Schoellerbank Investment Komitee-Sitzung - Protokoll 07. Februar 2020

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 10.02.2020)

Downloads

TypDokumentDatei-Größe
Schoellerbank Markteinschätzung177 KB
AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Unternehmens-
anleihen
NeutralAngesichts der Zinswende und des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit vorsichtig kurzer Restlaufzeit von unter vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität.
Inflationsgeschützte
Anleihen
Stark ÜbergewichtetInflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzen auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Sonstige
Anleihen
Stark Untergewichtet Strukturierte Zinsprodukte sind "Stark Untergewichtet". Das Niedrigzinsumfeld erschwert es, in diesem Segment neue Produkte mit Kapitalgarantie aufzulegen. Wir wollen aber im Anleihensegment keine Kapitalrisiken eingehen.
Fremdwährungs-
anleihen
Übergewichtet Breite Streuung über die G-10-Währungen. Neben einer US-Dollar-Gewichtung von gut 25% folgt eine breite Palette an Währungen mit etwa 10%-Gewichtung. Zuletzt wurde im Oktober 2019 auch der japanische Yen auf dieses Niveau angehoben. Noch etwas prominenter vertreten ist der Kanadische Dollar mit gut 14%.
AktienNeutral Die Schoellerbank hat die Aktienquote Ende September 2019 auf „Neutral“ reduziert. Wir nutzten den richtungslosen Handel, um einen Teil der Gewinne aus 2019 mitzunehmen. Die internationalen Aktienmärkte sind in raueres Fahrwasser geraten, doch mit Qualitätstiteln sehen wir uns dafür gut gerüstet. Im Jänner 2020 haben wir die Gewinne der vorangegangenen 3 Monate mitgenommen und die Quote im Rahmen eines Rebalancing erneut auf „Neutral“ zurückgefahren. Die regionale Allokation wurde nicht verändert. Wir setzen weiterhin auf eine deutliche Übergewichtung der asiatischen Märkte während wir US-Aktien weniger stark gewichten als in der Benchmark.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

  • Nach relativ kurzlebigen Rückgängen an den Börsen konnten sich die Aktienmärkte in der vergangenen Woche wieder deutlich erholen, Grund hierfür war zurückgegangene Angst um das Coronavirus und den gesellschaftlichen und vor allem wirtschaftlichen Auswirkungen. Nichtsdestotrotz bleiben die wirtschaftlichen Auswirkungen bis auf weiteres vorhanden und in ihrer Größe schwer abschätzbar. Einige Unternehmen berichten über Probleme in ihrer Supply Chain, da Fabriken in China in betroffenen Gebieten teilweise stillstehen. Dennoch derzeit sieht es danach aus, als ob die Situation unter Kontrolle gebracht werden konnte und dass sich der Virus vor allem nicht weiter global ausbreiten konnte.

  • Auf der wirtschaftlichen Seite können die Gewinnzahlen durchaus überzeugen. Derzeit ist die Gewinn-Situation besser als erwartet. In den USA haben bereits 319 Unternehmen des S&P 500 berichtet. Im Schnitt gelang es den Unternehmen bei den Umsätzen und Gewinnen die Anleger positiv zu überraschen. Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen die Gewinne in Summe aber nur im geringen einstelligen Bereich. In Europa haben bereits 157 Unternehmen des Stoxx 600 berichtet. Die Umsatzzahlen waren negativ, allerdings konnten auch hier die Gewinne positiv überraschen. Die Umsätze gingen in Europa im Schnitt um 1,38% zurück und die Gewinne stiegen um 4,35%.

  • Die Einkaufsmanagerindizes konnten sich im vergangenen Monat wieder deutlich besser entwickeln. So konnte sich einerseits der IMS Manufactoring Index erstmal seit einigen Monaten wieder über der Marke von 50 im expansiven Bereich positionieren. Darüber hinaus zeigt sich auch in Europa wieder ein positiverer Trend, der anzeigt, dass das verarbeitende Gewerbe wieder positiver in die Zukunft blickt. All diese Daten könnten darauf hindeuten, dass der gefürchtete Wirtschaftsabschwung aus-bleibt.

