Schoellerbank Investment Komitee-Sitzung - Protokoll 01. Oktober 2021

Markteinschätzung Schoellerbank Asset Management (Stand 04.10.2021)

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AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Unternehmens-
anleihen
NeutralAngesichts des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit moderater Restlaufzeit von ca. vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität aus dem Investmentgrade-Bereich.
Staatsanleihen und
Inflationsgeschützte
Anleihen
Untergewichtet Das Segment der Staatsanleihen wird weitgehend mit Inflationsgeschützten (Staats-) Anleihen umgesetzt. Innerhalb der untergewichteten Staatsanleihe sind Inflationsanleihen also deutlich übergewichtet. Die Inflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzten auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa.
Sonstige
Anleihen
Stark Untergewichtet Strukturierte Zinsprodukte sind "Stark Untergewichtet". Das Niedrigzinsumfeld erschwert es, in diesem Segment neue Produkte mit Kapitalgarantie aufzulegen. Wir wollen aber im Anleihesegment keine Kapitalrisiken eingehen.
Fremdwährungs-
anleihen
Übergewichtet Der US-Dollar ist bei leichter Übergewichtung weiterhin mit Abstand die größte Position im Portfolio, gefolgt vom Japanischen Yen. Dieser ist in einem Benchmarkvergleich untergewichtet. Neben den Leitwährungen setzten wir auf Rohstoffwährungen sowie auf das Asienthema mit der dort raschen Krisenerholung und starkem Wachstum. Eine breite Palette an Währungen ist jeweils grob 10% gewichtet.
AktienÜbergewichtet Die Aktienmärkte haben das Krisenjahr 2020 hinter sich gelassen, und viele Indizes sind auf neue Höchststände geklettert. Der Aktienmarkt ist angesichts der niedrigen Zinsen weiterhin attraktiv bewertet. Mehrere vielversprechende Impfstoffe lassen ein Ende der Pandemie und die Erholung der Wirtschaft erwarten, während die Politik der Notenbanken und die Fiskalmaßnahmen der Staaten die Wirtschaft noch länger stützen werden. Die Sentimentindikatoren deuten Optimismus bei den Anlegern an. Daher hat der Investment Komitee am 16. April beschlossen, Gewinne mitzunehmen und die Aktienquote zu rebalancieren. Dabei werden vorwiegend Aktien aus den USA und Europa verkauft.
   
*) Schoellerbank Vermögensverwaltungen

AKTIEN

Nach sieben positiven Monaten präsentierte sich der Weltaktienmarkt im September erstmals wieder mit negativem Vorzeichen und erwirtschaftete gleich die schwächste Performance seit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie.



Die Hintergründe waren dabei vielfältig: Schon länger belasten die allgegenwärtige Knappheit von Inputfaktoren (z.B. Halbleiter) und steigende Energiepreise, was beides die Inflation anheizte. In Folge nahm auch die Diskussion über die Reduktion der US-Anleihenkäufe und höhere Leitzinsen ab Mitte 2022 an Fahrt auf. Daraufhin kamen insbesondere Wachstumswerte unter Druck, deren Cash-Flows oft weit in der Zukunft liegen. Im Gegenzug waren zyklische Werte aus den Bereichen Energie und Finanz gefragt. Dabei handelt es sich um ein Muster, dass sich auch schon zu Beginn des Jahres zeigte, als die US-Zinsen anstiegen.



Auf den Nebenschauplätzen ging es ebenfalls heiß her. In China geriet das Immobilienunternehmen Evergrande unter Druck und setzte die Zahlung von Zinsen aus, was bei vielen Marktteilnehmern Erinnerungen an die Lehmann-Krise hervorrief. Ganz aktuell wurden die Aktien von Evergrande in Hong Kong vom Handel ausgesetzt.



In den USA konnte ein "Government-Shutdown" wieder einmal in letzter Sekunde abgewendet werden, Fortsetzung am 18. Oktober 2020. Vom Infrastrukturpaket gibt es dagegen noch keine positiven Neuigkeiten, da sich die Demokraten intern nicht auf eine Linie einigen konnten.



Ab nächster Woche nimmt die Berichtssaison an Fahrt auf und die großen Banken präsentieren ihre Ergebnisse für das dritte Quartal. Besonderes Augenmerk wird auf die Erwartungen zum weiteren Geschäftsverlauf und auf die Knappheit von Inputfaktoren gelegt werden. Analysten haben ihre Gewinnprognosen für das dritte Quartal für den S&P 500 zum fünften Mal in Folge erhöht. Dies ist ungewöhnlich, da es noch nie steigende Analystenschätzungen über fünf Quartale in Folge gab, wie Daten von Factset zeigen. Üblicherweise wurden die Schätzungen vor der Präsentation der Ergebnisse regelmäßig reduziert.

