Aktienmärkte: völlig losgelöst von der Konjunktur? - Analysebrief Nr. 384

Im Zuge der beginnenden Corona-Krise brachen die Aktienmärkte in Rekordtempo ein. So verlor der S&P 500 in nur 22 Handelstagen mehr als 30% seines Wertes. Nicht einmal während der Großen Depression in den 1930er-Jahren ging es schneller nach unten. Aber nicht nur die Verluste erfolgten in rasantem Tempo, auch die darauffolgende Markterholung ging überraschend schnell vonstatten. So konnte der wichtige Aktienindex S&P 500, der die 500 größten US-Unternehmen beinhaltet, in nur 15 Handelstagen 50% seiner Verluste wieder aufholen. Danach verlor die Aufwärtsbewegung zwar etwas an Schwung, und die Marktteilnehmer schienen auf neue Impulse zu warten, aber die Aufwärtsbewegung setzte sich fort. Mittlerweile erreichen manche Aktienindizes neue Allzeithochs, während andere nur noch wenige Prozentpunkte davon entfernt sind. Nun könnte man erwarten, die Erholung der Aktienmärkte ginge mit einer ebenso starken Erholung der Konjunktur einher - doch weit gefehlt, denn für 2020 zeichnen die Konjunkturdaten ein düsteres Bild: rekordhohe Arbeitslosigkeit, einbrechende Gewinne, in weiterer Folge die schwerste Rezession der Nachkriegszeit.

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