Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 22. Mai 2018

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 15. Mai 2018)

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Schoellerbank Markteinschätzung146 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp 4 Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralNach einem schwierigen 2017 feiern Fremdwährungen 2018 gerade ein come-back. Wir haben den US-Dollar Anteil zu Gunsten des Renminbi (gut 10%) reduziert. Auch Rohstoffwährungen bleiben weiter ein wichtiger Teil der Strategie.
AktienÜbergewichtetAm 02. Mai 2018 hat die Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf „Übergewichtet“ zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgt vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote werden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die Weltwirtschaftlich läuft nicht auf vollen Touren, aber sie läuft ganz gut. Nach der Schwächephase im Winter dürfte die deutsche Wirtschaft laut Bundesbank im Frühjahr ein höheres Wachstumstempo anschlagen. Sie verweist in ihrem Monatsbericht darauf, dass der Sondereffekt der überdurchschnittlich schweren Grippewelle ausläuft, der die Wirtschaftskraft zu Jahresbeginn gedrosselt hatte. Zudem geht die Bundesbank davon aus, dass der Staat mit seinen Ausgaben im zweiten Quartal wieder stärker zum Wachstum beitragen wird. Gute Perspektiven biete auch "die sehr günstige" Auftragslage in der Industrie. Zudem dürften die Exporte nach dem jüngsten Dämpfer wieder besser laufen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März nur noch um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu - ein kleineres Plus gab es zuletzt vor drei Jahren. Dennoch erwarten weder Ökonomen noch Regierung ein baldiges Ende des Konjunkturbooms. Japan liefert im Handelsstreit mit den USA neue Munition für US-Präsident Trump. Der Überschuss im Handel mit den Vereinigten Staaten stieg im April um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März war der Handelsüberschuss noch um 0,3 Prozent zurückgegangen. Trump sind die Handelsdefizite seines Landes ein Dorn im Auge. Er setzt die großen Handelspartner mit neuen Zöllen oder mit der Androhung solcher Abgaben unter Druck. Während die EU von den jüngst eingeführten US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte noch bis zum 1. Juni ausgenommen ist, sind japanische Firmen davon bereits betroffen. Japan könnte seinen Handelsüberschuss etwa durch verstärkte Rüstungskäufe in den Vereinigten Staaten reduzieren. Dies hatte Trump bereits im vergangenen Jahr gefordert. Auch der Überschuss der EU im Handel mit den USA ist zuletzt gewachsen. Die US-Firmen haben ihre Produktion im April erneut gesteigert. Sie stellten 0,7 Prozent mehr her als im Vormonat. Allerdings wurden die Ergebnisse von drei der vergangenen vier Monate teils deutlich nach unten korrigiert, was den Zuwachs etwas relativiert. Die Industrie allein - ohne Versorger und Bergbau - kam im April auf ein unterdurchschnittliches Plus von 0,5 Prozent. Das passt zu den Umfragen unter Managern, wonach sich das Tempo des Aufschwungs zuletzt verlangsamt hat. Sie machen dafür steigende Rohstoffpreise mitverantwortlich. Insgesamt ist die weltgrößte Volkswirtschaft derzeit gut in Form. Der Internationale Währungsfonds hob kürzlich seine Wachstumsprognosen für 2018 und 2019 um jeweils 0,2 Punkte an - auf 2,9 Prozent und 2,7 Prozent. Die FED dürfte wegen der guten Konjunktur und steigender Inflation in diesem Jahr voraussichtlich noch zwei Mal ihren Leitzins erhöhen. Für die Weltaktienmärkte sind Rezessionen im Regelfall mit Kursverlusten verbunden. Von einer Rezession ist allerdings in den großen Weltwirtschaftsgebieten von den vorlaufenden Indikatoren noch nichts zu sehen. Eine kleine Warnung kommt diesbezüglich vom US-Bondmarkt. Noch können Aktienanleger die Wirtschaftsentwicklung aus unserer Sicht aber gelassen sehen. Viele Sentiment-Indikatoren, die historisch eher auf kurzfristige Marktbewegungen abzielen, zeigen derzeit einen sehr optimistischen Markt an. Dagegen befinden sich jene Indikatoren, die für uns eine wesentlich höhere Bedeutung haben auf einem weitgehend neutralen Bereich. Die Bewertung des Aktienmarktes, einschließlich der Wall Street, spricht aus unserer Sicht klar für Aktien. Die Berichtssaison läuft sogar noch besser als dies die ohnehin bereits hohe Erwartungshaltung des Marktes nahe legte. Die Renditen für US-Unternehmensanleihen im Investment-Grade Bereich mit Laufzeiten von fünf Jahren sind seit September von 2,5% auf mittlerweile 3,7% nach oben geschossen. Auch die Staatsanleihen-Rendite für 10-jährige Laufzeiten ist auf über 3% angestiegen. Auf diesen Levels ist das für die Aktienmärkte noch kein wesentliches Problem, allerdings behalten wir die weitere Entwicklung in diesem Sektor natürlich genau im Auge.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Am 02. Mai 2018 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe von "Neutral" auf "Übergewichtet" erhöht.

RENTEN

Ganz Europa blickt auf Italien. Das ambitionierte Regierungsprogramm scheint die Marktteilnehmer zu verunsichern. 10-jährige italienische Staatsanleihenrenditen sind in den letzten 2 Wochen um 0,50% gestiegen. Im Zuge dieser Entwicklung mussten alle risikobehafteten Anleihensegmente Federn lassen. Anleihen erster Güte erfreuen sich hingegen großer Nachfrage.

Fazit Renten

Unsere vorsichtige Emittentenauswahl gibt uns in der aktuellen Marktphase recht. Auch wenn wir nicht von einer nachhaltigen negativen Bewegung an den Kreditmärkten ausgehen, so fühlen wir uns dennoch im qualitativ hochwertigen Bereich mit moderaten Laufzeiten am wohlsten.

WÄHRUNGEN

Das Umfeld für den Dollar bleibt mit steigenden US-Renditen weiterhin freundlich. Sehr robuste realwirtschaftliche Daten und überraschend positive Stimmungsindikatoren unterstützen das Momentum für US-Dollar. Der Euro war in der letzten Handelswoche nicht nur gegenüber dem US-Dollar im Hintertreffen. Beinahe alle globalen Leitwährungen werteten gegenüber der Gemeinschaftswährung auf. Ein Trend der sich schon seit Jahresbeginn abzeichnet.

Fazit Währungen

Die aktuelle Positionierung bleibt unverändert. Der Dollar-Block (USD, CAD, NZD, HKD, CNY, CAD und AUD) bildet mit 69,5% eine überwiegende Mehrheit.




Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
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Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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