Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 28. Jänner 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 28. Jänner 2019)

AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Wir bleiben nach wie vor bei unserer optimistischen Einschätzung für den Aktienmarkt - dieser hat aus unserer Sicht noch erhebliches Aufwärtspotenzial. Würde man die Gewinnentwicklung der S&P 500 Unternehmen in einen Chart eintragen und diesen mit dem Verlauf des Aktienindex selbst vergleichen, würde man für die letzten 100 Jahre eine erstaunlich große Übereinstimmung feststellen. Diese Gewinngraphik würde im Augenblick bei über 3.000 Punkten im S&P 500 Index zum Stehen kommen. Der Markt erwartet zudem für dieses Jahr ein Gewinnwachstum von 6%. Träfe diese Erwartungshaltung vollumfänglich ein, könnte der Zielwert von 2.850 Punkten nochmals um etwa 150 Punkte erhöht werden. Der Index wird derzeit aber nur bei einem Niveau von knapp 2.700 Punkten gehandelt.
Aus Sicht eines Asset Managers ist das Risiko nicht im Aktienmarkt investiert zu sein deutlich höher, als investiert zu sein. Das liegt an der herausragenden Performance der Aktienmärkte im historischen Kontext. Aus der Brille eines Risikomanagers sieht die Sachlage anders aus. Im Risikomanagement wird die Aktie als risikoreich eingestuft, weil diese Asset-Klasse deutlich höhere Wertschwankungen aufweist, als die meisten anderen Anlage-Klassen. Aus Asset-Management-Sicht sind Korrekturen am Markt von bis zu 20%, wie die Oktober-Korrektur, normal und werden noch nicht als Bärenmarkt gesehen. Solcherlei Korrekturen sind kaum prognostizierbar. Schmerzhaft sind dagegen echte Bärenmärkte, die meist von Rezessionen begleitet werden. Aus historischer Sicht ist es nur sinnvoll sich mit Engagements am Markt zurück zu halten, wenn man die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession als hoch einstuft.
Wie sehen die Wahrscheinlichkeiten für eine Rezession in den USA aus? Der Finanzmarkt selbst hält dazu einige interessante Vorlaufindikatoren bereit. Demnach ist das Rezessionsrisiko für die nächsten sechs Monate außerordentlich gering. Wie sieht es mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus? Die empirische Wirtschaftsforschung hat fünf Felder identifiziert, die in der Vergangenheit Rezessionen ausgelöst haben bzw. mitverantwortlich für die Entwicklung einer Rezession waren. In allen fünf Feldern sehen wir im Moment keine großen Risiken auf den Markt zukommen. Allerdings könnte ein großer Handelskrieg bzw. ein harter Brexit Mechanismen auslösen, die zu einer wirtschaftlichen Abkühlung führen könnten. Die Märkte dürften aus diesem Grund also weiter sehr sensibel auf wesentliche Neuigkeiten aus diesem Bereich reagieren. Dass das Steuersenkungspaket noch nicht den erhofften Investitionsboom in den USA ausgelöst hat, ist vor diesem Hintergrund weniger gewichtig für die Finanzmärkte zu betrachten. Hier geht es den Investoren in erster Linie darum, dass deren Steuerlast in Form der Unternehmensgewinnbesteuerung deutlich gesenkt wurde.
Rund ein Jahr nach der Einführung des USD 1,5 Bio. schweren Programms sagten 84% der vom Ökonomen-Verband NABE befragten Unternehmen, sie hätten ihre Personal- oder Investitionspläne nicht geändert. Trump hatte die Senkung der Körperschaftsteuer von zuvor 35% auf 21% mit der Erwartung verbunden, dass Investitionen befeuert und der Jobaufbau verstärkt werde. Im Sektor der Firmen, die Waren herstellen, sagte immerhin die Hälfte der befragten Firmen, dass sie mehr investieren. Ein Fünftel der Unternehmen dieses Bereichs gab zudem an, dass sie Investitionen oder Stellen aus dem Ausland in die USA zurückverlegt hätten. Die im Dezember und Jänner unter 106 Firmen erhobene Umfrage zeigt zudem, dass die Geschäftsausgaben nach einer Schwächephase im dritten Quartal auch gegen Jahresende weiter zurückgegangen sind. Das entsprechende Investitionsbarometer fiel im Jänner auf den tiefsten Wert seit Juli 2017.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Am 02. Mai 2018 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe von "Neutral" auf "Übergewichtet" erhöht.

RENTEN

Das große Thema in Europa ist nach wie vor Großbritannien und wie es dieses Land schaffen will aus der EU auszutreten: Geregelt oder mit hartem Brexit? Die Nervosität in der EU wächst allerdings angesichts des ungewissen Ausgangs des Brexit-Dramas. Seitenwechsel über den Atlantik: Der Shutdown (Budgetstreit in den USA zwischen Präsident und Kongress) scheint abgewendet zu sein. Dies war die bisher längste Budgetsperre und dauerte über fünf Wochen. Diese beiden Themen beherrschten natürlich die Märkte. Auch die konjunkturellen Aussichten haben sich in Europa eingetrübt - noch schlägt das auf die Märkte nicht wirklich durch.

Fazit Renten

Das qualitativ hochwertige Segment in unserer Rentenauswahl mit einer defensiven Laufzeitenstrategie bleibt bestehen und eine Veränderung ist derzeit auch nicht angedacht.

WÄHRUNGEN

Die britische Währung erreichte letzte Woche ihren höchsten Stand seit November letzten Jahres - das ist hinsichtlich aller offenen Fragen zum Thema Brexit doch beachtlich. Der US-Dollar bewegt sich zum Euro weiterhin in einer engen Bandbreite zwischen 1,13 bis 1,15. Diese enge Range hält nun schon seit November 2018 an.

Fazit Währungen

Weiterhin ist der US-Dollar mit gut 25% die am höchsten gewichtete Währung. Die Norwegische Krone ist mit ca. 12,5% gewichtet, während der Chinesische Renminbi, der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar mit rund 10% gewichtet sind.



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Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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