Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 5. Juli 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 5. Juli 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von unter vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralBreite Streuung über die G-10-Währungen. Mitte Mai 2019 wurde aus strategischen Gründen der Japanische Yen neu aufgenommen; im Gegenzug wurde die Position des Honkong Dollar komplett verkauft. Der US-Dollar wurde in mehreren Schritten reduziert und ist untergewichtet.
AktienÜbergewichtetDie Schoellerbank hat die Aktienquote seit Mai 2018 auf „Übergewichtet“. Wir finden noch genügend attraktive Titel, die unseren strengen Qualitätskriterien genügen. Die Titel der Schoellerbank Aktienliste sind im Schnitt weniger verschuldet und profitabler als der breite Markt. Die internationalen Aktienmärkte sind in raueres Fahrwasser geraten, doch mit Qualitätstiteln sehen wir uns dafür gut gerüstet. Wir setzen weiterhin einen Schwerpunkt in den asiatischen Aktienmärkten, der sehr günstig bewertet ist. Asien inklusive Japan macht rund 30% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die internationalen Aktienmärkte werden im Moment hauptsächlich durch die Notenbankpolitik getrieben. Die großen Notenbanken haben unisono eine lockerere Geldpolitik in die Wege geleitet und damit den Aktienmarkt unterstützt. Derzeit ist noch kein Überschießen am Aktienmarkt erkennbar. Die Bewertungen sind grosso modo nicht allzu hoch. Nur in den USA ist das KGV des S&P 500 nicht mehr weit von 20 entfernt und damit im historischen Kontext nicht mehr günstig.


Die europäische Konjunktur ist seit einigen Monaten unter Druck und die jüngsten Zahlen waren ebenfalls nicht sehr erbaulich. Kein Wunder also, dass die EZB sich genötigt sieht, zu handeln. In den USA ist der Arbeitsmarkt hingegen weiterhin relativ robust. Das ist für die Anleihenmärkte, die auf Zinssenkungen spekulieren, durchaus ein Problem. Für die Aktienkurse würden wir hier aber nicht mit markanten Nachteilen rechnen.


Interessant ist, dass die Investoren trotz der deutlichen Kursgewinne noch keinen echten Optimismus zeigen. Die mittelfristigen Stimmungsindikatoren sind noch nicht heiß gelaufen. Umfragen zeigen, dass viele institutionelle Investoren das Risiko reduziert haben und ihre Schäfchen für das 2. Halbjahr ins Trockene brachten. Das sind gute Vorzeichen für die kommenden Wochen.

Fazit Aktien

Angesichts der oben beschriebenen Lage belassen wir die Aktienquote auf "Übergewichtet".

RENTEN

Die Renditen sämtlicher Anleihensegmente befinden sich weiter auf Sinkflug und erreichen fast täglich neue Tiefststände. 10jährige deutsche Bundesanleihen rentieren bei rund minus 0,40% und damit auch schon unter dem Einlagesatz der EZB. Haupttreiber der Entwicklung in den vergangenen Tagen ist die Nominierung der IWF-Chefin Christine Lagarde für das Amt der Notenbankpräsidentin. Zwar ist Lagarde bislang in geldpolitischen Fragen relativ wenig in Erscheinung getreten, jedoch lassen verschiedene Äußerungen darauf schließen, dass sie einen expansiven geldpolitischen Ansatz unterstützt und damit die Politik Mario Draghis fortführen wird.

Fazit Renten

Der Trend zu niedrigeren Renditen hält derzeit an. Wir können diese derzeit extreme Entwicklung entspannt beobachten, da uns mit unserer konservativen Laufzeiten- und - qualitativ sehr hohen - Bonitätsausrichtung keine Gefahren drohen, auch wenn sich die Märkte wieder in die entgegengesetzte Richtung bewegen sollten.

WÄHRUNGEN

Die US-Notenbank Fed hat überraschend signalisiert, noch in diesem Jahr eine Zinswende zu vollziehen: Statt die Zinsen weiter anzuheben oder - wie es in den letzten Monaten als ausgemacht galt - zumindest konstant zu lassen, wird sie die Zinsen nun wohl zumindest zweimal um je 25 Basispunkte senken. Die überraschende Nominierung von Christine Lagarde als neue EZB-Präsidentin dürfte an der Geldpolitik wenig ändern. Angesichts der schwächeren Konjunktur in der Eurozone und der sehr lockeren EZB-Politik ist das Aufwärtspotential des Euro vorerst begrenzt, selbst wenn die Leitzinsen in den USA sinken.

Fazit Währungen

Unsere Währungsallokation hat sich in der vergangenen Woche nicht geändert. Der US-Dollar bleibt mit 22% am höchsten gewichtet. Dahinter folgt die auf Jahressicht stärkste Währung - der Kanadische Dollar mit 15%. Ebenfalls prominent gewichtet sind die Norwegische Krone mit 12,3%, der Chinesischen Renminbi (10,8%) sowie der Schweizer Franken (10,4%).



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