Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 17. Jänner 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 17. Jänner 2019)

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Schoellerbank Markteinschätzung161 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Es gibt eine Reihe von Rahmenbedingungen, die uns derzeit zuversichtlich für die nächsten Monate am Aktienmarkt stimmen. Letztes Jahr dürften die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 Index um etwa 25% angestiegen sein. Das ist außergewöhnlich, in dieser Größenordnung kam das in der Vergangenheit nur direkt nach Rezessionen vor, bei der die Ausgangsbasis für die Gewinne entsprechend tief war. Auch für 2019 ist der Markt optimistisch und erwartet eine Steigerung der Gewinne um immerhin 6%. Dennoch hat der S&P 500 Index im letzten Jahr auf US-Dollar-Basis einen Wertverlust von 6,2% erlitten (Dividenden mit eingerechnet -4,4%). Setzt man in eine Grafik die Entwicklung der Gewinne ein und vergleicht diesen Graph mit der Aktienentwicklung, stellt man einen erstaunlich hohen historischen Gleichklang fest. Derzeit verläuft so ein Graph der Gewinnentwicklung für den S&P 500 Index bei über 3.000 Punkten, gehandelt wird der S&P 500 aber derzeit nur bei 2.600 Punkten. Ein so hohes Delta ist selten und aus unserer Sicht in erster Linie den schwierigen politischen und geldpolitischen Umständen geschuldet.


Politik: Ein großer Handelskrieg zwischen den USA und China bzw. Europa würde vermutlich disruptiv auf die Weltwirtschaft wirken. Das gilt besonders, da viele Industrienationen eine Verschuldung auf Rekordniveau erreicht haben und damit sehr anfällig gegen steigende Inflationsraten sowie steigende Zinsen geworden sind. Zum anderen befinden wir uns bereits im 114ten Monat eines Wirtschaftsaufschwunges. Dieser Aufschwung verläuft seit 2009 relativ flach, aber er läuft. Der Nachkriegsrekord aus den 1990er Jahren liegt bei 118 Monaten. Im Frühsommer würde die Wirtschaft diesen Rekord folglich bereits einstellen. Die These, dass sich die Wirtschaft bereits sehr spät in ihrem Zyklus befindet, ist daher nicht sonderlich mutig. Auch ein harter Brexit könnte disruptiv auf die Weltwirtschaft wirken. Wir gehen davon aus, dass es weder zu einem harten Brexit noch zu einem hochskalierten Handelskrieg kommen wird und glauben, dass sich die Spitzenpolitiker insofern konstruktiv verhalten, dass sie der Wirtschaft zumindest keinen nachhaltigen Schaden zufügen wollen.


Geldpolitik: Die US-Notenbank will in diesem Jahr voraussichtlich ihre Bilanz um USD 600 Milliarden verkürzen und damit einen kleinen Teil, der während der Finanzkrise aufgebauten Anleihen Portfolios, wieder rückgängig zu machen. Ob das die FED angesichts der Umstände tatsächlich tut, werden wir sehen.


Im Dezember war die Stimmung der Anleger regelrecht eingebrochen. Die Angst vor einem Liquiditätsentzug durch die FED, einem harten Brexit und eines Handelskrieges haben Spuren hinterlassen. Beinahe alle unserer Sentiment-Indikatoren, die wir für den US-Markt verfolgen, haben Kaufsignale ausgegeben. Mittlerweile hat sich durch die Gegenbewegung das Sentiment wieder etwas normalisiert. Das ist derzeit aus unserer Sicht eines der gewichtigsten Bullen-Argumente für den Aktienmarkt.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Am 2. Mai 2018 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe von "Neutral" auf "Übergewichtet" erhöht.

RENTEN

Großbritannien stand diese Woche im Mittelpunkt des Marktinteresses, oder vielmehr die Entscheidungen rund um das Brexit-Thema. Kurz zusammengefasst: Am Dienstag wurde der Brexit-Deal zwischen Theresa May und der EU durch das britische Parlament abgelehnt und am Mittwoch überstand die Regierungschefin ein Misstrauensvotum. Beide Entscheidungen wurden im Vorfeld bereits erwartet und somit gab es auf den Märkten keine nennenswerte Reaktion. Ansonsten war die Nachrichtenlage dies- und jenseits des Atlantiks dünn gesät und es gab keine wesentlichen Marktreaktionen darauf.

Fazit Renten

Das qualitativ hochwertige Segment in unserer Rentenauswahl mit einer defensiven Laufzeitenstrategie bleibt nach wie vor bestehen und wir sehen derzeit keine Veranlassung dies zu ändern.

WÄHRUNGEN

Die Devisenmärkte reagieren auf politische Themen (wie z.B. den Brexit) ja normalerweise sehr sensibel und man erwartete im Vorfeld Verwerfungen beim Britischen Pfund. Aber die Reaktion war beim Währungspaar Euro und Britisches Pfund überschaubar und bewegte sich in den letzten Tagen in engen Bahnen. Der US-Dollar bewegt sich zum Euro seit Ende November 2018 vornehmlich in einer engen Range von 1,13 bis 1,15.

Fazit Währungen

Der US-Dollar ist mit gut 25% die am höchsten gewichtete Währung, gefolgt von der Norwegischen Krone mit 12,5%. Mit jeweils rund 10% ist der Chinesische Renminbi, der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar gewichtet.



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Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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