Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 24. Mai 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 24. Mai 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von knapp vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität, schaffen es aber dennoch, eine positive Gesamtrendite zu erzielen.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen weisen seit dem Sommer des Vorjahres kontinuierlich nach oben, liegen aber immer noch viel zu tief. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralMitte Mai 2019 wurde aus strategischen Gründen der Japanische Yen neu aufgenommen; im Gegenzug wurde die Position des Hongkong-Dollar komplett verkauft.
AktienÜbergewichtetAm 2. Mai 2018 wurde in der Strategierunde der Schoellerbank beschlossen, die Aktienquote in den Schoellerbank Vermögensverwaltungen um eine Stufe auf „Übergewichtet“ zu erhöhen. Die Erhöhung der Aktienquote erfolgte vorwiegend durch den Kauf von Aktien der Schoellerbank Aktienliste. Verglichen mit dem Gesamtmarkt sind unsere Aktientitel weniger verschuldet und profitabler. Wir denken, dass das Risiko-Chancen-Verhältnis unserer Mandate attraktiv ist. Angehoben wird auch die Allokation in Rohstoffaktien (in Fondsform). Asien inklusive Japan wurde nicht weiter erhöht und macht derzeit ca. 30% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Kurzfristig sind es drei Themenkomplexe die die Anleger verunsichern. An erster Stelle ist der Handelskonflikt zwischen China und den USA zu nennen. US-Präsident Trump hat in Aussicht gestellt, den Streit um den chinesischen Telekomausrüster Huawei in den Handelsgesprächen mit China zu lösen. "Ich kann mir vorstellen, dass Huawei irgendwie in ein Handelsabkommen einbezogen wird", sagte er. Die USA hatten Huawei vergangene Woche auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Trump begründete seine Schritte mit Sicherheitsbedenken gegen Technik aus China. Am Donnerstag wiederholte Trump die pauschalen Anschuldigungen. Huawei sei "sehr gefährlich". Da die US-Regierung die Vorwürfe gegen den chinesischen Technologiekonzern bisher nicht konkret belegt hat, hatten viele Experten die Sanktionen schon vor den aktuellen Trump-Äußerungen im Kontext des Handelskonflikts zwischen den USA und China gesehen. Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen berührt sind. Noch ist völlig offen, ob und wie es zu einer Einigung im Handelskonflikt mit China kommen kann. Trump könnte mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping auf dem G-20-Gipfel in Japan Ende Juni versuchen, einen Durchbruch zu erzielen. Auch in der Strategierunde bestehen unterschiedliche Meinungen, wie man auf Investmentseite mit diesem Thema umgehen soll. Die Mehrheit der Runde ist der Auffassung, dass sich politische Ereignisse nicht sicher prognostizieren lassen. Erfahrungsgemäß sollte man sich bei taktischen Entscheidungen auf die Sentiment-Indikatoren verlassen. Diese zeigen weiterhin feste Märkte an. Die langfristigen Aussichten für Aktien sind aus unserer Sicht gut.


Ein möglicher harter Brexit folgt auf dem Fuße: Die britische Premierministerin Theresa May tritt zurück und verschärft damit die Brexit-Krise zwischen dem Königreich und der EU. Die Opposition forderte umgehend Neuwahlen. Großbritannien und die EU steuern damit auf eine neue Konfrontation zu: Sowohl die Nachfolge-Anwärter aus den Reihen der Tories als auch Labour fordern Änderungen an dem Brexit-Vertrag, den May mit der EU ausgehandelt hat, der aber im britischen Unterhaus drei Mal durchgefallen ist. Die EU will den Vertrag jedoch bislang nicht aufschnüren. Das bekräftigten nach Mays Rücktrittsankündigung noch einmal EU-Kommissionspräsident Juncker und der irische Außenminister Coveney. Daran werde auch ein neuer Premierminister nichts ändern, sagte Coveney. Wie, wann oder ob Großbritannien aus der Staatengemeinschaft ausscheidet, bleibt somit vollkommen ungewiss. Derzeit ist die Frist für den Abschied der 31. Oktober. Besonders für englische Aktien ist das tendenziell ein belastender Faktor.


Wirtschaftlich könnte eine weitere Eskalation im Handelsstreit eine Lockerung der Notenbankpolitik in den USA, China und Europa auslösen. Das werten wir als einen positiven Faktor für die Börse. Die US-Industrie hat im April einen Dämpfer beim Neugeschäft erlitten. Die Bestellungen für langlebige Güter gingen um 2,1% zurück, nachdem es im März ein Plus von 1,7% gegeben hatte. Im April stagnierte ohne schwankungsanfällige Transportgüter der Auftragseingang. Die Aufträge für zivile Kapitalgüter (ohne Militär und Flugzeuge) fielen um 0,9%. Die Kapitalgüter gelten als Indikator für die Investitionsfreude der Unternehmen. Die US-Industrie macht etwa 12% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft aus. Diese hatte zu Jahresbeginn ihr Wachstumstempo beschleunigt. Zwischen Jänner und März legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vorläufigen Zahlen zufolge mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 3,2% zu. Der Renten-Markt hat dennoch eine Zinssenkung - nicht Erhöhung - der US-Notenbank bereits eingepreist. Falls es zu einem großen Handelskrieg kommen sollte, dürften die Notenbank den Markt vermutlich mit aggressiven geldpolitischen Methoden stützen.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt gestimmt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Der Geschäftsklimaindex (gemessen am deutschen IFO Index) ist weiter unter den Erwartungen in Deutschland geblieben. Die Aktienmärkte sind darauf ins Minus gegangen und der Euro-Bund-Future konnte zulegen. Großbritannien und das Thema Brexit sind zurück in den Medien. Erstens gab May ihren Rücktritt bekannt und zweitens hat die Brexit-Party unter deren Chef Nigel Farage die Europawahl in Großbritannien wohl klar gewonnen. Eine Gemengelage die die Märkte mit unter Beschlag nimmt.

Fazit Renten

An der derzeitigen Laufzeitenstrategie und Emittentenauswahl (nur hervorragende Bonitäten auszuwählen) wird festgehalten.

WÄHRUNGEN

Auf Jahressicht legen alle G-10-Währungen - mit Ausnahme der Schwedischen Krone und des Neuseeland Dollars - zum Euro zu. Der US-Dollar konnte in den letzten Tagen ebenfalls zum Euro zulegen und die Entscheidung, den Japanischen Yen aufzunehmen, haben sich bisher als positiv bewiesen.

Fazit Währungen

Der US-Dollar bleibt die am stärksten gewichtete Währung mit annähernd 22%, gefolgt vom Kanadischen Dollar mit 15% und dem Chinesischen Renminbi mit annähernd 11%.



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