Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 28. April 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 28. April 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralEnde November/Anfang Dezember 2016 passen wir Mandate, deren Restlaufzeit unter 3,5 Jahre fällt, aktiv nach oben an. Weiterhin sehr besonnene Laufzeiten-Ausrichtung und Fokus auf hervorragende Schuldner.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Antizyklische Erhöhung im Februar 2015. Kontinuierliche Laufzeitanpassung nach oben.
Strukturierte
Zinsprodukte
Untergewichtet Im August 2016 (erneut) reduziert, zugunsten von Fremdwährungsanleihen. Dadurch Konzentration der eigentlichen Strategie. Fokus auf Währungs- und Kreditstrukturen. Nutzen von Preisanomalien auch abseits der Kernzone möglich.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralDer US-Dollar bleibt mit knapp 42% die am stärksten gewichtete Währung gefolgt von dem Kanadischen Dollar und dem Schweizer Franken mit einer jeweiligen Gewichtung von um die 11%. Aus taktischen Gründen wurde Ende Jänner 2017 innerhalb des US-Dollar die Laufzeit verlängert. Der Anteil der Norwegischen Kronen wurde Ende März 2017 um die Hälfte reduziert und die Gewinne mitgenommen.
AktienNeutralAm 27. März 2017 wurde beschlossen, das Aktiengewicht auf „Neutral“ zu reduzieren. Die Schoellerbank Vermögensverwaltung ist seit über 5 Jahren durchgehend „Übergewichtet“ oder „Stark Übergewichtet“. Wir wollen mit diesem Schritt Gewinne mitnehmen und trockenes Pulver aufbauen, um bei eventuell kommenden Kursrücksetzern schnell reagieren zu können.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Das Segment „Energie“ wurde im März 2017 reduziert. Die dadurch freigewordene Liquidität wurde zu gleichen Teilen in die Segmente „Bergbau/Minen“ und „Edelmetalle“ investiert.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die Bilanzsaison in den USA läuft gut: Immerhin haben bislang 78% der im S&P 500 Index notierten Unternehmen die Gewinnerwartungen geschlagen. Nur 16% waren bis jetzt unter den Erwartungen geblieben. Der historische Durchschnitt liegt bei 64% von Firmen, die die Erwartungen schlagen und 21%, die die Gewinnannahmen nicht erfüllen können. Die Ergebnisse im ersten Quartal sind bis jetzt um 11,4% höher ausgefallen als vor einem Jahr. Das ist der höchste Gewinnzuwachs seit Mitte 2011. Der Anstieg wurde in erster Linie durch einen Anstieg der Energiepreise und der Renditen am US-Kapitalmarkt erzielt. Die Rohölpreise haben sich seit ihren im Februar 2016 erreichten zyklischen Tiefstständen mehr als verdoppelt, dies kommt den Energieunternehmen zugute. Die Banken profitierten in erster Linie von dem Renditeanstieg von 1,36% für 10-jährige Staatsanleihen im letzten Sommer.
Die Wahlen in Frankreich sind genauso gelaufen, wie es der Markt erwartet hatte. Dennoch war diese Erwartungshaltung nicht eingepreist und insbesondere der europäische Markt hat unmittelbar nach den Wahlen stark aufgewertet. Der US-Markt auf Euro-Basis liegt heuer mit einem Zugewinn von knapp unter 3% deutlich hinter Europa und erst recht hinter Asien zurück. Die Performance des EuroStoxx 50 liegt seit Jahresbeginn bei etwas über 8%. Der Schoellerbank Dachfonds All Asia weist eine entsprechende Performance von derzeit etwas über 12% auf. Dennoch gibt es aus unserer Sicht noch immer deutliche Bewertungsunterschiede zwischen Asien und den USA, und zwar zugunsten von Asien. Entsprechend verbleiben wir in Asien auf stark übergewichtet. Unsere Aktienpositionierung insgesamt verbleibt zwar auf Neutral, allerdings sind wir innerhalb dieser konservativen Aktienpositionierung entsprechend weit weg von den üblichen Gewichtungen in den großen Aktienindexkörben entfernt. Das hat sich bislang bezahlt gemacht. Wir fühlen uns mit dieser Positionierung sehr wohl.
Die Bewertung der Leitbörse in New York ist nach wie vor im historischen Vergleich ausgesprochen hoch. Robuste historische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die langfristige Performance (hier auf 10 Jahre) bei deutlich überdurchschnittlichen Bewertungen weit unterdurchschnittlich ausfällt und umgekehrt. Bei der Entscheidung über die Höhe des Anteils von US-Aktien am Gesamtportfolio spielt natürlich auch die Entwicklung des US-Dollars eine gewichtige Rolle. Auch die Volatilität ist oftmals in den Sommermonaten, in denen sich viele Anleger im Urlaub befinden, besonders hoch. Aus unserer Sicht ist das bestenfalls ein Aspekt aus der zweiten Reihe, allerdings ist eine neutrale Positionierung nicht nur vor dem Hintergrund der Bewertung sondern auch unter diesem Volatilitätsaspekt angemessen.
Dazu kommt, dass im Januar die Sentiment-Indikatoren einen hohen Optimismusgrad in den USA anzeigten, der auf 12-Monatssicht auf eine schwache Performance des S&P 500 Index hindeuteten. Bislang tendierte der Markt seit diesen Warnsignalen nochmals um etwa ein Prozent fester. Unter diesem Teilaspekt ist es zwar durchaus vernünftig am Markt investiert zu sein, sich aber auch nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Neutral". Am 27. März 2017 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Neutral" reduziert. Mit einer "neutralen" Aktiengewichtung signalisieren wir weiterhin eine langfristig positive Sicht. Übersetzt in ein Vermögensverwaltungsmandat bedeutet dies eine Ausnutzung von 60% der maximal möglichen Aktienquote. Weiterhin starke Akzente setzen wir mit der Region Asien. Eine große Übertreibung ist dort nicht zu erkennen. Die gesamte Region, inklusive Japan, bleibt für uns vielversprechend.

