Schoellerbank StrategieRunde - Protokoll 2. August 2019

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 2. August 2019)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt und geldmarktnahes Segment Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Konventionelle
Anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von unter vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Strukturierte
Zinsprodukte
Stark Untergewichtet Mit der Aktienerhöhung wurde das Segment weiter reduziert: Das Niedrigzinsumfeld erschwert neue Strukturierungen stark.
Fremdwährungs-
anleihen
NeutralBreite Streuung über die G-10-Währungen. Mitte Mai 2019 wurde aus strategischen Gründen der Japanische Yen neu aufgenommen; im Gegenzug wurde die Position des Honkong Dollar komplett verkauft. Der US-Dollar wurde in mehreren Schritten reduziert und ist untergewichtet.
AktienÜbergewichtetDie Schoellerbank hat die Aktienquote seit Mai 2018 auf „Übergewichtet“. Wir finden noch genügend attraktive Titel, die unseren strengen Qualitätskriterien genügen. Die Titel der Schoellerbank Aktienliste sind im Schnitt weniger verschuldet und profitabler als der breite Markt. Die internationalen Aktienmärkte sind in raueres Fahrwasser geraten, doch mit Qualitätstiteln sehen wir uns dafür gut gerüstet. Wir setzen weiterhin einen Schwerpunkt in den asiatischen Aktienmärkten, der sehr günstig bewertet ist. Asien inklusive Japan macht rund 30% der Aktienallokation aus.
RohstoffeTeil der Aktien-
Allokation
Im Zuge der Erhöhung der Aktienquote wurden auch Rohstoffe wieder angehoben. Der Fonds ist global breit gestreut. Edelmetalle und weniger zyklische Themen wie Wasser, Agrarsektor und Holz machen den Großteil der Veranlagung aus.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Mitten in den neuen Handelsgesprächen mit China erhöht Trump den Druck auf die Volksrepublik. Der Republikaner kündigte an, ab 1. September weitere Sonderzölle auch auf bisher verschonte chinesische Waren im Volumen von USD 300 Mrd. verhängen zu wollen. Dies könnte Handys, Laptops, Spielzeug und Schuhe treffen. Statt der bereits dafür angedrohten Abgaben von 25% brachte Trump auf Twitter zunächst 10% ins Gespräch. Diese könnten aber schrittweise erhöht werden und auch 25% übersteigen, sagte er später vor Journalisten. China hat heute angekündigt, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sollten die USA neue Zölle einführen. Trumps Ankündigung schickte die US-Börsen nur geringfügig auf Talfahrt. Der Ölpreis rutschte deutlich ab. Die Börsenreaktion fiel in Asien und auch in Europa entgegen der US-Reaktion deutlich negativ aus. Trump ließ keinen Zweifel daran, dass er Xi unter Druck setzen will. Die USA würden China solange "besteuern", bis eine Einigung im Handelsstreit erzielt sei. Die beiden größten Wirtschaftsmächte haben sich bereits gegenseitig mit milliardenschweren Zöllen überzogen, was die Weltwirtschaft bremst. Trump wirft China Dumpingpreise, Technologieklau und andere unfaire Handelspraktiken vor. Die Regierung in Peking kritisiert ihrerseits geschäftliche Beschränkungen für chinesische Konzerne in den USA - etwa für den Netzwerkausrüster Huawei, gegen den die Regierung in Washington Sicherheitsbedenken vorbringt. Die Handelsgespräche mit China gingen weiter, erklärte Trump zugleich. Neue Zölle könnten die US-Notenbank unter Druck setzen, die Zinsen weiter zu senken. Trump fordert bereits lautstark niedrigere Zinsen, die die Wirtschaft ankurbeln. Die laut Gesetz vom Präsidenten unabhängige Zentralbank hatte den Schlüsselsatz erst am Mittwoch, erstmals seit der Finanzkrise von 2008, wieder gesenkt. Wir gehen davon aus, dass Trump in der heißen Phase des US-Wahlkampfes keine schwache US-Wirtschaft gebrauchen kann. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es im kommenden Frühjahr wohl zumindest zu einem Minimalkompromiss im Handelsstreit kommen wird.


