Schoellerbank Investment Komitee-Sitzung - Protokoll 05. Februar 2021

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 05.02.2021)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Unternehmens-
anleihen
NeutralAngesichts des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit moderater Restlaufzeit von ca. vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität aus dem Investmentgrade-Bereich
Staatsanleihen und
Inflationsgeschützte
Anleihen
Untergewichtet Das Segment der Staatsanleihen wird weitgehend mit Inflationsgeschützten (Staats-) Anleihen umgesetzt. Innerhalb der untergewichteten Staatsanleihe sind Inflationsanleihen also deutlich übergewichtet. Die Inflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzten auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Sonstige
Anleihen
Stark Untergewichtet Strukturierte Zinsprodukte sind "Stark Untergewichtet". Das Niedrigzinsumfeld erschwert es, in diesem Segment neue Produkte mit Kapitalgarantie aufzulegen. Wir wollen aber im Anleihesegment keine Kapitalrisiken eingehen.
Fremdwährungs-
anleihen
Übergewichtet Der US-Dollar ist mit neutraler Gewichtung weiterhin mit Abstand die größte Position im Portfolio, gefolgt vom Japanischen Yen. In unsicheren Zeiten spielen die Leitwährungen ihre Trümpfe aus. Daneben setzen wir auf eine breite Palette an Währungen mit Gewichtungen von jeweils grob 10%.
AktienÜbergewichtet Die Schoellerbank hat die Aktienquote Ende September auf „Neutral“ reduziert. Nach einem fulminanten Jahresausklang waren die Aktiengewichtungen in den Portfolios wieder in Richtung „Übergewichtung“ unterwegs. Die Sentimentindikatoren und Bewertungsmodelle mahnten vermehrt zur Vorsicht. Daher hat das Investmentkomitee Ende Jänner 2020 beschlossen, die Aktienquote auf die „Neutrale“ Soll-Quote zu reduzieren. Im März gab es – wegen der Corona-Krise - eine noch nie zuvor gesehene Talfahrt an den Aktienmärkten. Nachdem sich die Aktienquote passiv in Richtung „Untergewichtung“ entwickelte, wurde am 20. März 2020 ein Rebalancing auf die „Neutrale“ Sollquote beschlossen.Viele Indizes bewegen sich in Richtung alter Höchststände während manche Sentimentindikatoren zur Vorsicht mahnen. Im Juli reduzierten wir die Aktienquote von einer passiven Übergewichtung wieder auf die neutrale Sollquote.Im November wurde die Aktienquote von neutral wieder auf übergewichtet angehoben. Derzeit sehen wir den Aktienmarkt angesichts des niedriegen Zinsnivaus attraktver als Anleihen.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

US-Aktien verzeichneten die beste Woche seit November und die wichtigsten Indizes (S&P500, Nasdaq, Russell 2000) schossen auf neuen Allzeithochs, nachdem es in der Woche zuvor einen Rücksetzer gegeben hat. Die Erwartungen an das Konjunkturprogramm und die Fortschritte bei der Verteilung von Impfstoffen stützten die gute Stimmung. Der Ölpreis erreichte den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr und verzeichnete letzte Woche einen Anstieg von beinahe 10 %.
Konjunkturell enttäuschte der US-Arbeitsmarktbericht für Januar-, da die US-Wirtschaft im Januar nur 49.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, was unter den von Analysten erwarteten 105.0000 neuen Arbeitsplätzen lag.
Die Aussichten auf einen starken Aufschwung im Jahresverlauf haben sich zwar vorerst dennoch nicht verändert. In den USA sind die Infektionszahlen rückläufig und die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, ein Vorlaufindikator für den Arbeitsmarkt, gingen in der dritten Woche in Folge zurück, was darauf hindeutet, dass eine konjunkturelle Verbesserung tatsächlich eintritt.
Die Berichtssaison in den USA ist in vollem Gange. Im S&P500 haben mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt, wobei die Erwartungen der Analysten vielfach übertroffen wurde. Ein Wert unserer Aktienliste, die Google Mutter Alphabet war nach überraschen guten Quartalszahlen stark nachgefragt. In Europa nimmt die Berichtssaison ihre volle Fahrt zwar erst auf, bislang bestätigt sich das freundliche Bild ihrer US-Pendants aber nicht.
Im Berichtszeitraum kam es auch zu einer bisher nicht dagewesenen Entwicklung, die auch langjährige Börsenprofis überraschte. Über Kanäle der sozialen Medien wurde ein "Short Squeeze" koordiniert, der auf Hedgefonds mit Short-Positionen in Game-Stop und einigen weiteren Unternehmen abzielte. Nachdem die Aktie von Game-Stop innerhalb kürzester Zeit über 1600% zulegte und besagte Hedgefonds in ernsthafte Probleme gerieten, wandte sich die Community dem Silberpreis zu, wobei im Fall von Silber unklar war, ob die Aktion nicht von den Hedgefonds selbst initiiert war.