RENTEN

Die Geldpolitik der EZB bleibt weiterhin locker; so war das Fazit nach der Sitzung der europäischen Notenbank vom gestrigen Donnerstag. Es bleibt der Nullleitzins und die Anleihenkäufe in Milliardenhöhe werden zumindest bis Ende des Jahres fortgesetzt. Sollte bis dahin ein überzeugender Aufwärtstrend der Wirtschaft nicht sichtbar sein, könnte die Notenbank den derzeitigen Kurs noch weiter beibehalten. Die wirtschaftliche Erholung sei laut Draghi zunehmend solide. In den USA waren die Steuerpläne des US-Präsidenten Trump das beherrschende Thema diese Woche: Es sollen massive Steuerentlastungen kommen. Wenn diese Vorhaben durchgesetzt werden, könnte dies einen Steuerwettbewerb unter den anderen G-10-Ländern auslösen. Diese Woche waren im Vergleich zur vorangegangenen Woche höhere Renditen im Euroraum zu sehen. Ob es aufgrund der dichteren Datenlage für die nächsten Tage so bleibt, wird abzuwarten sein.

Fazit Renten

Im Anleihensegment ist unsere Positionierung weiter auf inflationsgeschützte Anleihen und konventionelle Anleihen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ca. vier Jahren ausgerichtet.

WÄHRUNGEN

Aufgrund der EZB-Entscheidung die ultralockere Zinspolitik beizubehalten, ging der Euro gegenüber dem US-Dollar leicht schwächer, nachdem er nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Frankreich bis zur Wochenmitte doch deutlich gewinnen konnte. Zulegen konnte der Euro hingegen zum Schweizer Franken, der erstmals seit Juni letzten Jahres wieder beim EUR/CHF-Wechselkurs über 1,08 notierte. Die Aufwärtsbewegung des Britischen Pfund zum Euro ist derzeit etwas ins Stocken geraten.

Fazit Währungen

Der US-Dollar-Anteil bleibt weiter mit ca. 42% gewichtet. Auf den weiteren Plätzen in der Währungsallokation folgen der Kanadische Dollar und der Schweizer Franken.

Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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