Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 22. März 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 22. März 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf ca. 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Der Markt ist im letzten Jahr, gemessen am S&P 500 Index, bis Weihnachten um etwa 20% in der Spitze eingebrochen. Die danach stattfindende Rally ist beeindruckend. Im Moment ist der Markt nur etwa 3% von seinem Allzeithoch entfernt. Gab es in der Vergangenheit ähnliche Entwicklungen mit derartig raschen Gegenbewegungen, und falls ja, was ist danach passiert? Es gibt seit 1935 sieben Bewegungen, die mit dem jetzigen Marktverhalten vergleichbar sind. Die einzige, die so hohe Verluste innerhalb von nur drei Monaten aufholen konnte, so wie jetzt, fand 1982 statt, das war der ultimative Boden. Von hier aus betrachtet waren in der Vergangenheit in jedem einzelnen Fall der Markt ein Jahr später fester, im Median um über 16% fester. Das ist ein atemberaubender Wert und spricht für ein geringes Investitionsrisiko.


Allerdings ist dies nur eine Statistik, deren Aussagekraft man aus unserer Sicht nicht überbewerten sollte. Wichtiger erscheint, wie hoch die Risiken angesichts der Begleitumstände heute einzuschätzen sind. Aktuell stehen zwei gewichtige politische Richtungsentscheidungen unmittelbar bevor. Dabei handelt es sich natürlich um die Handelsgespräche auf der einen und um die Brexit-Verhandlungen auf der anderen Seite. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit lehren, dass die Schwankungsbreite der Aktienbörsen dann besonders hoch war, wenn erstens, die Bewertung exorbitant war, zweitens der Markt "overowned" gewesen ist (die Marktteilnehmer also schon einen überdurchschnittlich hohen Portfolio-Anteil in Aktien gehalten haben) und drittens die Liquidität der Marktteilnehmer gering war. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die oben angegebenen Rahmenbedingungen zu messen. Oftmals werden mehrere Messgrößen zu Rate gezogen, gewichtet und historische Datenreihen mathematisch ausgewertet. Viele dieser Modelle zeigen derzeit ein unterdurchschnittliches Risiko an, dass es zu einer erhöhten Volatilität kommt, wenn die o.a. Entscheidungen gefallen sind. Das ist beruhigend.


Die Sentiment-Daten deuten, obschon die augenblickliche Rally historisch sehr auffällig verläuft, nicht auf einen erhitzten Markt hin. Auch das minimiert das Investment-Risiko.


Der S&P 500 Index ist im Moment mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,2 bewertet. Angesichts einer durchschnittlichen Bewertung in den letzten 30 Jahren von 16 und einer ungewöhnlich tiefen Rendite am US-Staatsanleihenmarkt für zehnjährige Papiere von um die 2,50% ist das aus unserer Sichtweise eine zwar nicht billige, aber auch keine überehrgeizige Bewertung. Das gilt vor allem, wenn Investoren wie wir, auch Märkte wie Asien hochgewichtet haben. Dort ist die Bewertung nämlich als günstig einzustufen. Wir erwarten von diesem Markt entsprechend langfristig hohe Renditen. Konkret ist beispielsweise der Aktienmarkt in China mit einem KGV von 12,1 (oder anders ausgedrückt mit einer Gewinnrendite von 8,3% (!) bewertet. Die Anleger sind zu diesem Markt sehr pessimistisch gestimmt. Das liegt vor allem an den Handelsgesprächen. Auch findet in China derzeit eine merkliche Wachstumsabschwächung statt. Langfristig betrachtet sind so günstig bewertete Märkte mit einem hohen Grad an Pessimismus für Investoren von besonders großem Interesse. Wir mögen Asien und halten an unserer hohen Gewichtung in diesem Teil der Erde weiter fest.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt gestimmt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich stärker eingetrübt als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist auf den niedrigsten Wert seit der Staatsschuldenkrise 2013 gefallen. In solchen Phasen werden wie gewohnt die sicheren Anlagehäfen besonders nachgefragt. Die Renditen deutscher 10-jähriger Bundesanleihen sind im Zuge erhöhter Käufernachfrage erstmals seit Oktober 2016 wieder in den negativen Bereich gerutscht. Große Panik ist jedoch verfehlt, so wächst die Eurozone im ersten Halbjahr immer noch - wenn auch nur leicht.

Fazit Renten

Die zunehmenden Rezessionsängste vieler Marktteilnehmer spielen uns in die Karten. Anleger greifen vermehrt zu qualitativ hochwertigen Anleihen und verhelfen diesen zu Kursgewinnen. Die Schoellerbank ist traditionell in diesem Topsegment investiert und daher mit ihrer vorsichtigen Rentenstrategie momentan auf der sicheren Gewinnerseite.

WÄHRUNGEN

Angesichts der schwachen Konjunkturdaten verlor der Euro in der abgelaufenen Handelswoche gegenüber den meisten Währungen. Für das britische Pfund spitzt sich die Lage zu. Zwar ist ein ungeordneter Brexit vorerst abgewendet, aber die Lage bleibt unklar. Der Devisenmarkt wappnet sich schon für stärkere Kursausschläge. Die Kostendifferenz für eine Absicherung gegenüber einem deutlich stärkeren und schwächeren Pfund sind angestiegen.

Fazit Währungen

An unserer Positionierung wurde nichts geändert. Der US-Dollar bleibt mit 26% am höchsten gewichtet. Es folgen die Norwegische Krone mit 12,5%, der Chinesische Renminbi (11%) sowie der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar mit jeweils gut 10% Gewichtung.



Hinweis:
Das ist eine Marketingmitteilung. Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
Diese Informationen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen.
Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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