AssetklasseGewichtung VV*Positionierung
Geldmarkt Keine GewichtungSeit September 2013 keine aktive Gewichtung.
Unternehmens-
anleihen
NeutralAngesichts des Niedrigzinsumfeldes positionieren wir uns mit moderater Restlaufzeit von ca. vier Jahren. Bei der Schuldnerauswahl setzen wir auf Qualität aus dem Investmentgrade-Bereich.
Staatsanleihen und
Inflationsgeschützte
Anleihen
Untergewichtet Das Segment der Staatsanleihen wird weitgehend mit Inflationsgeschützten (Staats-) Anleihen umgesetzt. Innerhalb der untergewichteten Staatsanleihe sind Inflationsanleihen also deutlich übergewichtet. Die Inflationserwartungen liegen trotz Notenbank-Interventionen seit Jahren viel zu niedrig. Wir setzten auf eine Normalisierung und profitieren mit Inflationsanleihen von einem Puffer gegen steigende Zinsen. Den Schwerpunkt der Strategie bilden Staatsanleihen aus Kerneuropa. Als Beimischung investieren wir selektiv in Anleihen aus Italien und Spanien.
Sonstige
Anleihen
Stark Untergewichtet Strukturierte Zinsprodukte sind "Stark Untergewichtet". Das Niedrigzinsumfeld erschwert es, in diesem Segment neue Produkte mit Kapitalgarantie aufzulegen. Wir wollen aber im Anleihesegment keine Kapitalrisiken eingehen.
Fremdwährungs-
anleihen
Übergewichtet Der US-Dollar ist bei leichter Übergewichtung weiterhin mit Abstand die größte Position im Portfolio, gefolgt vom Japanischen Yen. Dieser ist in einem Benchmarkvergleich untergewichtet. Neben den Leitwährungen setzten wir auf Rohstoffwährungen sowie auf das Asienthema mit der dort raschen Krisenerholung und starkem Wachstum. Eine breite Palette an Währungen ist jeweils grob 10% gewichtet.
AktienÜbergewichtet Die Aktienmärkte haben das Krisenjahr 2020 hinter sich gelassen, und viele Indizes sind auf neue Höchststände geklettert. Der Aktienmarkt ist angesichts der niedrigen Zinsen weiterhin attraktiv bewertet. Mehrere vielversprechende Impfstoffe lassen ein Ende der Pandemie und die Erholung der Wirtschaft erwarten, während die Politik der Notenbanken und die Fiskalmaßnahmen der Staaten die Wirtschaft noch länger stützen werden. Die Sentimentindikatoren deuten Optimismus bei den Anlegern an. Daher hat der Investment Komitee am 16. April beschlossen, Gewinne mitzunehmen und die Aktienquote zu rebalancieren. Dabei wurden vorwiegend Aktien aus den USA und Europa verkauft.
   

FAZIT AKTIEN

Die Schoellerbank hielt in diesem Umfeld an einer übergewichteten Aktienpositionierung fest. Vergangene Straffungszyklen gingen zwar mit erhöhter Volatilität einher, die Verluste waren aber nach anfänglicher Verunsicherung bald wieder aufgeholt. Zum einen werden die Anleihenkäufe nicht sofort eingestellt, sondern das Kaufvolumen wird nur schrittweise über einen längeren Zeitraum reduziert. Zum anderen werden die Marktteilnehmer heute sehr sanft und vorausschauender auf den anstehenden Liquiditätsentzug vorbereitet als in der Vergangenheit, was die Gefahr von plötzlichen Verwerfungen reduziert.

ANLEIHEN

Die Stimmung an den Finanzmärkten hat sich in den letzten Tagen aufgrund der Entwicklungen in China und Wachstumssorgen wieder deutlich eingetrübt. Die Gründe liegen einerseits in den weiter steigenden Inflationserwartungen, die die Renditen nach oben drücken und andererseits an der Ankündigung des FED Vorsitzenden Jerome Powell früher mit dem Tapering zu beginnen und dies rascher abzuschließen. 10-jährige US-Treasuries verbilligten sich in den letzten 10 Tagen von 1,31% bis auf 1,54%, die Pendants in Deutschland von minus 0,30% auf minus 0,20%. Der Aufschlag für Italien blieb dabei stabil bei ca. 104 BP. Die langfristigen Inflationserwartungen (5y5y Forwards) für die Eurozone erreichten neue Höchststände von 1,83%.



Die Inflationsrate für die Eurozone erreichte am Freitag mit einem Wert von +3,4% den höchsten Stand seit 2008 und lag sogar noch über den Schätzungen von +3,3%, die Kernrate bei 1,9%. Hauptverantwortlich sind die gestiegenen Energiepreise. Im November könnte der Wert sogar das Niveau von 4% erreichen.



