Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 12. Mai 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 12. Mai 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralEnde November/Anfang Dezember 2016 passen wir Mandate, deren Restlaufzeit unter 3,5 Jahre fällt, aktiv nach oben an. Weiterhin sehr besonnene Laufzeiten-Ausrichtung und Fokus auf hervorragende Schuldner.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Antizyklische Erhöhung im Februar 2015. Kontinuierliche Laufzeitanpassung nach oben.
Strukturierte
Zinsprodukte
Untergewichtet Im August 2016 (erneut) reduziert, zugunsten von Fremdwährungsanleihen. Dadurch Konzentration der eigentlichen Strategie. Fokus auf Währungs- und Kreditstrukturen. Nutzen von Preisanomalien auch abseits der Kernzone möglich.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralDer US-Dollar bleibt mit knapp 42% die am stärksten gewichtete Währung gefolgt von dem Kanadischen Dollar und dem Schweizer Franken mit einer jeweiligen Gewichtung von um die 11%. Aus taktischen Gründen wurde Ende Jänner 2017 innerhalb des US-Dollar die Laufzeit verlängert. Der Anteil der Norwegischen Kronen wurde Ende März 2017 um die Hälfte reduziert und die Gewinne mitgenommen.
AktienNeutralAm 27. März 2017 wurde beschlossen, das Aktiengewicht auf „Neutral“ zu reduzieren. Die Schoellerbank Vermögensverwaltung ist seit über 5 Jahren durchgehend „Übergewichtet“ oder „Stark Übergewichtet“. Wir wollen mit diesem Schritt Gewinne mitnehmen und trockenes Pulver aufbauen, um bei eventuell kommenden Kursrücksetzern schnell reagieren zu können.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Das Segment „Energie“ wurde im März 2017 reduziert. Die dadurch freigewordene Liquidität wurde zu gleichen Teilen in die Segmente „Bergbau/Minen“ und „Edelmetalle“ investiert.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Das Wachstum in den USA war die letzten sechs Monate mit nur 1,4% ziemlich schwach. Riskiert die FED mit einer erneuten Zinserhöhung eine noch schwächere Entwicklung? Warum ist das auch für die Börse wichtig? Weil Rezessionen zu heftigen Bärenmärkten an den Börsen führen können und die US-Wirtschaft sich nun schon ungewöhnlich lange Zeit in einem Aufschwung befindet. Aus den jüngsten Zahlen lässt sich eine gewisse Entwarnung ableiten: Es sieht nicht nach einer rezessiven Entwicklung der US-Wirtschaft aus. Eine Zinserhöhung im Juni wäre verkraftbar. Die Wirtschaft war schwach, aber eine Komponente ist auffällig stark gewesen: Die Investments. Diese haben eine gewichtige Vorlauffunktion. Die Arbeitsmarktdaten verbessern sich für gewöhnlich nach steigenden Investments. Eine Rezession droht den USA wohl vorerst nicht, zumindest ist das unwahrscheinlich. Auch in Europa läuft die Wirtschaft gut. Aufgrund der FED-Politik und dem Konjunkturverlauf könnte die EZB schon alsbald ihr Wording in Bezug auf den Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung ändern.
Europas Börsen haben seit Jahresbeginn eine starke Performance von ca. 10% zu verzeichnen. Das lag vor allem an der großen Erleichterung der Anleger, dass sich in Frankreich mit Macron ein wirtschafts- und europafreundlicher Politiker durchgesetzt hat. Die Angst vor Marine Le Pen saß den Anlegern offenbar tief in der Seele. Die USA haben bislang im internationalen Vergleich mit einer Performance von knapp 3% (Euro) enttäuscht. Wir halten an unserer Positionierung, den US-Markt auf stark untergewichtet zu behalten, dennoch fest. Wir gehen davon aus, dass diese unterschiedlichen Bewegungen noch nicht ihren Abschluss gefunden haben. Japan ist zwar mit einer Performance von 3,5% seit Jahresbeginn besser als der US-Markt, allerdings sehen wir in Japan nicht nur das Land der aufgehenden Sonne, sondern auch das Land der aufgehenden Börse. Für besonders attraktiv halten wir auch den asiatischen Bereich über Japan hinaus. Wir bleiben auch hier bei unserer Ländergewichtung stark übergewichtet und fühlen uns durch eine atemberaubende Performance des Bereiches Asien seit Jahresbeginn von über 13 Prozent bestätigt.
Die Börsen in Asien sind trotz einer sehr guten Kursentwicklung aus unserer Sicht auch weiterhin günstig bewertet. Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Börse in Süd-Korea ist beispielhaft noch einstellig, in Hong Kong bezahlen Anleger den 12,5 fachen Gewinn. Natürlich gibt es immer Gründe warum Kurse dort notieren wo sie notieren. So machen sich die Anleger beispielsweise Sorgen um den Immobilienmarkt in China, um die dortigen Wachstumsraten sowie die recht stark steigende Verschuldung. Auch die merkwürdige Politik der nordkoreanischen Regierung und mögliche Handelsbeschränkungen mit den USA verunsichern die Anleger. Wir halten die damit zusammenhängenden Ängste der Anleger, zumindest was die Entwicklung der Börsen in Asien angeht, für übertrieben. An der Börse geht es vorwiegend um zwei Faktoren, wie hoch ist der Preis den man für die Unternehmen zahlen muss - günstig wie wir in diesem Fall meinen und wie sieht die weitere Gewinnentwicklung aus? Die Gewinne namhafter asiatischer Konzerne, darunter Weltmarktführer, befinden sich auf Rekordniveau. Wir sehen die dortige Gewinn-Entwicklung weiterhin positiv.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Neutral". Am 27. März 2017 haben wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Neutral" reduziert. Mit einer "neutralen" Aktiengewichtung signalisieren wir weiterhin eine langfristig positive Sicht. Starke Akzente setzen wir weiter mit der Region Asien. Die gesamte Region, inklusive Japan, bleibt für uns vielversprechend.

