Schoellerbank Investment Komitee-Sitzung - Protokoll 11. Dezember 2020

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 11.12.2020)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Unternehmens-
anleihen
NeutralAngesichts des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit moderater Restlaufzeit von ca. vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität aus dem Investmentgrade-Bereich
Staatsanleihen und
Inflationsgeschützte
Anleihen
Untergewichtet Das Segment der Staatsanleihen wird weitgehend mit Inflationsgeschützten (Staats-) Anleihen umgesetzt. Innerhalb der untergewichteten Staatsanleihe sind Inflationsanleihen also deutlich übergewichtet. Die Inflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzten auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Sonstige
Anleihen
Stark Untergewichtet Strukturierte Zinsprodukte sind "Stark Untergewichtet". Das Niedrigzinsumfeld erschwert es, in diesem Segment neue Produkte mit Kapitalgarantie aufzulegen. Wir wollen aber im Anleihesegment keine Kapitalrisiken eingehen.
Fremdwährungs-
anleihen
Übergewichtet Der US-Dollar ist mit neutraler Gewichtung weiterhin mit Abstand die größte Position im Portfolio, gefolgt vom Japanischen Yen. In unsicheren Zeiten spielen die Leitwährungen ihre Trümpfe aus. Daneben setzen wir auf eine breite Palette an Währungen mit Gewichtungen von jeweils grob 10%.
AktienÜbergewichtet Die Schoellerbank hat die Aktienquote Ende September auf „Neutral“ reduziert. Nach einem fulminanten Jahresausklang waren die Aktiengewichtungen in den Portfolios wieder in Richtung „Übergewichtung“ unterwegs. Die Sentimentindikatoren und Bewertungsmodelle mahnten vermehrt zur Vorsicht. Daher hat das Investmentkomitee Ende Jänner 2020 beschlossen, die Aktienquote auf die „Neutrale“ Soll-Quote zu reduzieren. Im März gab es – wegen der Corona-Krise - eine noch nie zuvor gesehene Talfahrt an den Aktienmärkten. Nachdem sich die Aktienquote passiv in Richtung „Untergewichtung“ entwickelte, wurde am 20. März 2020 ein Rebalancing auf die „Neutrale“ Sollquote beschlossen.Viele Indizes bewegen sich in Richtung alter Höchststände während manche Sentimentindikatoren zur Vorsicht mahnen. Im Juli reduzierten wir die Aktienquote von einer passiven Übergewichtung wieder auf die neutrale Sollquote.Im November wurde die Aktienquote von neutral wieder auf übergewichtet angehoben. Derzeit sehen wir den Aktienmarkt angesichts des niedriegen Zinsnivaus attraktver als Anleihen.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

In den USA erreichten einige der großen Indizes am Mittwoch neue Allzeit-Höchststände, für den Rest der Woche ging es jedoch wieder leicht nach unten.
Auffällig ist die gute Performance der kleinen US-Unternehmen (gemessen am Russell 2000), die die größten 500 US-Unternehmen bereits seit mehreren Wochen übertreffen. Seit Jahresbeginn ist die Performance des Small Cap Index nun nicht mehr schlechter als der S&P 500.
Innerhalb des S&P 500 performte der Energiesektor letzte Woche am besten, da die Ölpreise (Brent) zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Marke von 50 USD pro Barrel übertroffen haben. Die großen Krisenprofiteure aus dem Bereich Informationstechnologie entwickelten sich dagegen am schwächsten.
Grund für die gute Stimmung letzte Woche waren positive Nachrichten über einen der Impfstoffkandida-ten, der gemäß Daten der FDA (Food and Drug Administration) zu 95% wirksam sei. Dieser Wert war zwar auch zuvor schon bekannt, wurde nun aber bestätigt und der Impfstoff soll nun zugelassen werden.
Auf der anderen Seite meldeten sich zuletzt 853.000 Amerikaner arbeitslos, was die Erwartungen der Ökonomen übertraf und gesamt dem höchsten Wert seit Mitte September darstellt.
Daneben ziehen sich die Gespräche über den fiskalischen Stimulus zwischen Demokraten und Republikanern weiter hin. Auch ein möglicher No-Deal-Brexit belastete die Aktien gegen Ende der Woche.

