Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 24. August 2017

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 24. August 2017)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralNiedrige Zinsen und geringe Risikoaufschläge gebieten eine kurze Laufzeit (etwa 4 Jahre) und die Konzentration auf hervorragende Schuldnerbonitäten.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetStaatsanleihen aus der Kernzone Europas, sowie Privatplatzierungen mit additiven und multiplikativen Strukturen. Die Laufzeit ist deutlich länger als bei konventionellen Anleihen, um mit „Hebel“ von Inflationsanstiegen zu profitieren.
Strukturierte
Zinsprodukte
Untergewichtet Durch Reduktion des Volumens erfolgte eine Konzentration der eigentlichen Strategie. Der Fokus liegt aktuell auf Währungs- und Kreditstrukturen.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralIm März 2017 wurden Gewinne mitgenommen und die Fremdwährungsquoten reduziert. Die Reduktion betrug in reinen Rentenmandaten 1/3, in gemischten Mandaten etwa 1/5. Der US-Dollar bleibt mit knapp 40% die am stärksten gewichtete Währung gefolgt von dem Kanadischen Dollar und dem Schweizer Franken mit einer jeweiligen Gewichtung von um die 11%. Der Anteil der Norwegischen Kronen wurde Ende März 2017 um die Hälfte reduziert, auch hier wurden Gewinne mitgenommen.
AktienNeutralAm 27. März 2017 wurde beschlossen, das Aktiengewicht auf „Neutral“ zu reduzieren. Die Schoellerbank Vermögensverwaltung war seit Jänner 2012 durchgehend „Übergewichtet“ oder „Stark Übergewichtet“. Mit dieser Gewinnmitnahme wurde Liquidität aufgebaut, um bei eventuell kommenden Kursrücksetzern schnell reagieren zu können.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Das Segment „Energie“ wurde im März 2017 reduziert. Die dadurch freigewordene Liquidität wurde zu gleichen Teilen in die Segmente „Bergbau/Minen“ und „Edelmetalle“ investiert.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea sowie der Terroranschlag in Barcelona vergangene Woche hat die Börsen dies- wie jenseits des Atlantiks bzw. in Asien kurzzeitig unter Druck gebracht. Insgesamt herrschte aber wenig Bewegung. Nach der neuerlichen Rekordjagd scheinen sich die Marktteilnehmer eine Verschnaufpause zu gönnen. Allerdings mehren sich auch die Stimmen, die auf Basis verschiedener Indikatoren vor einer Überhitzung vor allem des US-Aktienmarktes warnen. Dementsprechend steht für die Anleger aktuell wieder mehr die Sicherheit im Vordergrund. Positiv hervorzuheben ist die Region Japan, wo wir derzeit einen Schwerpunkt bei der Veranlagung setzen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Japans ist auf das Jahr hochgerechnet um 4% gestiegen. Damit beschleunigte sich das Wachstum deutlich und fiel höher aus als erwartet. Das war das sechste Quartal in Folge, in dem das BIP anzog.


Der Fokus der Märkte liegt wieder auf unmittelbaren Einflussfaktoren. Beispielsweise ob die von US-Präsident Donald Trump schon lange angekündigten Steuererleichterungen für Unternehmen in absehbarer Zeit Realität werden könnten. Laut Gerüchten steht eine Einigung mit republikanischen Kongressabgeordneten über die geplante Reform bevor. Eine Ankündigung soll in Kürze folgen. Allerdings bleibt der starke Mann im Weißen Haus weiterhin unberechenbar: So schlug er vor kurzem während einer Parteiveranstaltung wieder deutlich schärfere Töne an und drohte mit einem "Shutdown" des amerikanischen Verwaltungsapparates. Wieder einmal stehen die Vereinigten Staaten am Rande der (technischen) Zahlungsunfähigkeit, sollte dem Kongress bis Ende September nicht gelingen, die staatliche Schuldenobergrenze anzuheben. Bereits seit dem Frühjahr läuft der staatliche Verwaltungsapparat im "Notfallmodus".


In der abgelaufenen Berichtssaison konnten die Unternehmen Großteils wieder mit starken Zahlen aufwarten. In Anbetracht der schon prominenten Bewertungen, vor allem von US-Aktien, ist dies ein positives Signal und eine Bestätigung, dass Aktien als Investment in der aktuellen Konstellation alternativlos sind. Die Sentiments sind nach den eingangs erwähnten geopolitischen Vorkommnissen wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen. Interessant ist vor allem, dass die Anzahl der Bullen so tief wie vor der US-Präsidentenwahl im November 2016 liegt.


Im Oktober jährt sich der Crash von 1987 zum dreißigsten Mal. Damals war die relativ neue "Entdeckung" der Portfolio Versicherung ein maßgeblicher Faktor für das Ausmaß des Kursrückgangs. Parallelen bei Wirtschaft, Inflation und Sentiment können sicher gefunden werden. Wie wir aber wissen, wiederholt sich die Vergangenheit nicht. Trotzdem bleiben Warnzeichen bestehen, die uns dieses Jahr bewogen haben die Aktienquote auf "Neutral" zu senken. Damit haben wir Liquidität, um überraschende Kursrückgänge für Zukäufe zu nutzen.


Der Ölpreis bewegt sich seit einigen Monaten in einem überschaubaren Seitwärtsband. Das hat Energieaktien aber nicht davon abgehalten weiter zu fallen. Energie ist damit der mit Abstand schlechteste Sektor des MSCI Weltaktienindex. Die Nase vorne hat übrigens - ebenfalls mit großem Abstand - der Sektor Informationstechnologie.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Neutral". Am 27. März 2017 haben wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Neutral" reduziert.

RENTEN

Die Sägezahn-Bewegungen des letzten Jahres setzen sich an den Rentenmärkten weiter fort, aktuell bewegen sich die Kurse nach oben. Schleichend macht sich so etwas wie Risikoscheu breit: Aktienmärkte tendieren im besten Fall seitwärts, schwankungsarme Anlagen wie Anleihen erfreuen sich wieder größerer Beliebtheit. Die Puzzlesteine zu diesem Gesamtbild sind die jüngsten Terroranschläge in Europa, das teilweise chaotische Vorgehen der Briten bei den Brexit-Verhandlungen, aber auch das Säbelrasseln im Konflikt der USA mit Nordkorea. Auf die Inflationserwartungen wirkten sich diese Umstände bis dato nur gering aus, die Rückgänge hielten sich in Grenzen.

Fazit Renten

Trotz der vorsichtig kurzen Restlaufzeit in den Mandaten der Schoellerbank konnten die konventionellen Anleihen in den vergangenen Tagen zulegen. Auch die hoch gewichteten inflationsgeschützten Anleihen brachten in den vergangenen Tagen positive Beiträge.

WÄHRUNGEN

Mit einem Ansteigen der Energiepreise sind auch die klassischen Rohstoffwährungen zuletzt angestiegen. An der Spitze steht der Kanadische Dollar, aber auch die Kronenwährungen Skandinaviens entwickelten sich gut. Weiter nachhaltig schwach blieb vor allem das Britische Pfund. Auch der US-Dollar konnte gegenüber dem Euro nicht zulegen.

Fazit Währungen

An der Positionierung wurde zuletzt keine Veränderung vorgenommen: Nach der höchsten Gewichtung - dem US-Dollar mit knapp 40% - folgt bereits der Kanadische Dollar mit knapp 11%. Auch andere Rohstoffwährungen wie die nordischen Kronenwährungen und der Australische Dollar bleiben im Portfolio prominent vertreten.



Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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