RENTEN

Die politische Unsicherheit bzgl. der Präsidentenwahl in Frankreich ist vorbei - Macron hat klar gewonnen und dem Populismus von Marine Le Pen und vielleicht auch dem von anderen europäischen Politikern ist vorerst eine Absage erteilt worden. Der Risk-Off-Modus infolge des Wahlausgangs war auch an den Märkten zu sehen. Die Bundrenditen sind nach der Wahl angestiegen und befinden sich derzeit in einer Seitwärtsbewegung. Wenn die konjunkturelle Entwicklung an den Rentenmärkten besser widergespiegelt wird (als es derzeit der Fall ist), sollten die Renditen in den nächsten Monaten eigentlich noch stärker zulegen können.

Fazit Renten

Im Anleihensegment bleibt das Hauptaugenmerk auf konventionellen Anleihen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ca. vier Jahren und inflationsgeschützten Anleihen derzeit bestehen.

WÄHRUNGEN

An den Währungsmärkten hatte zuletzt der schwache Schweizer Franken die auffälligste Bewegung. Die Eidgenossen seufzen erleichtert auf; die Hoffnung, dass die Währung ihre derzeitige Schwäche zum Euro fortsetzt und somit die Attraktivität, vor allem für die Exportindustrie, steigern würde, ist hoch. Die Franken-Schwäche hängt wahrscheinlich mit dem derzeitigen Risk-Off-Modus an den Märkten zusammen. Der US-Dollar dümpelt zum Euro in engen Bahnen, abgesehen vom kurzen Ausreißer des Euros nach oben infolge der Kür Macrons zum französischen Präsidenten. Die Rohstoffwährungen notierten zuletzt wieder etwas stärker gegenüber dem Euro.

Fazit Währungen

Der US-Dollar-Anteil ist in der Währungsallokation mit etwas mehr als 41% gewichtet. Es folgen Kanadischer Dollar und der Schweizer Franken mit einem Anteil von jeweils über 10%.

Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


Haftungsbeschränkung:
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