Schoellerbank Investment Komitee-Sitzung - Protokoll 20. August 2021

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 23.08.2021)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Unternehmens-
anleihen
NeutralAngesichts des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit moderater Restlaufzeit von ca. vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität aus dem Investmentgrade-Bereich.
Staatsanleihen und
Inflationsgeschützte
Anleihen
Untergewichtet Das Segment der Staatsanleihen wird weitgehend mit Inflationsgeschützten (Staats-) Anleihen umgesetzt. Innerhalb der untergewichteten Staatsanleihe sind Inflationsanleihen also deutlich übergewichtet. Die Inflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzten auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Sonstige
Anleihen
Stark Untergewichtet Strukturierte Zinsprodukte sind "Stark Untergewichtet". Das Niedrigzinsumfeld erschwert es, in diesem Segment neue Produkte mit Kapitalgarantie aufzulegen. Wir wollen aber im Anleihesegment keine Kapitalrisiken eingehen.
Fremdwährungs-
anleihen
Übergewichtet Der US-Dollar ist bei leichter Übergewichtung weiterhin mit Abstand die größte Position im Portfolio, gefolgt vom Japanischen Yen. Dieser ist in einem Benchmarkvergleich untergewichtet. Neben den Leitwährungen setzten wir auf Rohstoffwährungen sowie auf das Asienthema mit der dort raschen Krisenerholung und starkem Wachstum. Eine breite Palette an Währungen ist jeweils grob 10% gewichtet.
AktienÜbergewichtet Die Aktienmärkte haben das Krisenjahr 2020 hinter sich gelassen, und viele Indizes sind auf neue Höchststände geklettert. Der Aktienmarkt ist angesichts der niedrigen Zinsen weiterhin attraktiv bewertet. Mehrere vielversprechende Impfstoffe lassen ein Ende der Pandemie und die Erholung der Wirtschaft erwarten, während die Politik der Notenbanken und die Fiskalmaßnahmen der Staaten die Wirtschaft noch länger stützen werden. Die Sentimentindikatoren deuten Optimismus bei den Anlegern an. Daher hat der Investment Komitee am 16. April beschlossen, Gewinne mitzunehmen und die Aktienquote zu rebalancieren. Dabei werden vorwiegend Aktien aus den USA und Europa verkauft.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Die Dynamik des weltweiten Wirtschaftswachstums ist nach wie vor stark und die Unternehmensgewinne sind auf neue Höchststände geklettert. Marktteilnehmer befürchten jedoch, dass sich dieser Trend bald abschwächen könnte. Die asiatischen Märkte, deren Erholung zunächst schneller voranschritt als im Westen, befinden sich bereits deutlich in der Defensive. Die Indizes des asiatischen Raums einschließlich Japans haben seit Jahresbeginn bereits einen Großteil der Kursgewinne aufgegeben.



Bedenken vor einem Aufflammen der Covid-Krise spielen hier natürlich eine Rolle, weil China derzeit einige neuaufflammende Infektionsherde erlebt. Darüber hinaus belastet der anhaltende Handelskonflikt die asiatischen Märkte. Die neue US-Administration hat bislang nur wenige Schritte zur Lockerung der Handelsbeziehungen unternommen. Schließlich sind Anleger besorgt über die zunehmenden regulatorischen Eingriffe der chinesischen Regierung.



In den westlichen Märkten sind die Anleger viel optimistischer. Wie bereits erwähnt, haben die Unternehmensgewinne neue Höchststände erreicht - gemessen am S&P 500 und MSCI Europe. Und für die laufende Gewinnsaison stehen die Zeichen anhaltend positiv: Die Mehrheit der berichtenden Unternehmen übertrifft weiterhin die Erwartungen deutlich.



Die Notenbanken könnten den Aktienmärkten in die Parade fahren. Durch das starke Wachstum und die damit einhergehende erhöhte Inflation steigt das Risiko einer weniger freigiebigen Notenbankpolitik. Die Anleger beobachten jede Aussage der Notenbank mit Argusaugen und die jüngsten Statements von Seiten der US-Notenbank haben die Aktienmärkte etwas verunsichert, weil das Tapering - also das Einleiten des Endes der Ankaufprogramme - nun näher rücken könnte.



Die Stimmungsindikatoren sind im Zuge der aktuellen Korrektur etwas zurückgekommen. Das nimmt etwas Druck aus dem Kessel und ermöglicht neue Anläufe zu Höchstständen. Das Credo der Anleger lautet weiterhin "Kauf-bei-Kursrückgängen".

AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Unternehmens-
anleihen
NeutralAngesichts des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit moderater Restlaufzeit von ca. vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität aus dem Investmentgrade-Bereich.
Staatsanleihen und
Inflationsgeschützte
Anleihen
Untergewichtet Das Segment der Staatsanleihen wird weitgehend mit Inflationsgeschützten (Staats-) Anleihen umgesetzt. Innerhalb der untergewichteten Staatsanleihe sind Inflationsanleihen also deutlich übergewichtet. Die Inflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzten auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa. Als Beimischung investieren wir selektiv in Anleihen aus Italien und Spanien.
Sonstige
Anleihen
Stark Untergewichtet Strukturierte Zinsprodukte sind "Stark Untergewichtet". Das Niedrigzinsumfeld erschwert es, in diesem Segment neue Produkte mit Kapitalgarantie aufzulegen. Wir wollen aber im Anleihesegment keine Kapitalrisiken eingehen.
Fremdwährungs-
anleihen
Übergewichtet Der US-Dollar ist bei leichter Übergewichtung weiterhin mit Abstand die größte Position im Portfolio, gefolgt vom Japanischen Yen. Dieser ist in einem Benchmarkvergleich untergewichtet. Neben den Leitwährungen setzten wir auf Rohstoffwährungen sowie auf das Asienthema mit der dort raschen Krisenerholung und starkem Wachstum. Eine breite Palette an Währungen ist jeweils grob 10% gewichtet.
AktienÜbergewichtet Die Aktienmärkte haben das Krisenjahr 2020 hinter sich gelassen, und viele Indizes sind auf neue Höchststände geklettert. Der Aktienmarkt ist angesichts der niedrigen Zinsen weiterhin attraktiv bewertet. Mehrere vielversprechende Impfstoffe lassen ein Ende der Pandemie und die Erholung der Wirtschaft erwarten, während die Politik der Notenbanken und die Fiskalmaßnahmen der Staaten die Wirtschaft noch länger stützen werden. Die Sentimentindikatoren deuten Optimismus bei den Anlegern an. Daher hat der Investment Komitee am 16. April beschlossen, Gewinne mitzunehmen und die Aktienquote zu rebalancieren. Dabei wurden vorwiegend Aktien aus den USA und Europa verkauft.
   

FAZIT AKTIEN

Aus fundamentaler Sicht hat sich der Horizont etwas eingetrübt: Der Zinsmarkt ist skeptischer geworden, was die langfristigen Wachstumsaussichten betrifft und die Zinsen sind am langen Ende noch immer sehr niedrig. Dies unterstützt einerseits die Bewertungen der Aktien, andererseits stellt sich die Frage, wie lange und wie stark der Anstieg der Unternehmensgewinne noch weiter anhalten kann. Die aktuelle Kurskorrektur ist Ausdruck dieser Besorgnis, aber echte Angst sähe anders aus. Die Anleger dürften die leicht günstigeren Preise bald wieder für Neuengagements nutzen. Wir sind weiterhin der Meinung, dass eine "Übergewichtete" Aktienquote die richtige Strategie ist.

ANLEIHEN

Die Stimmung an den Finanzmärkten hat sich in den letzten Tagen aufgrund steigender Infektionszahlen und Wachstumssorgen wieder deutlich eingetrübt. Seit Jahresbeginn verbesserten sich die Wachstumsaussichten für die Vereinigten Staaten kontinuierlich. Von ursprünglich nicht einmal 4% stieg die Konsenserwartung für den BIP-Zuwachs für heuer innerhalb von sechs Monaten bis auf 6,5% an. Die Median-Erwartung der FOMC-Mitglieder stand mit Veröffentlichung der letzten Summary of Economic Projections (SEP) im Juni sogar bei 7%. Nun scheint es wieder in die andere Richtung zu gehen. Mit Auswertung per letzten Freitag ging die Konsenserwartung für das BIP-Wachstum in diesem Jahr laut der Nachrichtenagentur Bloomberg um drei Zehntel auf 6,2% zurück. Gleichzeitig verzeichnete die von der University of Michigan erhobene Konsumentenstimmung einen Rückgang auf ein Zehnjahres-Tief. Konjunktur-, Inflations- und COVID-Sorgen seien hierfür verantwortlich. Ebenso verfehlten eine Reihe chinesischer Konjunkturdaten die Konsenserwartung. Es folgten Sorgen um anhaltende Verzögerungen in den Lieferketten, nachdem einer der größten Häfen Chinas aufgrund eines Coronavirus-Falles vorübergehend stillgelegt wurde.



Wenig neues gab es bezüglich Straffung der US-Geldpolitik ("Tapering"). Bei einer Rede ließ sich FED-Chef Jerome Powell weiterhin nicht in die Karten blicken. Das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung von Ende Juli bestätigte die allgemeine Erwartung im Markt, wonach die amerikanische Notenbank um den Jahreswechsel herum damit beginnen wird, den Umfang ihrer monatlichen Wertpapierkäufe zurückzufahren. Die meisten FOMC-Mitglieder sprachen sich Ende Juli für einen Beginn des Taperings noch in diesem Jahr aus. Einige erachteten diesen Schritt "im Verlauf der nächsten Monate" für angemessen, etliche an-dere sprachen sich für einen Tapering-Beginn Anfang nächsten Jahres aus. In der Summe der Meinungen scheint die Variante "Ankündigung im November - Tapering-Start im Dezember" nun etwas wahrscheinlicher zu sein als vor Veröffentlichung der Minutes. Gleichzeitig muss jedoch konstatiert werden, dass die Delta-Variante und hartnäckige Lieferkettenprobleme den Konjunkturausblick seit der letzten FOMC-Sitzung eher eingetrübt als aufgehellt haben. Möglicherweise wird man nächste Woche beim Notenbank-symposium in Jackson Hole weitere Hinweise bekommen.



