Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 28. Februar 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 28. Februar 2019)

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Schoellerbank Markteinschätzung163 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf ca. 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die Wirtschaft in Europa läuft schlecht. Wir gehen davon aus, dass die EZB schon bald auf die schwachen Daten reagieren wird. Vermutlich wird die EZB die Banken bei der Kreditvergabe unterstützen. Seit Januar hat zumindest die Diskussion über neue "Targeted Long Term Refinancing Operations" (TLTRO) deutlich an Fahrt aufgenommen. EZB-Chefvolkswirt Praet hält sie für nötig, um die Fähigkeit der Banken zu geldpolitischer Intermediation "vorbeugend" sicherzustellen. Er befürchtet, dass die niedrigen Gewinne dazu führen, dass die Institute im Falle eines Konjunkturabschwungs, ihre Kreditvergabe stärker als üblich einschränken werden. Auch in China ist die dortige Zentralbank dazu übergegangen, einen eher lockeren geldpolitischen Kurs zu fahren. Das werten wir als einen positiven Umstand für die Aktienmärkte.


Die Wachstumsraten in China und Europa könnten zweifelsfrei besser sein, dafür ist aber das Wachstum der US-Wirtschaft überzeugend. Die US-Wirtschaft hat 2018 das von Präsident Trump ausgegebene Wachstumsziel trotz massiver Steuersenkungen knapp verfehlt. Das Bruttoinlandsprodukt legte mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,9% zu. Das ist zwar deutlich mehr als 2017 mit 2,2%, doch hatte Trump auch wegen Steuersenkungen von 1,5 Billionen Dollar eine Drei vor dem Komma anvisiert. Der Internationale Währungsfonds rechnet für das laufende Jahr mit einer Abkühlung des Wachstums auf 2,5%. Dass Trump sein Ziel nicht ganz erreichte, lag an einem schwächeren Jahresabschluss. Zwischen Oktober und Dezember wuchs das BIP mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6%, nachdem es im Sommer noch zu 3,4% gereicht hatte. Die schwächere Weltkonjunktur und Handelskonflikte lasteten auf den Exporten. Auch der private Konsum verlor an Dynamik, blieb aber eine Konjunkturstütze. Deutschland schaffte 2018 nur ein halb so großes Plus von 1,4%. US-Notenbankchef Jerome Powell hat jedoch wegen der zuletzt schwächeren Konjunktur und gestiegener Unsicherheiten eine vorerst abwartende Haltung in der Zinspolitik signalisiert. Die FED werde bei ihren Entscheidungen "geduldig" vorgehen, kündigte Powell an. Die US-Notenbank hatte Ende Januar angekündigt, es nach vier Zinserhöhungen im vergangenen Jahr erst einmal ruhiger angehen zu lassen. Sie beließ ihren Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld in der Spanne von 2,25% bis 2,5%. Das ist aus unserer Sicht ein zentraler Punkt, der für eine Übergewichtung von Aktien im Vergleich mit anderen Asset-Klassen spricht.


Ein großer, globaler Handelskrieg hätte enorme Folgen für die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Aktienmärkte. Für diesen Fall wäre mit einer tendenziell deflationären Entwicklung zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Handelskonflikt halten wir für gering. Wir gehen vielmehr davon aus, dass es zwischen den USA und China sowie zwischen der EU und den USA eine Einigung geben wird.
Die Bewertung der Aktienmärkte in Asien schätzen wir nach wie vor als ausgesprochen günstig ein. So hat z.B. der Shanghai Composite Index zu seinem langfristigen Trendverlauf noch ein Potenzial von etwa 15%. Dafür sind aber auch die Wachstumserwartungen für Asien nicht mehr so hoch wie in der Vergangenheit, sodass sich als Ergebnis eine Performanceerwartung in etwa der historischen Norm ergibt. Dagegen ist der US-Markt kurzfristig attraktiv. Allerdings sind die längerfristigen Erwartungen an diesen Markt, der sich in der Nähe seiner Allzeithöchststände befindet (Entfernung etwa 5%), unterdurchschnittlich. Entsprechend haben wir in den Vermögensverwaltungen die entsprechenden Regionen auch gewichtet und fühlen uns durch die jüngste Entscheidung des Index-Anbieter MSCI bestätigt. MSCI hat der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung Chinas Rechnung getragen. Bis zum November werde die Gewichtung chinesischer Standardwerte in den Indizes in mehreren Schritten auf 20% vervierfacht. Dadurch könnten ausländische Investoren bis zu 80 Milliarden Dollar zusätzlich in die dortigen Aktienmärkte pumpen. MSCI stellte zudem eine weitere Erhöhung der Gewichtung in seinen Indizes wie dem MSCI-Weltindex oder demjenigen für Schwellenländer in Aussicht. Sie hänge aber von Reformen ab, die den Zugang ausländischer Investoren zum chinesischen Markt erleichtern sollen.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt gestimmt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Die Politik bestimmt wieder mal das Geschehen auf den Märkten: Trump traf seinen "Freund" Kim Jong-Un aus Nordkorea. Die Erwartungen an dieses Treffen waren im Vorfeld hoch und wurden schlussendlich vom Abbruch überschattet. Der Brexit könnte verschoben werden - dies löst einen leichten Risk-off-Modus bei den Credit-Spreads britischer Unternehmen und den europäischen Staatsanleihen aus, wo die Renditen leicht gesunken sind. Konjunktursorgen kommen aufgrund neuer Daten aus China, Japan und der Schweiz auf. Weitere Schlagzeilen bzgl. der Konjunktur werden noch in dieser Woche - vor allem aus den USA - erwartet. Jens Weidmann bleibt für die nächsten acht Jahre Chef der Deutschen Bundesbank und dürfte somit aus dem Rennen um die Nachfolge von Draghi an der Spitze der EZB sein.

Fazit Renten

Unserer Strategie, nur Anleihen mit besten Bonitäten und moderaten Laufzeiten in unsere Portfolios aufzunehmen, wird derzeit nicht verändert. Dies erfolgt, um uns vor Unwegsamkeiten am Markt möglichst zu schützen.

WÄHRUNGEN

Die mögliche Verschiebung des Brexits wirkte sich bisher positiv auf das Britisch Pfund aus: mit einem Gewinn zum Euro von um die 5% führt sie die G-10-Währungen an, die fast alle zur europäischen Gemeinschaftswährung im bisherigen Jahresverlauf zulegen konnten. Der US-Dollar bewegt sich weiterhin in einer sehr engen Bandbreite zum Euro.

Fazit Währungen

An unserer Positionierung wurde nichts geändert. Der US-Dollar bleibt mit knapp 26% am höchsten gewichtet. Es folgen die Norwegische Krone mit 12,5%, sowie der Chinesische Renminbi, der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar mit jeweils gut 10% Gewichtung.



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