Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 5. Juli 2018

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 5. Juli 2018)

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Schoellerbank Markteinschätzung144 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralNach einem schwierigen 2017 feiern Fremdwährungen 2018 gerade ein Comeback. Wir haben den US-Dollar Anteil zugunsten des Chinesischen Renminbi (gut 10%) reduziert. Auch Rohstoffwährungen bleiben weiter ein wichtiger Teil der Strategie. Mit Ende Juni 2018 wurde der Schweizer Franken auf 10% reduziert und der Australische Dollar auf 8% erhöht.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 hat die Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf „Übergewichtet“ zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgt vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote werden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

In den sechs Monaten Jänner bis Juni waren die Kursbewegungen der weltweiten Aktienindizes sehr turbulent und durch politisches Geplänkel geprägt. Der von Donald Trump angezettelte Handelskonflikt riss die Börsen hin und her. Zur Jahreshälfte lag der MSCI World (USD) mit 0,4 Prozent leicht im grünen Bereich. In Euro gerechnet war das Plus mit 3,4 Prozent deutlich höher. Die Währungsentwicklung hatte im ersten Halbjahr folglich einen entscheidenden Einfluss auf die internationale Aktienperformance. Der S&P 500 profitierte von der Steuersenkung für die amerikanischen Unternehmen und lag mit 1,7 Prozent im Plus (+4,7 Prozent in Euro). Der EuroStoxx 50 hat sich in der ersten Jahreshälfte deutlich schlechter geschlagen als die Wall Street und beendete das Halbjahr mit einem Minus von 3,1 Prozent. Hier belastete neben dem Handelskonflikt auch der Brexit sowie Diskussionen um das weitere Miteinander in Europa. Der Nikkei 225 lag 2,0 Prozent im Minus. Nachdem der Euro auch gegen den YEN abgewertet hat, ergibt sich in Euro ein Plus von 2,5 Prozent.


Es sind in erster Linie die rekordhohen Aktienrückkäufe der US-Unternehmen, die den Markt derzeit hochhalten. Die Firmen haben im zweiten Quartal Rückkäufe über USD 433,6 Milliarden getätigt. Im ersten Quartal lagen die Rückkäufe noch bei USD 242,1 Milliarden. Gleichzeitig haben Fonds-Anleger alleine im Juni Aktienfonds im Gegenwert von USD 23,7 Milliarden verkauft. Das ist ebenfalls ein neuer Rekordwert. Im zweiten Quartal wurde damit ein Nettofondsabfluss über USD 20,2 Milliarden registriert.


Die Aktienkurse der global systemrelevanten Banken und Versicherer sind dieses Jahr ziemlich unter Druck. Seit Januar haben diese knapp 20 Prozent eingebüßt. Gleichzeitig kletterte das US-Technologiebarometer Nasdaq auf ein neues Allzeithoch. Diese diametral entgegengesetzte Bewegung ist nicht oft anzutreffen. Die Bewegung der Finanzwerte könnte für einen gewissen Stress im System sprechen. Merkwürdig ist, dass sich vor allem chinesische und französische Institute in einem Bärenmarkt befinden. Für deren Einbruch liegen auf den ersten Blick kaum schlüssige Gründe vor. Auf globaler Ebene hat sich das Wachstum von M1 in den vergangenen Monaten rapide verlangsamt. Die Sorgen über eine Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China haben die Börsen in China und den Yuan unter Druck gesetzt. Hintergrund für die Unruhe ist ein drohender Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften. An diesem Freitag sollen Sonderzölle der USA auf chinesische Importe im Wert von USD 34 Mrd. Inkrafttreten. Abgaben auf weitere USD 16 Mrd. sollen folgen. Im Gegenzug hat China ähnliche Strafzölle auf Importe aus den USA angekündigt. Kommt es zu einer solchen Vergeltung hat US-Präsident Trump weitere Sonderabgaben auf chinesische Waren im Wert von USD 200 Mrd. angedroht. Damit wäre die Hälfte aller Ausfuhren aus China in die USA betroffen. Wir sind über diese Vorgänge noch nicht beunruhigt. Das dürfte sich aus heutiger Sicht nämlich nur auf einen kleinen Teil der weltweiten Unternehmensgewinne negativ auswirken. Die positiven Wirkungen der US-Steuerreform, der hohe Ölpreis, sowie die gut laufende globale Konjunktur sind wesentlich wichtigere Faktoren. Diese treiben die Unternehmensgewinne im Schnitt kräftig nach oben. Die Erwartungen der Anleger liegen derzeit konkret bei einer durchschnittlichen Gewinnsteigerung für die im S&P 500 versammelten US-Unternehmen von atemberaubenden 21 Prozent. Für nächstes Jahr erwartet der Markt immerhin noch eine Gewinnsteigerung von um die 10 Prozent.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Am 2. Mai 2018 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe von "Neutral" auf "Übergewichtet" erhöht.

RENTEN

Das alles beherrschende Thema dieser Tage bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Kommenden Freitag sollen die US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von USD 34 Mrd. Gültigkeit erlangen. China will in gleicher Höhe ebenfalls von diesem Freitag an Zölle auf US-Waren erheben. Eine andere Meldung ließ die Marktteilnehmer in Europa aufhorchen: Einige EZB-Mitglieder halten eine Straffung der Zinsen mit Ende 2019 wohl für zu spät. Ein Zinsschritt im September oder Oktober kommenden Jahres sei gut denkbar. Eine Entscheidung wird jedoch vom Wirtschaftsausblick im kommenden Jahr abhängig sein.

Fazit Renten

Qualität hinsichtlich unserer Emittentenauswahl ist ein wichtiger Pfeiler in unserer Anlagestrategie. Gerade wenn die Volatilität hoch ist und Unsicherheit die Märkt beherrscht, wirkt unsere Strategie für den Anleger beruhigend. Eine Veränderung dieses bewährten Ansatzes ist daher auch nicht angedacht.

WÄHRUNGEN

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wirkt sich natürlich auch auf die Währungsentwicklung aus. In den vergangenen drei Monaten hat ein starker US-Dollar den Devisenmarkt geprägt. Gegenüber dem Euro, dem Japanischen Yen, dem Schweizer Franken oder dem Britischen Pfund wertete die US-amerikanische Währung um rund 5 Prozent auf. Seit Jahresbeginn gewinnt der US-Dollar auch gegenüber dem Chinesischen Renminbi fast 2 Prozent. Wechselkurse werden oft durch die erwarteten Veränderungen kurzer Zinsen geprägt. Inwieweit der Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern sich auf deren Währungen langfristig auswirkt, kann derzeit noch nicht beantwortet werden.

Fazit Währungen

Der US-Dollar bleibt die am stärksten gewichtete Währung mit fast 33%. Nach der Reduktion des Schweizer Franken folgen der Chinesische Renminbi und der Kanadische Dollar auf den Plätzen mit jeweils über 10%.




Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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