Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 30. August 2018

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 30. August 2018)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralNach einem schwierigen 2017 feiern Fremdwährungen 2018 gerade ein Comeback. Wir haben den US-Dollar Anteil zu Gunsten des Chinesischen Renminbi reduziert. Auch Rohstoffwährungen bleiben weiter ein wichtiger Teil der Strategie. Mit Ende Juni 2018 wurde der Schweizer Franken reduziert und der Australische Dollar leicht erhöht.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 hat die Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf „Übergewichtet“ zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgt vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote werden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Der MSCI Weltaktienindex ist seit Jahresbeginn deutlich im Plus, doch die Performance wurde nur von wenigen Titeln getragen. Das sind vor allem die großen US-Technologiewerte. Wenn eine Rally nur von wenigen Titeln getragen wird, dann war das in der Vergangenheit oft ein Zeichen, dass der Bullenmarkt sich dem Ende zuneigt. Doch es ist kein sehr sicheres Signal und für das mittelfristige Timing ist es nicht zu verwenden.


Auch regional divergiert der Markt. Die USA sind deutlich vor Europa, das wiederum die asiatischen Märkte in den Schatten stellt. Die Schoellerbank ist in Asien übergewichtet und hat eine entsprechend ausgeprägte Untergewichtung in den USA. So vorteilhaft das im Jahr 2017 war, in diesem Jahr fordert diese Positionierung seinen Tribut.


Die "Übergewichtete" Position bei Aktien ist nur auf den ersten Blick als aggressiv einzustufen. Wir bevorzugen Titel, die günstiger bewertet sind und diese Titel sind in den vergangenen Monaten kaum vom Fleck gekommen, während teuer bewertete Highflyer noch teurer geworden sind. Wenn der Aktienmarkt in ein schwierigeres Fahrwasser gerät - es spricht einiges dafür, dass die Volatilität mittelfristig zunehmen könnte - fühlen wir uns mit dieser Aktienauswahl deutlich wohler, als wenn wir passiv in dem Index investiert wären.

Fazit Aktien

Der Aktienmarkt ist durch die fundamentalen Daten gut unterstützt. Die Aktienauslastung in den Mandaten der Schoellerbank bleibt "Übergewichtet".

RENTEN

Eine belastende Woche für Anleihen im qualitativ hochwertigen Segment liegt hinter uns. Ein äußerst positiver Ifo-Geschäftsklimaindex und eine entspanntere globale Risikostimmung drücken die Anleihenrenditen etwas nach oben und damit die Kurse nach unten. Offensichtlich lässt sich der konjunkturelle Optimismus hierzulande nicht durch geopolitische Probleme, wie den Handelskonflikt, dämpfen. Diesen Umstand in Richtung deutlich steigender Zinsen zu deuten ist verfrüht. Zu sehr ist die EZB bedacht, etwaige zu früh entfachte Zinserhöhungsphantasien im Keim zu ersticken.

Fazit Renten

Obwohl in den vergangenen Tagen die globale Risikoaversion nachgelassen hat, fühlen wir uns mit unserer Positionierung wohl: Moderate Laufzeiten mit sehr hoher Schuldnerqualität lassen uns entspannt in die Zukunft blicken.

WÄHRUNGEN

Der Euro hat in den letzten Tagen ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Woran das genau liegt, ist diesmal schwer zu sagen. Eigentlich spricht nach wie vor vieles für den US-Dollar: Boomender Aktienmarkt, BIP-Daten für das 2.Quartal von über 4,0%, steigendes Verbrauchervertrauen und ein deutlich höheres Zinsniveau. In der Eurozone hingegen steht der Anfang vom Ende der ultraexpansiven Geldpolitik erst bevor. Zunehmende Anzeichen eines stärkeren Lohnanstiegs, der wiederum auf den unterliegenden Preisdruck durchschlagen könnte, lassen Anleger von einem rascheren geldpolitischen Wechsel träumen. Insofern kann die aktuelle Euro-Stärke als Vorausbote einer künftig etwas aggressiveren EZB gedeutet werden.

Fazit Währungen

Wir setzen momentan auf eine breite Streuung bei den Fremdwährungen: Neben dem US-Dollar, der als Welt-Leitwährung den größten Block (ca. 1/3 der Fremdwährungsallokation) ausmacht, investieren wir in eine Gruppe von Währungen, die mit jeweils etwa 1/10 gewichtet sind: Kanadische Dollar, Chinesische Renminbi, Schweizer Franken, Norwegische Kronen und mit leichten Abstrichen Australische Dollar. Währungsinteressierte erkennen an dieser Ausrichtung einen Fokus auf Qualität, kombiniert mit einer Strategie auf Rohstoffe und auf das Wachstum im Asien-Pazifikraum.




Hinweis:
Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


Haftungsbeschränkung:
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