FAZIT AKTIEN

Unsere aktuelle Aktienquote ist "Übergewichtet" und wurde Ende November 2020 von einer neutralen Gewichtung angehoben. Wir schätzen den Aktienmarkt angesichts der niedrigen Zinsen attraktiver ein als Anleihen. Zusätzlich unterstützen Regierungen und Zentralbanken wegen der Covid-19 Pandemie die Wirtschaft mit Billionen. Daneben gibt es mehrere vielversprechende Impfungen und manche Länder beginnen bereits mit der Verteilung an ihre Bürger. Viele Experten gehen zwar davon aus, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis ein ausreichender Impfschutz in der Bevölkerung gegeben ist, die Zuversicht überwiegt aber, dass die Wirtschaft schon bald wieder in geordneten Bahnen zurückkehren könnte.

ANLEIHEN

Die EZB hat in ihrer jüngsten Sitzung geliefert und das Pandemie-Notkaufprogramm für Anleihen (PEPP) um 500 Mrd. Euro ausgeweitet und bis mindestens März 2022 verlängert. Zusätzlich werden Banken mit längeren und günstigen Refinanzierungen (TLTROs) unterstützt, um zu gewährleisten, dass sich die Kreditvergabebedingungen aufgrund der zu erwartenden Kreditausfälle nicht nachhaltig verschärfen.
Die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen verharren auf sehr niedrigen Niveaus unter -0,60%. In den USA liegen die Tiefststände vom Sommer hinter uns. Vor allem die langfristigen Renditen haben sich im Zuge gestiegener Inflationserwartungen deutlich erholt.

FAZIT ANLEIHEN

Im aktuellen Marktumfeld mit tief negativen Realrenditen bleiben Anleihen mit einem gewissen Spread-Puffer attraktiv. Unternehmensanleihen bleiben gefragt, da ein abnehmendes Neuemissionsangebot auf hohe Nachfrage trifft. Dank der Risk-On Stimmung sind auch Inflationserwartungen gut unterstützt. Mittlerweile konnten sogar die Niveaus vor der Coronakrise wieder erreicht werden. Wir sehen weiterhin Potential in diesem Segment und bleiben prominent investiert.

WÄHRUNGEN

Der EUR USD-Kurs hat scheinbar mühelos die Marke von 1,20 übersprungen. Neben der ultraexpansiven US-Notenbank profitiert die Gemeinschaftswährung auch von ihrer eigenen Stärke. Die jüngste Einigung im EU-Haushaltsstreit hat ein weiteres Abwärtsrisiko für den Euro beseitigt.
Spannend verlaufen die letzten Wochen des Jahres für das britische Pfund. Andauernde Verschiebungen halten die Unsicherheit hoch und setzten dem Pfund in den vergangenen Handelswochen zu. Marktteilnehmer sehen dennoch gute Chancen einen No-Deal Brexit zu vermeiden.
Die Gewinner der letzten Wochen waren im Soge der positiven Marktstimmung die Rohstoffwährungen rund um den Australischen Dollar.

FAZIT WÄHRUNGEN

Seit Jahresbeginn ist lediglich die Schwedische Krone fester als der Euro. Für Fremdwährungsveranlagungen dementsprechend ein schwieriges Jahr. Dennoch hat sich die Schoellerbank Fremdwährungsallokation gerade in der turbulentesten Phase im Frühjahr als Fels in der Brandung innerhalb der Anleihesegmente bewährt. Zumindest die EZB hat gestern zunächst Klarheit geschaffen und die Spekulationen auf größere und verlängerte Anleihekäufe bestätigt. Zudem wird die EZB den Banken mit längeren und neuen, günstigen TLTROs entgegenkommen, um zu gewährleisten, dass die zu erwartenden Kreditausfälle wegen der Pandemie sich nicht nachhaltig in verschärften Kreditvergabebedingungen niederschlagen.


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Stand: 11.12.2020

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