren zeigten ab der zweiten Woche im Januar Verkäufe an. Durch die jüngsten kleineren Rückgänge hat sich die euphorische Stimmung der US-Anleger wieder etwas eingedämmt. Die extreme Stimmungslage am Jahresanfang spricht gegen ein Anhalten der Aktienrallye, da im Regelfall die meisten US-Investoren bereits am US-Aktienmarkt engagiert sein dürften. Die Auswertung der Sentiment-Indikatoren zeigt uns die neutrale Aktiengewichtung als die derzeit optimale Allokation an. Von der Bewertungsseite scheint die neutrale Ausrichtung der Aktienquote das geeignete Mittel der Wahl zu sein. Trendbasierte Modelle, auf die wir allerdings keinen gesteigerten Wert legen, zeigen weiterhin einen sehr festen Aktienmarkt an.
Die deutsche Wirtschaft steht vor einem kräftigen Frühjahrsaufschwung: Die Stimmung unter ihren Top-Managern erreichte im März überraschend den höchsten Wert seit fast sechs Jahren. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte um 1,2 auf 112,3 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung am Montag zu seiner Umfrage unter 7.000 Führungskräften mitteilte. Die Firmenchefs bewerteten ihre Geschäftslage bereits den siebten Monat in Folge besser, auch die Aussichten für das kommende halbe Jahr schätzen sie optimistischer ein. Besonders in der exportabhängigen Industrie verbesserte sich die Stimmung. "Ein Grund für die sehr gute Entwicklung war eine erneut anziehende Nachfrage", sagte Fuest. In Schwellenländern, wie China und Russland, läuft es wieder besser, aber auch in der Euro-Zone. Allerdings bleiben viele Risiken - von der Wahl in Frankreich mit der starken Rechten Marine Le Pen über die Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien bis hin zu protektionistischen Maßnahmen des wichtigsten deutschen Exportkunden USA unter Präsident Donald Trump. Im Einzelhandel zog die Stimmung ebenfalls an, obwohl die zuletzt gestiegene Inflation an der Kaufkraft der Verbraucher nagt. In der Baubranche zeigte das Barometer angesichts gut gefüllter Auftragsbücher nach oben, wobei die Firmen ihre Lage so gut einschätzten wie noch nie seit 1991. Mehrere Institute hatten ihre Wachstumsprognosen zuletzt angehoben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) etwa setzte sie für 2017 auf 1,4 von 1,2 Prozent herauf. Das wäre zwar weniger als im vergangenen Jahr mit 1,9 Prozent, doch gibt es diesmal weniger Arbeitstage, was einen Teil des Rückgangs erklärt.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil wird von "Übergewichtet" auf "Neutral" reduziert.

RENTEN

In der letzten Woche entwickelten sich die Renditen in Europa weitgehend nach unten. Hintergrund war die zunehmende Unsicherheit über die politischen Entwicklungen dies und jenseits des Atlantik. In Europa dürften weiterhin die anstehenden Wahlen in Frankreich bestimmenden Einfluss haben, da die europakritische Marine Le Pen Chancen auf das Präsidentenamt hat. In den USA mehren sich die Zweifel, ob die wirtschaftsfreundlichen Maßnahmen von Präsident Trump umgesetzt werden können. Immerhin war es ihm letzte Woche nicht gelungen, sein zentrales Wahlkampfversprechen, die Rückabwicklung von Obamacare, in seiner eigenen Partei durchzubringen.

Fazit Renten

Die freien Mittel aus der Aktienreduktion werden in konventionelle Anleihen sowie in inflationsgeschützte Anleihen investiert. Bei konventionellen Anleihen erfolgt die Aufstockung über hochliquide Staatsanleihen. Für inflationsgeschützte Anleihen sprechen unverändert, die zu tiefen Inflationserwartungen, sowie das anhaltende quantitative Engagement der EZB. In reinen Rentenmandaten werden bei Fremdwährungen Gewinne mitgenommen. Im Gegenzug werden, wie bei den gemischten Mandaten, ebenfalls konventionelle und inflationsgeschützte Anleihen aufgestockt.

WÄHRUNGEN

Das Scheitern der Abschaffung von Obamacare im republikanisch geführten Repräsentantenhaus setzte den US-Dollar weiter unter Druck. Seit Jahresbeginn verlor er gegen alle G10 Währungen an Wert, gegenüber dem Euro steht ein Rückgang von über vier Cent auf aktuell 1,088 US-Dollar zu Buche. Der Euro entwickelte sich gegen die meisten Währungen stärker.

Fazit Währungen

Innerhalb der Fremdwährungsquote werden Norwegische Kronen reduziert und Gewinne mitgenommen. Die Liquidität wird vorerst in Euro belassen. In Anleihenmandaten wird die Fremdwährungsquote um fünf Prozent reduziert.

Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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