Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 31. Mai 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 31. Mai 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralEnde November/Anfang Dezember 2016 passen wir Mandate, deren Restlaufzeit unter 3,5 Jahre fällt, aktiv nach oben an. Weiterhin sehr besonnene Laufzeiten-Ausrichtung und Fokus auf hervorragende Schuldner.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Antizyklische Erhöhung im Februar 2015. Kontinuierliche Laufzeitanpassung nach oben.
Strukturierte
Zinsprodukte
Untergewichtet Im August 2016 (erneut) reduziert, zugunsten von Fremdwährungsanleihen. Dadurch Konzentration der eigentlichen Strategie. Fokus auf Währungs- und Kreditstrukturen. Nutzen von Preisanomalien auch abseits der Kernzone möglich.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralIm März 2017 wurden Gewinne mitgenommen und die Fremdwährungsquoten reduziert. Die Reduktion betrug in reinen Rentenmandaten 1/3, in gemischten Mandaten etwa 1/5. Der US-Dollar bleibt mit knapp 42% die am stärksten gewichtete Währung gefolgt von dem Kanadischen Dollar und dem Schweizer Franken mit einer jeweiligen Gewichtung von um die 11%. Der Anteil der Norwegischen Kronen wurde Ende März 2017 um die Hälfte reduziert, auch hier wurden Gewinne mitgenommen.
AktienNeutralAm 27. März 2017 wurde beschlossen, das Aktiengewicht auf „Neutral“ zu reduzieren. Die Schoellerbank Vermögensverwaltung ist seit über 5 Jahren durchgehend „Übergewichtet“ oder „Stark Übergewichtet“. Wir wollen mit diesem Schritt Gewinne mitnehmen und trockenes Pulver aufbauen, um bei eventuell kommenden Kursrücksetzern schnell reagieren zu können.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Das Segment „Energie“ wurde im März 2017 reduziert. Die dadurch freigewordene Liquidität wurde zu gleichen Teilen in die Segmente „Bergbau/Minen“ und „Edelmetalle“ investiert.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Europas Aktienmärkte laufen in diesem Jahr gegenüber dem US-Aktienmarkt gut. Allerdings haben Europas Märkte einen hohen Aufholbedarf. So kann die Wall Street seit dem zyklischen Tief in der Finanzkrise 2009 auf eine in etwa doppelt so hohe Performance zurückblicken wie der europäische Aktienmarkt. Allerdings läuft auch die Gewinnentwicklung bei den US-Unternehmen seither deutlich besser. Durch die jüngste Rally in Europa, die sicherlich auch viel mit der Erleichterung der Anleger zu tun hat, dass es zu keinem Sieg einer radikalen Partei in Frankreich gekommen ist, hat die Bewertung europäischer Aktien zugenommen. Die Bewertungsrelationen liegen damit momentan im oberen Drittel der historischen Bandbreite. Das schmälert die mittel- bis langfristigen Performance-Aussichten dieses Marktes.
Auch wenn der asiatische Aktienmarkt jüngst etwas an Performance eingebüßt hat, ist der Vorsprung seit Jahresbeginn gegenüber der US-Börse - auch gegenüber dem gut gelaufenen europäischen Markt - noch immer ausgeprägt. Wir glauben, Asien hat nach wie vor deutlich bessere Performanceaussichten als alle anderen Börsenschauplätze.
Die Stimmungs-Indikatoren befinden sich derzeit in einem weitgehend neutralen Bereich. Modelle, die das historische Korrektur-Risiko einschätzen (zusammengesetzt aus Sentiment-, Bewertungs- und monetären Indikatoren, sowie Indikatoren welche die Marktbreite betreffen und untergewichtet auch technische Indikatoren) zeigen erstmals in diesem Jahr ein erhöhtes Rückschlag-Risiko - allerdings nur für einen relativ kleinen Rücksetzer - für die US-Börse an. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Neutral".
Die Konjunktur läuft international weiterhin recht gut. Für die Börse ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass die großen Ökonomien nicht in eine Rezession rutschen. Danach sieht es nicht aus. Die Frühjahrsbelebung hat im Mai die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland unter die Marke von 2,5 Millionen gedrückt. Das sind 166.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Die sogenannte Unterbeschäftigung, die ein umfassenderes Bild als die Arbeitslosenzahl gibt, sank im Vorjahresvergleich dagegen nicht so stark wie die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass darin mehr Flüchtlinge in Fördermaßnahmen berücksichtigt sind. Eine starke Nachfrage aus dem Ausland hat Japans Industrie zur kräftigsten Steigerungsrate seit fast sechs Jahren verholfen. Die Firmen haben im April vier Prozent mehr hergestellt als noch im März. Zudem ist die Produktion inzwischen so hoch wie seit Oktober 2008 nicht mehr. Der Trend zeigt weiter nach oben. Die Konjunktur in China zeigt sich weiter robust. Der veröffentlichte offizielle Industrie-Einkaufsmanagerindex für Mai lag mit 51,2 Punkten gleichauf mit dem Wert des Vormonats und damit deutlich oberhalb der 50-Punkte-Marke, die Wachstum signalisiert. Die US-Verbraucher haben zu Beginn des zweiten Quartals wieder mehr Geld ausgegeben. Dies signalisiert eine anziehende Inlandskonjunktur, die wiederum den Weg für eine Zinserhöhung im Juni der US-Notenbank freimachen könnte. Der private Konsum stieg im April um 0,4 Prozent zum Vormonat und damit so kräftig wie seit Dezember nicht mehr. Der private Konsum in den USA steht für gut zwei Drittel der Wirtschaftskraft und ist damit eine tragende Säule der Konjunktur. Allerdings haben die US-Wirtschaftsdaten in letzter Zeit in Summe eher negativ überrascht. Insofern geht die US-Notenbank ein gewisses Risiko ein, wenn sie im Juni tatsächlich die Zinsen erhöht, mit diesem Schritt zu einer Abschwächung der Konjunktur möglicherweise beizutragen.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Neutral". Am 27. März 2017 haben wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Neutral" reduziert. Mit einer "neutralen" Aktiengewichtung signalisieren wir weiterhin eine langfristig positive Sicht. Starke Akzente setzen wir weiter mit der Region Asien. Die gesamte Region, inklusive Japan, bleibt für uns vielversprechend.