Kurzfristig dürften die Anleger durch die neue Zollandrohung verunsichert werden. Eine kleinere Korrektur ist nach den enorm hohen Zugewinnen in diesem Jahr durchaus wahrscheinlich. Grundsätzlich bleiben wir optimistisch für die Aktienmärkte gestimmt. Durch die extrem tiefen Zinsen und die vergleichsweise hohen Dividendenrenditen und immer noch fairen Bewertungen, die im historischen Vergleich unauffällig erscheinen, stellen Aktien aus unserer Sicht nach wie die attraktivste Asset-Klasse dar.


Vergleicht man die Gewinnentwicklung je Aktie und die tatsächliche Aktienindexkursentwicklung sehr langfristig, dann stellt man einen erstaunlich hohen Gleichlauf fest. Der überwiegende Teil der Aktienentwicklung kann alleine mit der Gewinnentwicklung erklärt werden. Gelegentlich weichen beide Graphiken aber auch voneinander ab. Im Augenblick liegen die entsprechenden Graphen in den USA, in Europa und in Japan ziemlich eng beieinander. Dagegen befindet sich der Graph, der die Gewinnentwicklung abbildet in China derzeit mit einem enorm hohen Vorsprung vor der Kursentwicklung.

Fazit Aktien

Wir sind weiterhin optimistisch für den Aktienmarkt. Die Positionierung der Vermögensverwaltung bezüglich der Aktienquote in den Mandaten mit Aktienanteil verbleibt auf "Übergewichtet".

RENTEN

Die Rally an den Zinsmärkten ist weiter in vollem Gange und wird durch die Tweets von Donald Trump zusätzlich befeuert. Nahezu alle Anleihensegmente befinden sich auf ihren Allzeittiefs, und ein Ende scheint derzeit noch nicht in Sicht zu sein. Bei deutschen Bundesanleihen muss man bereits in ultralange Laufzeiten von über 25 Jahren investieren, um noch eine positive Rendite zu generieren. Die Marktteilnehmer warten mit Spannung auf die nächste EZB-Sitzung, welche am 12. September stattfinden wird. Dann wird bekanntgegeben, welche Lockerungsmaßnahmen in welchem Umfang beschlossen werden, und ob die Notenbank den hohen, zu großen Teilen bereits eingepreisten, Erwartungen standhalten kann. Die amerikanische FED ist schon einen Schritt weiter, denn sie hat in ihrer Juli-Sitzung die Zinsen das erste Mal seit der Finanzkrise gesenkt, wenn auch nur um 25 Basispunkte.

Fazit Renten

Das Laufzeitenrisiko bleibt angesichts der anhaltend extremen Marktsituation sehr hoch. Die Konjunktur in der Eurozone schwächt sich weiter ab und ob die EZB mit ihren Maßnahmen die Wirtschaft wieder anschieben kann, ist fraglich. Wir ändern weiterhin nichts an unserer zurückhaltenden Positionierung hinsichtlich Schuldnerqualität und Laufzeit.

WÄHRUNGEN

An den Währungsmärkten zählten in der vergangenen Woche die Rohstoffwährungen (NOK, NZD, AUD), sowie das Britische Pfund gegenüber dem Euro zu den größten Verlierern. Die Norwegische Krone gab aufgrund des gefallenen Ölpreises, ausgelöst durch schwache Konjunkturdaten und die US-Leitzinssenkung, um über 2% nach und war damit im G-10 Universum der Verlierer der Woche.

Fazit Währungen

Unserer Währungsallokation bleibt unverändert, wobei der US-Dollar mit 22% am höchsten gewichtet ist. Dahinter folgen der Kanadische Dollar mit 15%, sowie Norwegische Krone mit 12,2%, der Chinesischen Renminbi (10,8%) sowie der Schweizer Franken (10,3%).



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Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.


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