Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 8. März 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 8. März 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf ca. 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Im Markt gibt es eine Regel die lautet: "Don’t fight the tape". Damit meint man, dass man keine gegenteiligen Positionierungen zum "Markt" einnehmen sollte. Modelle, die diesen Ansatz verfolgen, messen beispielsweise wie breit ein Aufschwung getragen wird. Wir sind in Extremphasen keine Anhänger dieser Modelle. Extremphasen liegen vor, wenn der "Markt" extrem optimistisch oder extrem pessimistisch gestimmt ist. Beides liegt derzeit für den US-Aktienmarkt nicht vor. Deshalb werten wir es als ein gutes Signal für die Aktienbörsen, dass zuletzt eines der bekanntesten Modelle von Ned Davis Research mit der Bezeichnung "Big Mo Tape" ein Kaufsignal ausgesendet hat.


Ein anderes Paradigma gibt die Empfehlung aus: "Don’t fight the FED". Demnach sollte man vorsichtig werden, wenn die Realzinsen in den USA steigen und umgekehrt. Die Zinsen sind etwa seit Weihnachten in den USA unter Druck geraten. Das hat auch etwas mit sich verschlechternden Konjunkturaussichten in China und Europa zu tun. Ein Modell, das speziell auf die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe abstellt hat zuletzt ebenfalls ein Kauf-Signal abgegeben. Unsere Aufmerksamkeit für den Zinsmarkt hat sich deutlich erhöht. Das liegt vor allem an den stark gestiegenen Schulden in den USA. Die hohe Schuldenlast macht die Gesellschaft bzw. die Wirtschaft sehr anfällig für steigende Zinsen. Die derzeit relativ tiefen US-Staatsanleihenrenditen sind aus unserer Sicht ein starkes Argument für den Aktienmarkt.


Die beiden gewichtigsten Argumente des Bärenlagers sind derzeit zweifelsfrei ein möglicher, wenn auch sehr unwahrscheinlicher, harter Brexit und natürlich ein Scheitern der Handelsgespräche zwischen den USA und China sowie zwischen den USA und der EU. Welche wirtschaftlichen Folgen eines der beiden Ereignisse oder gar beide zusammen hätten, ist noch nicht sicher abschätzbar. Der derzeitige Aufschwung kann zwar noch nicht was das Volumen, aber doch was die Länge des Aufschwunges angeht, zu den längsten der Wirtschaftsgeschichte gerechnet werden. Das bedingt, dass vermutlich schon relativ kleine wirtschaftliche Störungen ausreichen könnten, um den laufenden Aufschwung zu gefährden.


Der US-Markt ist nur geringfügig höher bewertet als im Schnitt der letzten 30 Jahre. Das ist in Ordnung, da auch die Realzinsen heute tiefer liegen. In Asien halten wir die Märkte sogar für ausgesprochen günstig bewertet, wenn es zu keinem großen Handelskrieg mit den USA kommt. Obschon sich die Wachstumsaussichten für China in letzter Zeit eingetrübt haben, ist die Expansion der Wirtschaft eindrucksvoll. Auch wenn China dies mit einer deutlich höheren Verschuldung bezahlt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV geschätzt) liegt beispielsweise für den Shanghai Composite Index bei 11,9, jenes für den US S&P 500 Index dagegen bei 16,4. Das Verhältnis vom zu zahlenden Preis (Kurs) im Vergleich zum vorhandenen Eigenkapital (Buchwert) liegt in China bei 1,8, in den USA dagegen bei 3,3. In China hat sich vor allem wegen des andauernden Handelsstreites ein breiter Pessimismus Raum geschaffen. Als antizyklisch agierende Investoren liegt damit unsere besondere Aufmerksamkeit bei diesen Märkten.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt gestimmt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Den Aufreger der Woche liefert diesmal die EZB mit ihrer Ankündigung, ab September eine Serie neuer Langfristtender zur Refinanzierung von Banken zur Verfügung zu stellen. Zudem haben die Notenbanker betont, dass die Zinsen bis mindestens Ende 2019 unverändert bleiben. Dies wurde von den Marktteilnehmern zwar längst eingepreist, die sehr entschlossene expansive Ausrichtung überraschte dennoch in ihrer Intensität. Die Reaktion folgte prompt: Die Kreditrisikoaufschläge schwächerer Bonitäten weiteten sich angesichts des pessimistischen Wirtschaftsausblicks aus. Im Gegenzug waren die sicheren Anleihenhäfen stark gefragt.

Fazit Renten

Unserer Strategie, nur Anleihen mit besten Bonitäten und moderaten Laufzeiten in unsere Portfolios aufzunehmen, wird derzeit nicht verändert. Dies erfolgt, um uns vor Unwegsamkeiten, wie den jüngsten Marktausschlägen, möglichst zu schützen.

WÄHRUNGEN

Die Ergebnisse der EZB-Sitzung brachten nach wenig aufregenden Wochen wieder Bewegung in den EUR/USD Kurs. Keine Aussicht auf eine baldige Zinswende und sehr schwache Wachstumsprojektionen lassen den EUR gegen den US-Dollar auf 1,12 fallen.

Fazit Währungen

An unserer Positionierung wurde nichts geändert. Der US-Dollar bleibt mit knapp 26% am höchsten gewichtet. Es folgen die Norwegische Krone mit 12,5%, sowie der Chinesische Renminbi, der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar mit jeweils gut 10% Gewichtung.



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