Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 3. Jänner 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 3. Jänner 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf 25% zu reduzieren.. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die beiden größten Enttäuschungen für Anleger im letzten Jahr waren sicherlich, dass die Abstimmung über den May-Brexit-Deal und die Handelsgespräche der USA mit anderen Nationen wie z. B. China aufgeschoben worden sind. Das hat die Unsicherheit der Investoren nicht verringert. Wir sind weiterhin der optimistischen Auffassung, dass die Spitzenpolitiker es vermeiden werden, einen möglichen starken negativen Impuls für die Weltwirtschaft zu setzen. Ein Handelskrieg hat das Potenzial, die Wirtschaft in eine depressive Phase zu drücken. Das gilt umso mehr, wenn ein Aufschwung, so wie der laufende, lange angehalten hat. In Aufschwungphasen werden in der Regel hohe Schuldenstände aufgebaut. Schulden bedeuten ökonometrisch einen vorgezogenen Konsum auf Kosten der Zukunft. Die mittleren Aufschwungphasen hatten in der Nachkriegszeit eine Laufzeit von 62 Monaten. Der kürzeste Aufschwung war nur 10 Monate lang, der längste verzeichnete bis dato eine Periode von 118 Monaten. Dieser Rekord wird vom laufenden Aufschwung, der bereits seit 113 Monaten andauert, herausgefordert. Es ist also schon ohne harten Brexit und ohne Handelskrieg für die Wirtschaft schwierig, den augenblicklichen Aufschwung weiter zu verlängern. Besonders für das dritte und vierte Quartal sollte man die Gewinnwachstumserwartungen daher nicht allzu hoch ansetzen.


Eigentlich sollte man davon ausgehen, was wir auch tun, dass die Politiker der Wirtschaft zumindest keine Steine in den Weg werfen. Warum sind die Anleger dann z. B. auf die Handelsgespräche so pessimistisch? Das liegt daran, dass einige US-Think-Tanks glauben, dass die USA ein geostrategisches Interesse daran haben könnten, Chinas wirtschaftliche Expansion zwar nicht zu stoppen, aber doch erheblich zu verlangsamen. Einige Experten gehen derzeit davon aus, dass China zwischen 2035 und 2038 die Amerikaner, was die Höhe der Militärausgaben angeht, überholen. In diesem Fall könnten die USA dann auch als Supermacht Nummer Eins abgelöst werden. Die Frage ist also, werden die Amerikaner aufgrund dieser langfristigen Überlegungen, wirtschaftliche (auch erhebliche) Schmerzen billigend in Kauf nehmen und Chinas wirtschaftliche Expansion durch Strafzölle einbremsen versuchen? Die Amerikaner würden für diesen Fall viel aufs Spiel setzen. Die Weltwirtschaft ist durch die hohen Schulden (globaler Rekordlevel für Schulden nichtfinanzieller Unternehmen und private Haushalte) und den ungewöhnlich langen Aufschwung ohnehin in einer kritischen Phase.


Die US-Anleger sind nach Auswertung der Stimmungs-Indikatoren, die wir verfolgen, derzeit extrem pessimistisch gestimmt. Das ist auch kein Wunder. Es gibt momentan mehr pessimistische als optimistische Marktbeobachter unter den US-Börsenbriefverfassern, was normalerweise relativ selten vorkommt. Auch zeigen ähnliche Auswertungen von diversen US-Banken (z. B. Citibank Panic Indicator) an, dass Anleger bereits in Panik geraten sind. Dieser Umstand spricht aus unserer Sicht für eine massive Marktrally, falls es zu einer Einigung bei den Handelsgesprächen und zu keinem harten Brexit kommen sollte. Auf der anderen Seite sind aber auch die Risiken hoch, falls es entgegen der Erwartungen zu einem Handelskrieg und/oder einem harten Brexit kommen sollte. Für diesen Fall schließen wir schwere Verwerfungen in der Weltwirtschaft nicht aus, geben diesem Szenario aber nur eine geringe Wahrscheinlichkeit.


Aktien aus den USA und Europa sind derzeit auf Gewinnbasis 2018 und vor allem 2019 relativ günstig bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Börsen in den Schwellenländern ist sogar unter die Crash-Level von 2015 gefallen.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Am 2. Mai 2018 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe von "Neutral" auf "Übergewichtet" erhöht.

RENTEN

Das neue Jahr beginnt fast wie das alte geendet hat: Politische Börsen bestimmen das Geschehen - neu hinzugekommen ist der Konflikt um Taiwan. Dem Inselstaat droht das übermächtige China sehr heftig. Die Liquidität flüchtet in sichere Werte wie Staatsanleihen der Euro-Kernzone. Der Bund Future erreichte am ersten Handelstag des neuen Jahres bereits ein Hoch von 165,10.

Fazit Renten

Die solide Rentenpositionierung hat im abgelaufenen Jahr Verluste verhindert. Wir fühlen uns mit unserer Positionierung weiterhin wohl: Moderate Laufzeiten mit sehr hoher Schuldnerqualität lassen uns entspannt das neue Jahr angehen.

WÄHRUNGEN

Nach den ersten Turbulenzen im neuen Handelsjahr legte der US-Dollar sofort zum Euro zu. Erster Gewinner im neuen Jahr ist aber der Japanische Yen, der derzeit mit 3% im Plus liegt. Die Schwedische Krone hingegen verliert zum Jahresauftakt innerhalb der G-10-Währungen zur europäischen Gemeinschaftswährung mit etwas mehr als 1% bisher am stärksten. In diesem Jahr werden der US-amerikanische/chinesische Handelskonflikt und das Brexit-Thema die Währungsmärkte (zumindest zu Beginn 2019) wieder stark beeinflussen.

Fazit Währungen

Der US-Dollar bleibt mit annähernd 26% die am stärksten gewichtete Währung. An der zweiten Stelle steht nach der jüngsten Aufstockung die Norwegische Krone mit über 12% der Währungsallokation.



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