RENTEN

Die Großwetterlage passt sich immer mehr der Jahreszeit an. Freundliche Konjunkturdaten, steigende Kreditvergabe im privaten Sektor und eine gute Stimmung der nationalen Geschäftsklimaindizes bringen die EZB in immer größere Bedrängnis ihre ultralockere Geldpolitik zu überdenken. Gleichzeitig zeichnet sich für Mai eine etwas rückläufige Inflation ab. Der herbeigesehnte überzeugende Aufwärtstrend ist jedenfalls noch nicht erkennbar. Dies nimmt wiederum etwas Handlungsdruck von der EZB. Die Renditen verbleiben vorerst in einer relativ engen Handelsspanne.

Fazit Renten

Im Anleihensegment bleibt angesichts der unveränderten Vorzeichen alles beim Alten: Inflationsgeschützte Anleihen und konventionelle Anleihen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ca. vier Jahren bilden das Hauptsegment in unserer Anlagepolitik.

WÄHRUNGEN

Die ausgemachte nächste US-Zinserhöhung im Juni hilft dem US-Dollar im Moment nicht. Das Überraschungspotential ist einfach nicht mehr gegeben. Anders die Einschätzung der Marktteilnehmer in der Eurozone. Hier ist man bezüglich einer raschen Zinswende wahrscheinlich zu optimistisch. Dem Euro verleiht das Flügel - die Gemeinschaftswährung hat gegenüber dem US-Dollar seit Anfang April um mehr als 5% zugelegt.

Fazit Währungen

Der US-Dollar Anteil bleibt weiter mit knapp 41% gewichtet. Die Rohstoffwährungen bilden zusammen etwa 29% der Währungsallokation ab.

Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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