In den USA verabschiedete der Kongress ein Überbrückungsgesetz bis zum 3. Dezember, um einen Stillstand der Regierung abzuwenden. Präsident Joe Biden unterzeichnete das Gesetz nur wenige Stunden vor Mitternacht, danach hätte die Regierung den Betrieb einstellen müssen. Der Gesetzentwurf enthält keine Bestimmung zur Anhebung oder Aussetzung der Schuldenobergrenze. Finanzministerin Janet Yellen hatte Anfang der Woche erklärt, dass im Finanzministerium am 18. Oktober Finanzierungen unmöglich würden, wenn der Gesetzgeber die Schuldengrenze bis dahin nicht anhebt oder aussetzt.



Das hochkarätig besetzte Zentralbankforum brachte, im Gegensatz zu den Erwartungen, leider keinerlei Erkenntnisse über die künftige Zentralbankpolitik.

FAZIT ANLEIHEN

Das aktuelle Marktumfeld kommt unserer Positionierung sehr entgegen. Breakeven-Inflationsraten haben sich von der Aktienentwicklung etwas entkoppelt und streben weiter nach oben. Inflationsgeschützte Anleihen beeindrucken daher mit einer deutlich positiven Performance seit Jahresbeginn - und das trotz gestiegener Zinsen. Aufgrund dessen nehmen wir eine leichte Reduktion der Duration um ca. 1 Jahr vor um etwas vorsichtiger aufgestellt zu sein. Wir bestätigen unsere derzeitige Untergewichtung in Anleihen, die zusätzlich durch eine kürzere Duration Positionierung unterstützt wird. Inflationsgeschützte Anleihen bieten weiterhin Schutz bei einem Anstieg der Inflation, Italien sollte weiterhin von der Unterstützung der EZB profitieren und bietet eine interessante Beimischung im Portfolio. Weiterhin positiv eingestellt sind wir gegenüber Unternehmensanleihen bester Bonität. Diese profitieren nach wie vor von der Unterstützung der Zentralbanken und vom Umfeld niedriger Renditen bei den Staatsanleihen bei geringer Volatilität und bieten einen interessanten Aufschlag beim Zinseinkommen. Wir vermeiden nach wie vor risikoreichere Unternehmensanleihen im Hochzinsbereich, da sich die Verschuldungskennziffern verschlechtern und wir von steigenden Ausfallsraten ausgehen. Durchaus positiv sind wir auch weiterhin Schwellenländeranleihen gegenüber eingestellt, wo die Bewertung langfristig gesehen nach wie vor günstig erscheint und diese von der allgemeinen Suche der Investoren nach höheren Renditen profitieren sollten.

WÄHRUNGEN

Die sehr aktive Fremdwährungspositionierung (Übergewichtung im USD, dem CNY, NOK und Untergewichtung im JPY) in den Schoellerbank Portfolios brachte im heurigen Jahr einen deutlichen Mehrertrag gegenüber der Benchmark. Gegenüber dem Euro performten heuer der Chinesische Renmimbi (+9,91%), der Kanadische Dollar (+7,01%), der USD (+6,35%), das Britische Pfund (+5,11%) und die Norwegische Krone (+3,87%) am besten. Zusätzlich hat dazu die allgemeine EUR-Schwäche beigetragen. Der USD befindet sich mittlerweile am unteren Ende des Trendkanals und scheint in seiner Stärkephase weit fortgeschritten, das Sentiment erscheint aufgrund des Optimismus langsam gefährlich. Im JPY und AUD hingegen überwiegen die Pessimisten, was eine stärkere Positionierung attraktiv erscheinen lässt.

FAZIT WÄHRUNGEN

Wir werden in den Fremdwährungsstrategien einige Umschichtungen vornehmen. Der USD wird von übergewichtet auf neutral reduziert, dabei nehmen wir Gewinne mit. Im Gegenzug wird die Untergewichtung im JPY reduziert. Damit bleiben wir im Hinblick auf potentielle Rückschläge an den Risikomärkten vorsichtig positioniert. Sowohl der USD als auch der JPY gelten als Safe-Haven Währungen, speziell der JPY wird gerne als Proxy-Hedge gegenüber Marktturbulenzen eingesetzt. Im CNY nehmen wir ebenfalls einen Teil der Gewinne mit, bleiben aber übergewichtet. Im Gegenzug stocken wir den AUD etwas auf. Weitere kleinere Anpassungen im Portfolio sind in Vorbereitung, aber noch nicht ganz spruchreif.


Das sollten Sie als Anlegerin/Anleger beachten / wichtige Risikohinweise:

Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Wert und Rendite einer Anlage können plötzlich und in erheblichem Umfang steigen oder fallen und können nicht garantiert werden. Auch Währungsschwankungen können die Entwicklung des Investments beeinflussen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Anlegerin bzw. der Anleger nicht die gesamte investierte Summe zurückerhalten, unter anderem dann, wenn die Kapitalanlage nur für kurze Zeit besteht. Unter außergewöhnlichen Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals samt Kaufspesen kommen. Wir weisen darauf hin, dass sich die Zahlenangaben bzw. Angaben zur Wertentwicklung auf die Vergangenheit beziehen und dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse ist.



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Stand: 04.10.2021

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