Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 4. Februar 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 4. Februar 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf ca. 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die US-Aktien-Fonds verzeichneten im Dezember einen Abfluss in Rekordhöhe. Selbst wenn man die Daten im Verhältnis zu den Assets sieht, wurden die Abflüsse nur von denen im Juli 2002 und Oktober 2008 noch übertroffen. Dieser erhebliche Pessimismus, der sich im Dezember offenbarte, dürfte noch eine Weile andauern. Wir rechnen mit einer Fortsetzung der augenblicklichen Börsenrally.


Wir gehen weiterhin auch davon aus, dass die Spitzenpolitiker Kompromisse bei den Themen Brexit und Handelsgespräche finden werden. Die Unsicherheiten zu diesen beiden Themenkomplexen sind weiter hoch, sodass bei einem etwaigen positiven News-Flow die Aufwärtsbewegung am Markt durchaus unterstützt werden könnte.


Die Einführung einer volkswirtschaftlich wichtigen Technologie steht, allen gesundheitlichen Gefahren die damit möglicherweise einhergehen zum Trotz, vor der Tür. Die Rede ist von dem neuen Mobilfunkstandard 5G. Dabei handelt es sich um wesentlich mehr als nur eine Evolution des derzeit gebräuchlichen Standards 4G. Der Mobilfunkausrüster Qualcomm geht in einer Langfristprognose bis 2035 davon aus, dass die 5G-Technologie einen zusätzlichen globalen Markt in der Höhe von USD 12,3 Billionen generiert und global bis zu 22 Millionen (!) neue Arbeitsplätze schaffen könnte. Im Vergleich zu den Geschwindigkeiten der ersten Handys im Standard 1G liegt die Geschwindigkeit mit der 5G-Technologie mehr als acht Millionen Mal höher! Der neue Mobilfunkstandard geht mit neuen Geräten einher, sowohl bei der Netztechnik als auch bei den Endgeräten. 2025 sollen es dann nach Analystenschätzungen bereits bis zu 70 Milliarden (kein Tippfehler) Endgeräte weltweit sein. Im Regelfall tritt keine globale Rezession auf, wenn eine derart gewichtige neue Technologie zur Einführung in den Startlöchern steht. Vor gewöhnlichen Korrekturen fürchten wir uns an den Aktienmärkten nicht. Mit diesen Wertschwankungen muss jeder Investor leben können, wenn er es nicht kann, ist er in der falschen Asset-Klasse positioniert. Richtig gefährlich sind dagegen globale Rezessionen. So eine Rezession ist aus unserer Betrachtung auf Sicht der nächsten sechs Monate unwahrscheinlich.


Die kurzfristigen Sentiment-Indikatoren haben aufgrund der Rally schnell von sehr starken Pessimismus in einen starken Optimismus umgeschlagen. Insofern könnte kurzfristig ein Teil der Zugewinne im Laufe der jüngsten Rally wieder verloren gehen, das wäre zumindest keine Überraschung. Insgesamt war der Pessimismus im Dezember aber so stark, dass wir für die nächsten Monate mit einem insgesamt festen Aktienmarkt rechnen.


Die Bewertung liegt, was die Gewinnbewertung für das Jahr 2019 (Schätzungen) angeht, im historischen Schnitt der letzten 30 Jahre. Die Kurs/Umsatzbewertung bereitet uns dagegen Sorgen, das tut diese aber schon sehr lange. Insgesamt schätzen wir den Bewertungsaspekt derzeit als weitgehend neutral ein.


Die US-Notenbank hat dem Markt zu verstehen gegeben, dass sie wohl ihren Zinserhöhungskurs vorerst nicht fortsetzen wird. Das ist sehr positiv für die Aktienmärkte zu bewerten.

Fazit Aktien

Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet". Am 2. Mai 2018 hatten wir die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe von "Neutral" auf "Übergewichtet" erhöht.

RENTEN

In den letzten Monaten hat sich der Konjunkturausblick in der Eurozone eingetrübt. Hinzu kommt eine nervöse Stimmungslage unter Marktteilnehmern, die angesichts der Sorgenkinder wie dem Brexit und dem Handelskonflikt wenig verwundert. In diesen Marktphasen profitieren, wie so oft, die als sichere Häfen geltenden Anlageklassen. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage sind die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen auf den tiefsten Stand seit 2 Jahren gefallen. Auch die Notenbanken FED und EZB befeuern diesen Trend mit einer deutlich vorsichtigeren Wortwahl zu möglichen Zinserhöhungen. In der Eurozone wird für 2019 jedenfalls keine Zinserhöhung mehr erwartet.

Fazit Renten

Der klare Fokus auf das qualitativ hochwertige Segment mit einer defensiven Laufzeitenstrategie macht sich weiterhin bezahlt. Momentan besteht keine Veranlassung, an dieser bewährten Strategie zu zweifeln.

WÄHRUNGEN

Die US-Notenbank FED hat ihren Zinserhöhungszyklus vorerst für beendet erklärt. Ob es damit zu einer logisch erscheinenden Dollar-Abwertung kommen wird, bleibt aber abzuwarten. Das Britische Pfund leistete sich als Wochenverlierer nach den Kursgewinnen seit Jahresbeginn eine Verschnaufpause.

Fazit Währungen

Die aktuelle Positionierung bleibt unverändert. Der US-Dollar ist mit knapp 26% dabei am höchsten gewichtet. Weitere prominente Währungen sind die Norwegische Krone mit 12,5%, sowie der Chinesische Renminbi, der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar mit jeweils gut 10%.



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