Diese Entwicklung führte zu einem neuerlichen Rückgang bei den Renditen der Staatsanleihen. 10-jährige US Treasuries notieren aktuell bei 1,23% (nach 1,35% vor einer Woche), deutsche Bundesanleihen bei -0,49% und damit nicht mehr allzu weit von den Jahrestiefständen entfernt. Bemerkenswert ist die Entwicklung der 2-jährigen US Realrendite, die seit Ende Juli deutlich anstieg. Offensichtlich reagiert das kurze Ende der (realen) UST-Kurve deutlich sensibler auf das anstehende Tapering als das lange Ende. Die Risikoaufschläge der europäischen Peripherie-Länder blieben relativ konstant, der Aufschlag 10-jähriger italienischer Staatsanleihen gegenüber Deutschland beträgt aktuell ca. 105 BP.

FAZIT ANLEIHEN

Wir bestätigen unsere derzeitige Untergewichtung in Anleihen, die zusätzlich durch eine kürzere Duration Positionierung unterstützt wird. Die jüngsten Rückgänge der Renditen sehen wir als übertrieben an, weswegen wir von einer baldigen Gegenbewegung ausgehen. Wir erwarten 10-jährige deutsche Bundesanleihen weiterhin in der Trading-Range von -0,10% bis -0,60% und befinden uns darin aktuell nahe dem unteren Ende. Inflationsgeschützte Anleihen bieten weiterhin Schutz bei einem Anstieg der Inflation, Italien sollte weiterhin von der Unterstützung der EZB profitieren und bietet eine interessante Beimischung im Portfolio. Weiterhin positiv eingestellt sind wir gegenüber Unternehmensanleihen bester Bonität. Diese profitieren nach wie vor von der Unterstützung der Zentralbanken und vom Umfeld niedriger Renditen bei den Staatsanleihen bei geringer Volatilität und bieten einen interessanten Aufschlag beim Zinseinkommen. Wir vermeiden nach wie vor risikoreichere Unternehmensanleihen im Hochzinsbereich, da sich die Verschuldungskennziffern verschlechtern und wir von steigenden Ausfallsraten ausgehen. Durchaus positiv sind wir auch weiterhin Schwellenländeranleihen gegenüber eingestellt, bei denen die Bewertung langfristig gesehen nach wie vor günstig erscheint und die von der allgemeinen Suche der Investoren nach höheren Renditen profitieren sollten.

WÄHRUNGEN

Der USD stieg auf das höchste Niveau seit November, EUR/USD liegt aktuell bei 1,167. Ausschlaggebend dafür sind Wachstumsängste aufgrund der Delta-Variante und weiteren Verzögerungen in den Lieferketten. Dazu beigetragen hat auch das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung, welches eine Reduktion der Anleihekäufe ab Ende des Jahres etwas wahrscheinlicher erscheinen lässt. Am besten gegenüber dem Dollar erging es dem Schweizer Franken und dem Japanischen Yen, die beide ganz leichte Zuwächse erzielen konnten. Noch schlechter als der EUR performten vor allem der Kanadische Dollar, der Australische Dollar, der Neuseeland Dollar und die Norwegische Krone.

FAZIT WÄHRUNGEN

Es sieht ganz danach aus, dass die aktuelle Stärke des USD weitergeht. Wichtige Punkte für den weiteren Trend werden das Notenbanksymposium in Jackson Hole nächste Woche, der Arbeitsmarktreport am 3. September und das FED-Meeting am 22. September sein.


Das sollten Sie als Anlegerin/Anleger beachten / wichtige Risikohinweise:

Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Wert und Rendite einer Anlage können plötzlich und in erheblichem Umfang steigen oder fallen und können nicht garantiert werden. Auch Währungsschwankungen können die Entwicklung des Investments beeinflussen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Anlegerin bzw. der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhalten, unter anderem dann, wenn die Kapitalanlage nur für kurze Zeit besteht. Unter außergewöhnlichen Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals samt Kaufspesen kommen. Wir weisen darauf hin, dass sich die Zahlenangaben bzw. Angaben zur Wertentwicklung auf die Vergangenheit beziehen und dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse ist.



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Stand: 23.08.2021

Diese Marketingmitteilung wurde von der Schoellerbank AG, Renngasse 3, 1010 Wien erstellt (Medieninhaber und Hersteller)
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