Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 17. Mai 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 17. Mai 2019)

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Schoellerbank Markteinschätzung163 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Mai 2019 wurde aus strategischen Gründen der Japanische Yen neu aufgenommen; im Gegenzug wurde die Position des Hongkong-Dollar komplett verkauft.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf „Übergewichtet“ zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wurde nicht weiter erhöht und macht derzeit ca. 30% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Chinas Führung schlägt im Handelsstreit mit den USA patriotische Töne an. Der Konflikt mache das Land nur stärker und werde es nicht in die Knie zwingen, hieß es im Leitartikel von "People's Daily", der Zeitung der regierenden Kommunistischen Partei. Die Entschlossenheit Chinas, die nationalen Interessen zu schützen, sei "steinhart". "Der Handelskrieg kann China nicht zu Fall bringen", betonen die Kommentatoren - er werde nur das Wachstum weiter ankurbeln. Auf einer Internetplattform von Staatsmedien wurde der Vorwurf geäußert, die USA bemühten sich nicht ernsthaft um eine Fortsetzung der Handelsgespräche und hätten die Verhandlungsatmosphäre zuletzt beschädigt. Eine Einigung im Streit der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt, die sich gegenseitig massiv mit Zöllen überzogen haben, ist nicht in Sicht. Seit heute steht der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei auf einer "Schwarzen Liste" der USA. Damit ist es US-Firmen untersagt, ohne Genehmigung der Regierung Geschäfte mit dem Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller zu tätigen. Trump wirft Huawei vor, mit seinen Produkten könne China Spionage betreiben. Der Konzern und die Führung in Peking weisen dies zurück. Eine Eskalation der Lage zwischen der USA und China hätte das Potenzial, die Gewinne der Unternehmen im Schnitt zu drücken.


Der Handelsstreit hat dazu geführt, dass die Stimmung der Anleger wieder in einen Bereich gefallen ist, der Konsistent mit hohen Wachstumsraten am Aktienmarkt ist. Zuletzt war die Stimmung in so hohe Regionen gestiegen, dass ein Börsenabschwung zwischen 3% bis 5% in den USA als wahrscheinlich erschien. Tatsächlich hat die Börse um 5% (S&P 500 Index) korrigiert, allerdings nicht wegen den Stimmungsindikatoren, sondern wegen der Eskalation im Handelsstreit.


Die Stimmungsfaktoren sprechen also für die Börse. Ein weiterer wichtiger Baustein, die Bewertung des Marktes, ist ebenfalls ein Pro-Faktor. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des MSCI Weltindex liegt bei 15,9. Die Dividendenrendite dieses Index liegt bei 2,6%. Angesichts der Zinsverhältnisse in Europa ist das viel. Risikolose Staatspapiere aus Deutschland bringen auf 5 Jahre -0,52%, selbst auf 10 Jahre hinaus ist die Rendite noch negativ (-0,11%). Auf 10 Jahre betrachtet nimmt folglich ein Aktionär im MSCI Welt USD 29,3 auf 100 investierte Dollar ein. Der Aktienmarkt müsste auf 10 Jahre schon um die 30% verlieren (Euro/US-Dollar Wechselkurs unverändert), dass beide Investoren (Aktien- vs. Renteninvestment) den gleichen Ertrag aufweisen.


Das letzte Quartal ist bei weitem nicht so schwach gelaufen, wie das von Analysten erwartet wurde. Nachdem bereits etwa 95% der Firmen im S&P 500 Index ihre Ergebnisse gemeldet haben, dürften sich die Daten kaum mehr verändern. In den USA wurde ein Umsatzwachstum von 5%, in Japan von 4% und in Europa von 3% verzeichnet. Beim Gewinnwachstum ist der Abstand noch größer, hier haben die US-Unternehmen immerhin 4% Wachstum geschafft (Erwartung: Gewinnrückgang). In Japan und Europa erreichten die Firmen ein Wachstum von jeweils 1% - immerhin wachsen die Firmen. Für den MSCI Weltindex bedeuten die guten Daten aus dem ersten Quartal, dass sich nun auch die Gesamtschätzung für 2019 verbessert hat. Analysten erwarten ein Wachstum von 4%. 2020 wird sogar ein Wachstum in der Größenordnung von 9,9% erwartet.


Falls der Handelskonflikt positiv beigelegt werden kann, dürften die Aktienmärkte in den USA schon bald neue Allzeithöchststände erreichen. Insbesondere in Asien erwarten wir für diesen Fall eine deutlich überdurchschnittliche Performance.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt gestimmt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Ein Auf und Ab an den Risikomärkten bedeutete in der Tendenz Unsicherheit und daher starke Nachfrage nach sicheren Wertpapieren. Die Renditen deutscher Bundesanleihen sind wieder bis über 10-jährige Laufzeiten hinweg in negatives Terrain gedrückt worden. Bei den Inflationserwartungen wirkt immer noch der Basis-Effekt bei Energierohstoffen nach unten. Dennoch konnten sich auch Inflationlinker - vor allem mit längeren Laufzeiten günstig entwickeln.

Fazit Renten

In den vergangenen Wochen wurde eine mögliche Neuaufnahme von Italienischen Staatsanleihen feurig diskutiert. Dabei ist zu unterscheiden, ob man dieses bis dato nicht investierte Segment überhaupt wieder in die gemanagten Mandate aufnehmen möchte und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt. In den vergangenen Wochen haben sich die Risikoaufschläge gegenüber Deutschland kontinuierlich ausgeweitet. Vorerst wurde entschieden, diese Idee nicht umzusetzen, jedoch weiter zu prüfen.


An der Laufzeitenstrategie wurde nichts verändert, die niedrigen Renditen sprechen nicht für eine Verlängerung.

WÄHRUNGEN

Die Unsicherheit an den Aktienmärkten lässt sich mit Sentiments, aber auch mit der Nachfrage nach anderen Assetklassen gut messen. Vergangene Woche konnten vor allem die klassischen Fluchtwährungen zulegen. Wochensieger gegenüber dem Euro war der Schweizer Franken, gefolgt vom US-Dollar und dem Japanischen Yen.

Fazit Währungen

Im Krisenumfeld machte sich die Positionierung der Schoellerbank abseits der gängigen Benchmarks wieder einmal bezahlt: Der Schweizer Franken ist aktuell im Fremdwährungsportfolio mit gut 10% gewichtet - gegenüber einem verschwindenden Anteil in den großen Indizes. Auch die Wiederaufnahme des Japanischen Yen hat sich bezahlt gemacht.



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