  • Am heutigen Freitag wurden auch die Arbeitsmarktdaten für die USA berichtet. Diese fielen überra-schend gut aus. So konnten in den USA im Jänner 225.000 neue Jobs geschaffen werden. Die Arbeits-losenrate liegt bei 3,6% und die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich um 3,1% an. Die Beschäftigungsquote liegt bei 63,4% im Vergleich zu 63,2% im Dezember, was darauf hindeu-tet, dass einige Menschen wieder den Weg zurück in die Beschäftigung geschafft haben.

Fazit Aktien

Die Bewertungen am Aktienmarkt, die durch die kleine Korrektur kaum abgebaut werden konnten und auch von der Berichtssaison nur eine minimale Unterstützung bekamen, können weiterhin nicht als billig bezeichnet werden. Auf der positiven Seite lässt sich festhalten, dass derzeit einige Vorauslaufende Indikatoren wieder etwas besser aussehen und zur selben Zeit die Nachrichten um das Coronavirus etwas Entspannung anzeigen. Dennoch könnte sich die Nachrichtenlage um das Virus und insbesondere dessen wirtschaftlichen Auswirkungen sehr rasch eintrüben, wodurch von dieser Seite mit Störungen gerechnet werden muss. Darüber hinaus ist die wirtschaftliche Lage derzeit bei weitem nicht ideal. "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" und einige wenige Daten dürfen nicht überinterpretiert werden. Aus diesem Grund bleiben wir weiterhin neutral um die Risiken auf der einen Seite als auch den bestehenden Chancen auf der anderen Seite gleichermaßen Rechnung zu tragen.

  • Die Bewertungen am Aktienmarkt, die durch die kleine Korrektur kaum abgebaut werden konnten und auch von der Berichtssaison nur eine minimale Unterstützung bekamen, können weiterhin nicht als billig bezeichnet werden. Auf der positiven Seite lässt sich festhalten, dass derzeit einige Vorauslaufende Indikatoren wieder etwas besser aussehen und zur selben Zeit die Nachrichten um das Coronavirus etwas Entspannung anzeigen. Dennoch könnte sich die Nachrichtenlage um das Virus und insbesondere dessen wirtschaftlichen Auswirkungen sehr rasch eintrüben, wodurch von dieser Seite mit Störungen gerechnet werden muss. Darüber hinaus ist die wirtschaftliche Lage derzeit bei weitem nicht ideal. "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" und einige wenige Daten dürfen nicht überinterpretiert werden. Aus diesem Grund bleiben wir weiterhin neutral um die Risiken auf der einen Seite als auch den bestehenden Chancen auf der anderen Seite gleichermaßen Rechnung zu tragen.

ANLEIHEN

  • Die abgelaufene Woche war bestimmt von der Nachrichtenlage rund um das Coronavirus. Die Chinesische Nationalbank (People´s Bank of China) senkte zu Unterstützung der Wirtschaft, die 7 bzw. 14 tägigen REPO Sätze um je 10 Basispunkte, um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus zu bekämpfen. Zusätzlich tauchten im Laufe der Woche Gerüchte auf, dass ein Impfstoff gegen das Virus entwickelt worden sei. Dies wurde jedoch von namhaften Medizinern in Zweifel gezogen, da die Zeitspanne seit Ausbruch der Krankheit dafür zu kurz wäre.

  • Nichtsdestotrotz erholten sich die Aktienmärkte und erklommen teilweise neue Höchststände (S&P 500). Im Gefolge dessen stiegen auch die Renditen der sicheren Anleihemärkte wieder an. Deutsche Bünde (10J) notieren aktuell bei -0,35% (Tiefstand von -0,44%), amerikanische Staatsanleihen bei 1,66% (Tiefststand von 1,51%).

  • Auch wenn das Coronavirus das marktbestimmende Thema der letzten Wochen war, werden sich die Märkte in weiterer Folge wieder davon entkoppeln, falls es nicht zu einem rasanten Anstieg von Neuinfektionen kommen sollte. Eine exakte Prognose ist momentan auch für medizinische Experten sehr schwierig vorauszusagen.

