Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 18. Februar 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 18. Februar 2019)

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Schoellerbank Markteinschätzung48 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf ca. 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Das letzte Quartal ist, was die Gewinnentwicklung in den S&P 500 Unternehmen angeht, sehr gut gelaufen. Das Gewinnwachstum liegt etwas über der 13% Marke. Die Margen der Unternehmen sind auf einem Rekordhoch. Das Wachstum je Aktie kommt vor allem aus Aktienrückkaufprogrammen und der Steuerreform. Das sogenannte Top-line Growth (Umsatzwachstum) ist dagegen schwach. Im ersten Quartal sehen die Schätzungen nicht so gut aus. Der Markt geht von einem Rückgang der Gewinne um ca. 2% aus. Für das Gesamtjahr 2019 dürfte aber ein Wachstum zwischen 4% bis 6%, falls der Wirtschaft kein Gegenwind durch einen großen Handelskrieg oder einem harten Brexit entgegenweht, drin sein.


Unser Optimismus für den Aktienmarkt hat sich vor allem auf zwei Faktoren gestützt: Wir sind davon ausgegangen, dass das Gewinnwachstum für die S&P 500-Unternehmen im letzten Jahr mehr als 20% betragen würde. Tatsächlich wurde diese ehrgeizige Erwartungshaltung deutlich übertroffen. Der Gewinn dürfte um etwa 25% angestiegen sein. Das ist sehr ungewöhnlich und kommt sonst nur in Zeiten vor, in denen sich die Gewinne aufgrund des Basiseffektes von einer Rezession erholen. Zudem haben wir die Aktienrückkäufe - vermutlich in der Größenordnung von etwa USD 1.000 Milliarden - als weiteren Grund, neben der aktienfreundlichen Haltung der Notenbanken, für unseren Aktienoptimismus angegeben. Der schlechteste Dezember seit 1932 hat diesen Optimismus auf eine harte Probe gestellt, allerdings hat uns der beste Januar seit 1987 entschädigt. Sprechen die Gewinnerwartungen, die Aktienrückkäufe und die Zentralbankpolitik weiterhin für tendenziell feste Aktienmärkte? Ja, das tun sie aus unserer Sicht.
Wir erwarten 2019 in etwa die gleiche Größenordnung an Aktienrückkäufen wie sie 2018 von den Unternehmen getätigt worden sind

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In China und Europa dürfte in diesem Jahr eher eine lockere Zentralbankpolitik eingeschlagen werden. Die politischen Unsicherheiten sind in Spanien aufgrund der Neuwahl hoch. In Deutschland, Frankreich und auch in Großbritannien ist kein Wachstum mehr zu verzeichnen. Die EZB dürfte als Folge dieser wirtschaftlichen Schwierigkeiten schon bald mit zusätzlichen langfristigen Finanzierungsoperationen für die Banken aushelfen. In China wird die Zentralbank voraussichtlich versuchen, der schwachen Geldmengenentwicklung auf die Beine zu helfen. Die FED wartet die Datenlage ab. Es ist davon auszugehen, dass die Notenbanken konzertiert eingreifen könnten, falls es tatsächlich zu einem harten Brexit und einem großen Handelskrieg kommen sollte.
Die für dieses Jahr erwartete Gewinnsteigerung zwischen 4% bis 6% spricht für ein noch immer vorhandenes Aufwärtspotenzial. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für den S&P 500 liegt bei 16,6. Das historische KGV in den letzten 30 Jahren lag bei 16. Damit ist der Markt nur geringfügig teurer als er dies in den letzten 30 Jahren im Schnitt war. Die Realzinsen sind derzeit allerdings vor allem in China, in Europa und wie eh und je auch in Japan ausgesprochen tief, sodass der Markt aus dieser Sicht attraktiv bewertet erscheint. Das Sentiment hat sich von einem Extrem-Pessimismus im Dezember mittlerweile in einen Optimismus (aber noch keine Euphorie) verwandelt. Das ist positiv zu bewerten.


Wir gehen davon aus, dass es in den Handelsgesprächen zunächst zu einer Fristverlängerung und am Ende zu einem "Deal" kommen wird. Falls es Präsident Trump tatsächlich schaffen sollte, den chinesischen Markt auch im nichttarifären Bereich zu öffnen, könnte dies zu einer signifikant höheren Gewinnwachstumsschätzung für die US-Exportindustrie für 2020 führen. Die Wall Street würde Trump dann ein Denkmal setzen. Falls die Gespräche dagegen scheitern, schließen einige besonders pessimistisch gestimmte Ökonomen selbst eine Weltwirtschaftskrise nicht aus. So negativ muss man nicht sein, klar ist aber auch aus unserer Sicht, dass dann die Erwartungen für die Gewinnentwicklungen für die nächste Zeit begraben werden können. Die Sache hat folglich einen binären Charakter.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt gestimmt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Aufgrund der konjunkturellen Eintrübung, politischen Risiken, dem nur moderaten Unternehmensgewinnwachstum sowie äußeren Schocks wie Brexit und Handelskrieg ist unter den Marktteilnehmern Vorsicht angebracht. Die Renditen europäischer Staatsanleihen sind nochmals gesunken und liegen auf den niedrigsten Niveaus seit 2016. Den Notenbanken wird also nichts weiter übrig bleiben, als zur Vermeidung einer Rezession bei der ersten Gelegenheit die Geldhähne wieder weiter zu öffnen. EZB-Präsident Draghi hat bereits klar gemacht, dass Zinssteigerungen oder gar eine Bilanznormalisierung wie in den USA alles andere als wahrscheinlich sind.

Fazit Renten

Wir halten weiter an unserer Strategie fest, nur Anleihen mit besten Bonitäten und moderaten Laufzeiten in unsere Portfolios aufzunehmen. Diese Sicherheit hilft, um in unsicheren Zeiten von unliebsamen Überraschungen verschont zu bleiben.

WÄHRUNGEN

Trotz der erwarteten Pause im US-Zinserhöhungszyklus und eingetrübter Konjunkturaussichten ist der EUR/USD-Wechselkurs in der vergangenen Woche teilweise unter USD 1,13 je Euro gesunken. Zugleich lasten weiter viele Risiken auf der europäischen Einheitswährung, wodurch diese bis zur Problemlösung unter Druck bleiben sollte.

Fazit Währungen

An unserer Positionierung wurde in der vergangenen Woche nichts geändert. Der US-Dollar bleibt mit knapp 26% am höchsten gewichtet. Es folgen die Norwegische Krone mit 12,5%, sowie der Chinesische Renminbi, der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar mit jeweils gut 10% Gewichtung.



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Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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