Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 13. Juni 2018

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 13. Juni 2018)

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Schoellerbank Markteinschätzung143 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp 4 Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralNach einem schwierigen 2017 feiern Fremdwährungen 2018 gerade ein comeback. Wir haben den US-Dollar Anteil zu Gunsten des Renminbi (gut 10%) reduziert. Auch Rohstoffwährungen bleiben weiter ein wichtiger Teil der Strategie.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 hat die Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf „Übergewichtet“ zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgt vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote werden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Der Chef der Welthandelsorganisation WTO sieht erste Anzeichen einer weltwirtschaftlichen Talfahrt als Folge des US-Konflikts mit wichtigen Handelspartnern. "Wenn es zu einer Eskalation im Handelsstreit kommt, droht ein weltweiter Abschwung", sagte er. "Und wir sehen bereits Anzeichen, dass dieser Abwärtsprozess begonnen hat". Bei Investitionen und Einkaufsverhalten der Firmen bestehe schon Zurückhaltung. Sollte es zu einem Handelskrieg kommen, würde Deutschland als stark exportorientiertes Land besonders leiden. "Es wird dann keine Insel geben, die davor geschützt ist", warnte er. Den Vorwurf von US-Präsident Trump, die USA werde im weltweiten Handel massiv von ihren Partnern benachteiligt, wies der WTO-Chef zurück. Die Idee von Trump, alle Handelsbarrieren zwischen den sieben führenden Wirtschaftsmächten abzubauen, nannte er "eine gute Sache". Die Hoffnung besteht weiterhin, dass die Staatschefs diese Idee weiterverfolgen. Die Position von Trump, die USA könnten keinen Handelskrieg verlieren, weil sie gegenüber den Europäern ein hohes Handelsdefizit haben ist von der fachlichen Seite nicht nachvollziehbar. Die Leistungen von Unternehmen wie Apple, Google oder Amazon scheinen in der Handelsbilanzstatistik nicht auf. Die sog. Leistungsbilanz enthält nicht nur den reinen Waren-, sondern auch den Dienstleistungsverkehr und die darauf entfallenen Geldrückflüsse in die beteiligten Länder. Nach den eigenen Zahlen der Amerikaner steht unter dem Strich der Leistungsbilanz ein Plus von EUR 14 Mrd. (!) im gesamten Wirtschaftsverkehr zwischen den USA und den Europäern.


Die langfristigen Sentiment-Indikatoren sprechen nach wie vor gegen Investments am US-Aktienmarkt. Die Aktiengewichtung der US-Haushalte ist so stark angestiegen, dass in einer modellhaften Betrachtung (alle anderen Faktoren ausgeklammert) der US-Aktienmarkt nur eine Renditeerwartung über zehn Jahre von etwa einem Prozent aufweist. Das ist gegenüber dem langfristigen Durchschnitt von 10 Prozent sehr wenig und auch gegenüber der Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen von knapp 3 Prozent nicht attraktiv. Allerdings gleichen seit einigen Jahren die US-Unternehmen die immer mehr fehlenden Aktienkäufe aus dem privaten Lager aus. Die Firmen haben ausreichend liquide Mittel (derzeit über USD 2,7 Billionen) um auch weiterhin kräftig netto am Markt Aktien zurück zu kaufen. Fakt ist, dass der US-Aktienmarkt seit Jahresbeginn eine herausragende Performance von etwa 6,5 Prozent erzielt hat, während Japan bei 5 Prozent steht, was ebenfalls ein sehr guter Wert ist (Angaben auf Euro-Basis). Enttäuscht haben bis dato die europäischen Börsen mit einem Minus von 0,8 Prozent.


Die Bewertung am US-Aktienmarkt ist okay. Auf Basis der geschätzten Gewinne für 2019 des S&P 500 Index von USD 175 ergibt sich ein KGV von 15,9. Das entspricht ziemlich genau dem 30-Jahres-Durchschnittswert. Angesichts einer Rendite von um die 3 Prozent für zehnjährige US-Staatsanleihen erachten wir diese Gewinn-Bewertung als attraktiv.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Am 2. Mai 2018 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe von "Neutral" auf "Übergewichtet" erhöht.

RENTEN

Viel wurde im Vorfeld vom Treffen der beiden Staatsführer mit den eigenwilligen Frisuren erwartet, bislang hat sich das Marktgeschehen in dieser Woche aber relativ entspannt gezeigt. Spannender wird es vermutlich heute Abend werden, wenn die US-Notenbank zu Beratungen zusammentrifft und eine wahrscheinliche Anhebung des Leitzinses bekannt gibt. Dank der robusten US-Konjunktur könnten weitere Zinsschritte noch in diesem Jahr signalisiert werden. Weitere Markteinflüsse könnten vom morgigen EZB-Treffen ausgehen, denn ein Ende der Anleihenkäufe im Euroraum rückt immer näher.

Fazit Renten

Qualitativ hochwertige Schuldner sind in der Schoellerbank gefragt - dieses Segment wollen wir auch in Zukunft nicht ändern. Gerade wenn die Volatilität und Unsicherheit im Markt zunimmt, bewährt sich diese lang gelebte Praxis.

WÄHRUNGEN

Die Auswirkungen des Gipfeltreffens zwischen Donald Trump und Kim Jong-Un auf den Devisenmarkt waren marginal. Auch beim Wechselkurs zwischen dem US-Dollar und dem Koreanischen Won war die Bewegung unspektakulär. Der Euro gewinnt bisher auf Monatssicht zu fast allen G-10-Währungen, lediglich gegenüber der Schwedischen und der Norwegischen Krone hat die Gemeinschaftswährung das Nachsehen. Für die weitere Währungsentwicklung könnten die Entscheidungen der beiden Notenbanken FED und EZB wichtig sein.

Fazit Währungen

Die aktuelle Positionierung zeigt eine Gewichtung von über 32% für den US-Dollar, gefolgt vom Schweizer Franken mit über 12% und den weiteren drei Währungen die um die 10% in der Allokation haben: der Chinesische Renminbi, der Kanadische Dollar bzw. die Norwegische Krone.




Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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