Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 1. April 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 1. April 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Dezember 2018 wurde entschieden den US-Dollar Anteil von rund einem Drittel auf ca. 25% zu reduzieren. Der Greenback bleibt jedoch die am stärksten gewichtete Devise. Gleichzeitig wurde die Norwegische Krone auf ca. 13% aufgestockt, womit diese die zweite Position belegt. Mit einer Größenordnung von jeweils ca. 10% bleiben der Kanadische und der Australische Dollar, sowie der Schweizer Franken und der Chinesische Renminbi unverändert.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf "Übergewichtet" zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wird nicht weiter erhöht und macht nach der Aktienanhebung ca. 35% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Fundamental ist es gut, wenn man einen Markt kaufen kann, dessen Kursentwicklung unter (!) der Gewinnentwicklung verläuft. Derzeit ist dies beim MSCI Weltindex noch der Fall. Auch ist für die kurzfristige Marktbetrachtung meist jenes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ausschlaggebend, welches als Gewinnbasis die geschätzten Gewinne nach US GAAP, also nach der US-Buchhaltungsvorschrift, ermittelt. Dieses liegt für den S&P 500 Index bei 17,2. Im Schnitt der letzten 30 Jahre lag dieses KGV bei 16. Angesichts einer Rendite am US-Rentenmarkt für Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit von nur 2,52%, eine im historischen Kontext sehr tiefe Verzinsung, schätzen wir das KGV als attraktiv ein. Was die Bewertungen angeht, stehen damit die Börsenampeln für die nächsten Quartale aus unserer Sicht auf Grün.


Allerdings stellen wir fest, dass aus Sicht der Bewertung die langfristige Perspektive für den US-Aktienmarkt nicht besonders rosig ist. Langfristig ist jene Bewertung, die den operativen Gewinn zur Basis nimmt, auf der historisch teuren Seite. Der operative Gewinn unterscheidet sich deutlich vom Nettogewinn nach den US-Buchhaltungsvorschriften ermittelt. Aber auch andere Bewertungsrichtschnüre sind auf der teuren Seite. Das gilt z.B. auch für die Betrachtung Kurs/Buchwert (Eigenkapital). Dieses liegt derzeit für den S&P 500 Index bei 3,26 und befindet sich damit im oberen Drittel der historischen Bandbreite. Vor allem macht uns aber was die langfristigen Marktperspektiven angeht das hohe Kurs-Umsatz-Verhältnis Sorgen. Der S&P 500 Index ist im Moment mit dem 2,55-fachen Umsatz bewertet. Das ist praktisch ein Allzeitrekord. Selbst wenn man unterstellt, dass im Laufe der Jahrzehnte die Kurs-Umsatz-Bewertung steigen sollte (weil höhere Margen erwirtschaftet werden können u.a. auch durch geringe Unternehmenssteuern) und man einen Umsatztrend ermittelt, der wie erwähnt steigt, so liegt dieser Trend im Augenblick bei 1,82. Das ist sehr weit vom aktuellen Niveau entfernt. Es würden also in den nächsten 10 Jahren schon recht starke Umsatzzuwächse benötigt und/oder schwache Kurse, damit dieses Verhältnis wieder in den normalen Trendverlauf rückt. Aber auch die Daten- und Modellanalyse für die Liquidität der US-Investoren, der Kreditaufnahme für Aktienkäufe sowie die hohe Positionierung der US-Privathaushalte am US-Aktienmarkt sind weitere gewichtige Gründe, warum wir gegenüber den langfristigen Perspektiven des US-Aktienmarktes zumindest im Verhältnis zum asiatischen Aktienmarkt eher skeptisch gegenüberstehen.


Von der Sentiment-Seite her stehen alle Börsenampeln auf Grün. Die Stimmung der Marktteilnehmer ist zwar nicht pessimistisch, aber keinesfalls euphorisch. Die Sorgenmauer ist einfach zu hoch, um in Euphorie zu verfallen. Die Themen Brexit und Handelsgespräche beunruhigen viele Investoren.


Wir sehen gewisse Marktparallelen zum Verlauf 2015/2016. Diese Rahmenbedingungen sind auch derzeit präsent: China stimuliert die Wirtschaft. Die nächste FED Aktion könnte - je nach Konjunkturentwicklung - eine Zinssenkung sein. Der Bondmarkt glaubt an eine Zinssenkung. Zumindest aber hat die FED eine Pause bei ihrem jüngsten Zinserhöhungszyklus eingelegt. Auch der US-Dollar ist sehr fest und scheint ein Plateau erreicht zu haben.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt gestimmt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Zu Beginn der Woche haben verbesserte Stimmungsindikatoren aus China zu deutlichen Kursgewinnen an den Aktienmärkten geführt und auch die Rentenmärkte zeigen eine sichtbare Reaktion. Der chinesische Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe signalisiert erstmals seit Oktober wieder Wachstum. Am Rentenmarkt sind die Renditen sowohl in den USA als auch in Europa angestiegen. Die Zinsen der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen liegen seit den Jahrestiefstständen letzter Woche nun wieder deutlich höher, sind aber weiterhin im negativen Bereich.

Fazit Renten

Im bisherigen Jahresverlauf haben die Konjunkturdaten enttäuscht, mit den heutigen Zahlen aus China hoffen die Marktteilnehmer nun auf eine Stabilisierung. Nach dem überraschend guten Jahr 2018 mit positiven Kursentwicklungen für Anleihen sind die weiteren Ertragsaussichten eingetrübt. Bei Unternehmensanleihen fand bereits eine signifikante Spread-Einengung statt, und es ist Vorsicht angebracht, da das Risiko einer Korrektur besteht. Wir bleiben unserer Positionierung treu - moderate Laufzeiten und Top-Bonitäten.

WÄHRUNGEN

Seit der letzten Strategierunde hat der Euro gegenüber dem US-Dollar leicht nachgegeben, da eine Zinswende in Europa weiter auf sich warten lässt. Sollten allerdings die Europa betreffenden Handelsspannungen abnehmen und ein harter Brexit vermieden werden, könnte sich diese Entwicklung umkehren. Das Britische Pfund schwankt richtungslos hin und her. Kommt es zum ungeregelten Austritt Großbritanniens wären Turbulenzen wahrscheinlich, andernfalls könnte das Pfund aufwerten.

Fazit Währungen

Wir halten weiterhin an unserer Positionierung fest. Damit bleibt der US-Dollar mit 26% am höchsten gewichtet. Es folgen die Norwegische Krone mit 12,5%, der Chinesische Renminbi (11%) sowie der Schweizer Franken und der Kanadische Dollar mit jeweils gut 10% Gewichtung.



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Das ist eine Marketingmitteilung. Diese Informationen sind keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben.
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Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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