  • Positive Daten kamen in der abgelaufenen Woche von der amerikanischen Wirtschaft. Der ISM Manufacturing Index kletterte wieder über die Marke von 50, der auf eine Expansion der Wirtschaft hinweist. Der Index war seit August 2019 unter der Expansionsmarke gelegen und liegt aktuell bei 50,9. Aber auch der ISM Non Manufacturing Index stieg auf einen Wert von 55,5 und war damit ebenfalls besser als von den Analysten erwartet. Die Wahrscheinlichkeit für eine mögliche Rezession in den USA ist damit weiter gesunken.

  • Auf der Anleiheseite sind wir weiterhin stark untergewichtet. Gegenüber der Benchmark bevorzugen wir kürzere Laufzeiten. Auch wenn uns diese Strategie seit Jahresbeginn relative zur Benchmark etwas gekostet hat, sind wir davon überzeugt, dass die Anleiherenditen in den nächsten Monaten wieder steigen werden. Die expansive Geldpolitik der großen Notenbanken, die weltweit niedrige Arbeitslosigkeit und die damit verbunden Lohnanstiege sollte sich im Laufe der nächsten Monate in steigender Kerninflation niederschlagen. Steigende Renditen würden wir nutzen, um unsere starke Anleiheuntergewichtung bzw. kürzere Laufzeitenpositionierung gegenüber der Benchmark zu reduzieren.

Fazit Anleihen

Auf der Anleiheseite sind wir weiterhin stark untergewichtet. Gegenüber der Benchmark bevorzugen wir kürzere Laufzeiten. Auch wenn uns diese Strategie seit Jahresbeginn relative zur Benchmark etwas gekostet hat, sind wir davon überzeugt, dass die Anleiherenditen in den nächsten Monaten wieder steigen werden. Die expansive Geldpolitik der großen Notenbanken, die weltweit niedrige Arbeitslosigkeit und die damit verbunden Lohnanstiege sollte sich im Laufe der nächsten Monate in steigender Kerninflation niederschlagen. Steigende Renditen würden wir nutzen, um unsere starke Anleiheuntergewichtung bzw. kürzere Laufzeitenpositionierung gegenüber der Benchmark zu reduzieren.

WÄHRUNGEN

Der größte Gewinner der G10 Länder in der letzten Woche gegenüber dem Euro war der Austral-Dollar. Die Entwicklung des AUD ist aufgrund der starken Handelsverflechtungen mit China in Zusammen-hang mit der Entspannung bzgl. des Coronavirus zu sehen. Ebenfalls stark entwickeln konnte sich der USD, das wohl mit den guten Wirtschaftsdaten der letzten Woche zu tun hat. Der Verlierer der vergangenen Woche war das Britische Pfund der gegenüber dem Euro um insgesamt -0,68% abgewertet hat. Ob dies im Zusammenhang, mit dem in der letzten Woche vollzogenen BREXIT zu sehen ist, bezweifeln wir, da dies doch schon längere Zeit im Markt bekannt war.

Fazit Währungen

Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Kursentwicklung der Währungen stark von der Nachrichtenlage rund um den Coronarvirus beeinflusst wird. Bei einer weiteren Zunahme der Neuerkrankungen sollte dies positiv für den JPY und den CHF sein. Der USD könnte kurzfristig noch von guten Arbeitsmarktdaten profitieren.



Hinweis: .
Diese Information ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung, sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Marketingmitteilungen wurden nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Marketingmitteilungen können eine Anlageberatung nicht ersetzen. Ausschließlich bei Anlageberatung kann die Schoellerbank die persönlichen Verhältnisse des Kunden (Anlageziele, Erfahrungen und Kenntnisse, Risikoneigung und finanzielle Verhältnisse) berücksichtigen sowie eine umfassende und kundenspezifische Eignungsprüfung durchführen. Die Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Die Interessentin bzw. der Interessent sollte sich hinsichtlich der konkreten steuerlichen Auswirkungen des Investments von einem Steuerberater beraten lassen.

Haftungsbeschränkung:
Alle Informationen beruhen auf verlässlichen Quellen und sorgfältigen Analysen, die jederzeit einer Änderung unterliegen können. Die Schoellerbank ist zu einer Aktualisierung dieser Informationen nicht verpflichtet.

Die Haftung der Schoellerbank für leichte Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit der Quellenrecherche und Analyse und den darauf beruhenden Informationen wird ausgeschlossen.
VOILA_REP_ID=C1257E77:00296CBA