FAZIT AKTIEN

Unsere aktuelle Aktienquote ist "Übergewichtet". Die Erholung in den USA und in Europa werden durch fiskalische Anreize, eine lockere Zentralbankpolitik und die Einführung von Impfstoffen, die auch Wirksamkeit gegenüber Mutationen versprechen, weiterhin unterstützt. Zeitweise mussten zwar Rückschläge in den Impfplänen hingenommen werden, die Zuversicht überwiegt aber, dass die Wirtschaft schon bald wieder in geordneten Bahnen zurückkehren wird.

ANLEIHEN

In die zuletzt trägen Anleihenmärkte ist wieder Bewegung gekommen. Die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen sind aus ihrem monatelangen Seitwärtstrend nach oben ausgebrochen und notieren mit -0,42% so hoch wie seit Ende August nicht mehr. Treibende Kraft hinter der Aufwärtsbewegung ist der breite Anstieg der Inflationserwartungen. In Europa fiel der Anstieg der Renditen europäischer Staatsanleihen bescheidener aus, wobei die 10-jährige Bund-Rendite auf -0,46 % stieg, bevor sie wieder zurückging.
Die insgesamt freundliche Stimmung an den Finanzmärkten lässt sich auch an der rückläufigen Entwicklung der Peripherie-Zinsaufschläge ablesen. Der Renditeunterschied zwischen deutschen und italienischen 10-jährigen Staatsanleihen ist erstmals seit 5 Jahren wieder unter die Marke von 1% gefallen. Bei reger Emissionstätigkeit können auch Unternehmensanleihen positiv resümieren. Die Risikoaufschläge sind im Zuge der steigenden Aktienmärkte weiter gefallen.

FAZIT ANLEIHEN

Das aktuelle Marktumfeld kommt unserer Positionierung sehr entgegen. Inflationsgeschützte Anleihen profitieren von anziehenden Inflationserwartungen und überflügeln Nominalanleihen derzeit deutlich. Dank der Risk-On Stimmung können Unternehmensanleihen die Verluste durch steigende Marktrenditen begrenzen. Die Beimischung von italienischen und spanischen Staatsanleihen bringen die erhofften positiven Performancebeiträge.

WÄHRUNGEN

Der USD hat das Momentum wieder klar auf seiner Seite. Während in der EU das anhaltende Impfchaos eine Normalisierung der Wirtschaftstätigkeit verzögert, regiert in den USA der Optimismus.
Die Aussicht auf zusätzliche Stimulierungspakete und eine höhere Impfdynamik beflügeln den Greenback. Auch andere globale Währungen zeigen sich fester als die Gemeinschaftswährung.
Lediglich die klassischen Fluchtwährungen wie der Schweizer Franken und der Japanische Yen sind noch weniger gefragt wie der Euro.

FAZIT WÄHRUNGEN

Nach dem unerfreulichen Jahr 2020 zeigen sich Fremdwährungsanleihen im bisherigen Jahresverlauf wieder von ihrer besten Seite. Dank der Euro-Schwäche ist das Segment im laufenden Jahr das performancestärkste Anleihesegment in unserer Allokation. Der von vielen Marktteilnehmer frühzeitig abgeschriebene US-Dollar hält mit 36% die höchste Gewichtung. Dahinter folgen der Japanische Yen, der Kanadische Dollar und der Chinesische Renminbi mit Gewichtungen zwischen 10 und 14%.


Das sollten Sie als Anlegerin/Anleger beachten / wichtige Risikohinweise:

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Stand: 08.02.2021

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